Kriminalstatistik Bayern 2014: Weniger Gewalt, Mehr Drogen und Einbrüche

Innenminister Joachim Herrmann hat heute in München die bayerische Kriminalstatistik für das Jahr 2014 vorgestellt. Demnach ist Bayern weiterhin das sicherste Bundesland: Das Straftatenrisiko ist zwar ganz leicht gestiegen, mit 5.164 Straftaten pro 100.000 Einwohner ist es aber weiterhin bundesweit das geringste. Auch die Aufklärungsquote dürfte mit 64,4 Prozent wieder eine der höchsten in Deutschland sein.

Allgemein ist die Zahl der Straftaten im Freistaat allerdings merklich angestiegen. Um 2,5 Prozent auf nun gut 650.000. Die Verantwortlichen führen das vor allem darauf zurück, dass sich die Zahl der Verstöße gegen das Aufenthalts- und das Asylverfahrensgesetz fast verdoppelt hat. Lässt man diese Delikte außen vor, wäre die Zahl der Straftaten um 0,6 Prozent gesunken, so Joachim Herrmann.

Deutlich gesunken ist in Bayern 2014 die Zahl der Gewaltdelikte: Um 4 Prozent auf 19.229. Sogar 12,5 Prozent weniger waren es bei der Internetkriminalität, wobei die Zahl der Sexualstraftaten im Netz allerdings um fast 15 Prozent nach oben gegangen ist. Auf der anderen Seite ist dagegen einmal mehr die Zahl der Rauschgiftdelikte kräftig angestiegen, nämlich um 8,4 Prozent auf knapp 39.000.

Der traurige Höhepunkt ist aber bei den Wohnungseinbrüchen zu verzeichnen: Hier ist die Zahl um ganze 28,6 Prozent Prozent auf über 8.200 gestiegen. Das sind allerdings die Zahlen für ganz Bayern, wie es in Oberfranken aussieht, wird die Polizei am Freitag der Öffentlichkeit präsentieren.

 

>>>DIE ZAHLEN DES INNENMINISTERIUMS IM EINZELNEN<<<

 



 



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