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Kulmbach: Enkeltrickbetrüger fordert 20.000 Euro von Seniorin

In den vergangenen Tagen versuchten erneut Enkeltrickbetrüger mit Telefonanrufen bei Senioren in ganz Oberfranken ihr Glück. Auch bei einer 81-jährigen in Kulmbach riefen die Trickbetrüger am Donnerstag (04. Juli) an. Sie forderten 20.000 Euro. Die Senioren durchschaute die Masche zum Glück und übergab kein Geld.

Anrufer gibt sich als Familienmitglied aus und will Geld

Am Donnerstagvormittag erhielt die Rentnerin einen Telefonanruf von einem Mann, der sich als ihr Enkel ausgab. Die Person am Telefon versuchte zunächst das Vertrauen der Angerufenen zu gewinnen und täuschte anschließend eine Notlage vor. Dabei forderte das vermeintliche Familienmitglied 20.000 Euro Bargeld. Die aufmerksame Seniorin durchschaute allerdings rasch das Vorhaben und verständigte nach dem Anruf umgehend die Polizei.

Betrüger probieren es immer wieder mit der gleichen Masche

Die Polizei bittet nach wie vor um entsprechende Vorsicht, denn das Vorgehen der Ganoven ist immer das gleiche. Durch eine geschickte Gesprächsführung am Telefon täuschen die Unbekannten ihre vorwiegend älteren Opfer. Diese sind der Meinung mit einem Verwandten, meist Enkel oder Neffen, zu telefonieren. Unter glaubhafter Schilderung, dass sie sich in einer ausweglosen finanziellen Notlage befänden, werden die ahnungslosen Opfer um die Auszahlung eines angeblich dringend benötigten, hohen Bargeldbetrages gebeten.

Ganoven geben sich auch häufig als Polizisten aus

Immer wieder geben sich die Gauner auch als Polizeibeamte aus. Unter dem Vorwand Ersparnisse überprüfen zu müssen oder mögliche Sicherheitslücken aufzudecken, versuchen die falschen Kriminalbeamten große Beute zu machen.

Die Polizei warnt vor dreisten Betrügern

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte, Bekannte oder angebliche Polizeibeamte ausgeben und Geldforderungen stellen.
  • Geben Sie keine Auskunft über Ihre familiären oder finanziellen Verhältnisse.
  • Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen.
  • Stellen Sie dem Anrufer gezielt Fragen nach seinem familiären Umfeld, z.B. nach dem Namen der Mutter oder dem Wohnort und bestehen Sie auf die Beantwortung.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit anderen Familienangehörigen Rücksprache.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen – auch nicht, wenn sie angeblich im Auftrag von Verwandten/Bekannten handeln.
  • Lassen Sie sich von Amtspersonen immer den Dienstausweis zeigen und prüfen Sie diesen sorgfältig.
  • Rufen Sie im Zweifelsfall selbst bei der Polizeidienststelle an und lassen Sie sich von dort den Einsatz bestätigen.
  • Echt Polizeibeamte werden Sie niemals zu einer Geldübergabe auffordern.
  • Informieren Sie sofort die Polizei unter dem Notruf 110, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.

Weitere Tipps und Informationen zum Thema finden Sie auch im Internet unter www.polizei-beratung.de.



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