Kirchenlaibach (Lkr. Bayreuth): Crystal in Fahrradlenker versteckt

Ein Drogenversteck in einem Fahrrad hatten die Marktredwitzer Schleierfahnder und Beamte der Kripo Bayreuth wohl so noch nicht entdeckt. Dennoch gelang es ihnen am Samstagvormittag, zwei Drogenschmuggler am Bahnhof Kirchenlaibach zu entlarven. In dem Fahrrad eines der Reisenden fanden sie rund 15 Gramm Crystal. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.

 

Männer waren schon länger unter Verdacht

Der 48 Jahre alte Mann aus Hof und sein 35-jähriger Bekannter waren gegen 10 Uhr mit dem Zug aus der Tschechischen Republik zum Kirchenlaibacher Bahnhof gekommen, als die Fahnder sie genauer ins Visier nahmen. Beamte des Fachkommissariats der Bayreuther Kripo waren den beiden zuvor durch länger andauernde Ermittlungen auf die Spur gekommen. Es bestand der dringende Verdacht, dass die Männer Crystal geschmuggelt hatten. Die Schleierfahnder nahmen die zwei sowie ein Fahrrad mit nach Schirnding. Unterstützung erhielten die Beamten dabei von Kollegen der Bundespolizei. Dort fanden die Spezialisten der Fahndungsgruppe im Rucksack des Hofers ein Messer, aber zunächst keine Drogen.

 

Hartnäckigkeit der Beamten zahlt sich aus

Schließlich konnten die Polizisten bei den beiden Männer auch einen Körperschmuggel ausschließen. Davon ließen sich die Fahnder jedoch nicht beirren und nahmen sich dann das Mountainbike genauer vor. Stück für Stück zerlegten sie das Fahrrad und ihr richtiges Gespür zahlte sich schließlich aus. Im Lenker verborgen, beförderten sie schließlich eine Tüte mit Crystal ans Tageslicht. Dass dieses Versteck auffliegt, hätten die beiden Überführten mit Sicherheit nicht für möglich gehalten.

 

Haftbefehl erlassen

Die weiteren Ermittlungen übernahm das Fachkommissariat der Kripo Bayreuth. Der 48-jährige Fahrradbesitzer, der zudem beim Schmuggel das Messer bei sich hatte, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bayreuth dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen den Hofer, der inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt einsitzt. Sein Komplize muss sich ebenfalls strafrechtlich vor Gericht verantworten. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bayreuth und der Kriminaler dauern weiter an.

 




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