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Kein ausreichender Schutz: Klarsichtmasken werden in Bayern nicht mehr anerkannt

Ab sofort werden Klarsichtmasken in Bayern vom Gesundheitsministerium nicht mehr als Mund-Nasen-Bedeckung anerkannt. Der Grund hierfür ist, dass die Masken keinen ausreichenden Schutz vor virenbelastenden Tröpfchen und Aerosolen bieten. Das gab nun das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege auf ihrer Seite bekannt.

Das Gesundheitsministerium begründet die Entscheidung folgend:

In der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wird keine bestimmte Beschaffenheit (Material, Stoffdichte, Größe, Form und Tragweise) der Mund-Nasen-Bedeckung vorgeschrieben. Allerdings muss sie einen Schutz vor (virenbelasteten) Tröpfchen und Aerosolen bieten. Dies wird von Klarsichtmasken, die nur aus Kunststoff bestehen und die nicht an den Rändern auf der Haut der Gesichtskontur aufliegen sowie nicht über filtrierende Einrichtungen verfügen, nicht erfüllt. Demnach sind derartige Klarsichtmasken analog zu Visieren zu bewerten, d. h. sie sind nicht als Mund-Nasen-Bedeckung geeignet.

Studie belegt, dass Klarsichtmasken keinen ausreichenden Schutz bieten

Eine Studie der Hochschule München belegte zuvor, dass Klarsichtmasken keinen ausreichenden Schutz bieten. So ergaben die durchgeführten Tests, dass die Aerosole unterhalb der Maske austreten und sich unkontrolliert verbreiten können.

Klarsichtmasken von Anfang an umstritten

Die Klarsichtmasken sind von Anfang an umstritten. Befürworter dieser Maske halten sie für günstig, da sie die Mimik des Menschen unterhalb der Bedeckung erkennen lassen. Medienberichten zufolge hatten Schulen und Einrichtungen das Tragen der Klarsichtmaske zeitweise ausdrücklich empfohlen.



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