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Kulmbach: Polizei bilanziert das Partygeschehen in der Oberen Stadt

Wie schon in den vergangenen Wochen zog es auch am Samstag (26. Juni) wieder zahlreiche Kulmbacher und Gäste von außerhalb in die Obere Stadt, um zu feiern. Nachdem seit dem letzten Wochenende durch die beteiligten Stellen ein entsprechendes Konzept erarbeitet worden war (Wir berichteten!), rückte auch die Kulmbacher Polizei mit verstärkter Präsenz an. So blieb es nur bei kleineren Störungen. Eine Bilanz...

Polizei zeigt massiv Präsenz

Die Kulmbacher Polizei überwachte mit einem großen Personalaufgebot und unterstützt von Kräften der Operativen Ergänzungsdienste Bayreuth das Feiergeschehen ab den Abendstunden in der Oberen Stadt in Kulmbach.

Weniger Menschen unterwegs als zuletzt

Unter anderem wollte man das unkontrollierte und massenhafte Horten von mitgebrachten Alkohol bereits im Keim ersticken. Der Ansatz zeigte laut Polizeiangaben Wirkung, nicht zuletzt durch einen geringeren Scherbenhaufen nach Feierende. Zudem stellte die Polizei fest, dass deutlich weniger Menschen unterwegs waren, als am Wochenende zuvor.

Taschendiebstahl die einzige Straftat in der Nacht

Somit wurden auch weniger Straftaten an diesem Wochenende verzeichnet. Lediglich ein 22-jähriger Kulmbacher wurde Opfer eines Taschendiebstahls. Diese wurde ihm zwischen 21:00 Uhr und 21:50 Uhr in einer Gaststätte entwendet. Den darin enthaltenen Reisepass fanden Passanten später in der Oberen Stadt, die Tasche wurde in einer Seitengasse gefunden. Das Geld war allerdings weg.

Streitlustige erhalten einen Platzverweis

Das Einschreiten der Ordnungshüter beschränkte sich somit auf kleinere Reibereien oder Streitigkeiten. So gerieten gegen 23:15 Uhr zwei junge Männer lautstark aneinander. Hier schritten die Beamten gleich ein. Damit blieb es beim Wortgefecht. Nachdem sich beide Gemüter zunächst beruhigt hatten, trafen beide Männer eine halbe Stunde später vor den Augen der Polizei erneut aufeinander. Dieses Mal gab es für beide Streithähne einen Platzverweis.

Polizei muss Rosenkavalier stoppen

Gegen 01:15 Uhr suchte noch eine 19-jährige Kulmbacherin die Hilfe der Polizei, die sie dabei unterstützen musste, einen hartnäckigen Verehrer „los zu werden“. Der junge Mann hatte der 19-jährigen über Stunden Avancen gemacht, die er letztlich mit einem Strauß Rosen krönte. Da er den erhaltenen „Korb“ aber nicht akzeptieren wollte, mussten die Ordnungskräfte deutliche Worte finden. Letztlich begrub er seine Hoffnungen.

Wildpinkler zeigen sich einsichtig

Ansonsten war der Abend für die Polizei gekennzeichnet von Gesprächen und regem Austausch mit den Anwesenden, die sich größtenteils friedlich und auch verständnisvoll für die Maßnahmen zeigten. Selbst die ertappten „Wildpinkler“ zeigten sich einsichtig. Ein Bußgeld wird wahrscheinlich dennoch auf die Männer zukommen.

14-Jähriger erhält "Begleitschutz"

Weniger verständnisvoll zeigten sich zwei 14- und 15-jährige Jugendliche, die teils nach Mitternacht noch auf der Straße unterwegs waren. Als der Jüngere auch der dritten Aufforderung, den Nachhauseweg anzutreten, nicht nachkam, erhielt er einen „Begleitschutz“ durch die Ordnungshüter, die ihn in die Obhut seiner Mutter übergaben. Deren Freude über das Wiedersehen ihres Sohnes in polizeilicher Begleitung fiel eher durchwachsen aus, so die Polizei in ihrem Bericht abschließend.

Weitere Infos: Aktuell-Bericht vom 24. Juni
Kulmbach: Nach Partys in der Oberen Stadt - Runder Tisch appelliert an Vernunft


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