Kommunalpolitik: Vorwürfe vor Bürgermeisterwahl in Bayreuth

In Coburg, Kulmbach und Bamberg haben bereits die konstruierenden Sitzungen im Stadtrat stattgefunden. Am heutigen Freitag (08. Mai) fand die konturierende Stadtratssitzung in Hof statt. Damit stehen in einigen oberfränkischen Städten die  Stellvertreter bereits fest. In Bayreuth wird die Stellvertreter-Frage erst nächste Woche geklärt.

Schwerwiegende Vorwürfe

Im Vorfeld der konstituierenden Stadtratssitzung mit dem Amtseid des neuen Bayreuther Oberbürgermeisters Thomas Ebersberger erhebt die Stadtratsfraktion der Bayreuther Gemeinschaft Vorwürfe gegen das neue Stadtoberhaupt. So soll es vor der Oberbürgermeister-Stichwahl Ende März Absprachen zwischen Ebersberger und einigen Stadtratsfraktionen gegeben haben, so der Fraktionschef der BG, Stephan Müller. Demnach sollten unter anderem SPD und FDP ihre Wahlempfehlung für den CSU-Mann aussprechen. Im Gegenzug stelle die CSU zum einen keinen Kandidaten zur Wahl des 2. und 3. Bürgermeisters auf. Zum anderen unterstütze man die Vorschläge der anderen Parteien. Für Müller sei dieses Vorgehen ein Ding der Unmöglichkeit. Immerhin gehe es in beiden ehrenamtlichen Posten um eine Entschädigung von monatlich gut 2.000 Euro.

Ebersberger dementiert Vorwürfe

Thomas Ebersberger, der die Wahl gegen Amtsinhaberin Brigitte Merk-Erbe von der BG gewonnen hat, dementiert die Vorwürfe. Es habe keine Zusagen oder Absprachen mit anderen Parteien gegeben. Zur Wahl der beiden Stellvertreter von Thomas Ebersberger stellen sich am kommenden Mittwoch drei Kandidaten. Für Bündnis 90/Die Grünen geht Sabine Steiniger ins Rennen. Die SPD schlägt Andreas Zippel vor und die Fraktion Junges Bayreuth setzt auf Stefan Schuh.

Amtseid in Hof

In Hof wurde die Sozialdemokratin Eva Döhla bei der konstituierenden Stadtratssitzung am Nachmittag ebenfalls ihren Amtseid geleistet hat. Damit ist sie nun offiziell neue Rathauschefin und eine von nur drei gewählten Oberbürgermeisterinnen in ganz Bayern. Zu ihren Stellvertretern sind Angela Bier von der CSU und Sebastian Auer von Bündnis 90/Die Grünen gewählt worden.



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