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Landgericht Coburg: Plädoyers im Beiersdorf-Mordfall

Nach dem Ende der Beweisaufnahme im Prozess um den Auftragsmord am ehemaligen Orchestermusiker und Bordellbetreiber Wolfgang R. aus Beiersdorf im Landkreis Coburg vor gut zwei Wochen, standen am heutigen Donnerstag (12. Februar) am Landgericht Coburg die Plädoyers an. Vorausgegangen waren im Laufe des Prozesses über 100 Aussagen von Zeugen und Sachverständigen.

Staatsanwalt mit zweistündigem Plödoyer

Der Staatsanwalt hielt am Vormittag ein rund zweistündiges Plödoyer. Für Maria S. und Ihren Ehemann Helmut Erhard S. fordert er je neun Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Gegen die beiden Männer aus der Rockerszene, Peter G. und Paul K. fordert die Staatsanwaltschaft lebenslange Freiheitsstrafen, unter anderem wegen Raubmords. Plädoyers der Nebenklage und der Verteidigung stehen aus.

Nebenklage fordert ebenfalls hohe Strafen

Die Nebenklage, um die Tochter von Wolfgang R. fordert für alle vier angeklagten Personen eine lebenslange Haft. Dagegen fordert der Verteidiger von Helmut Erhard S. einen Freispruch für seinen Mandanten, da aus seiner Sicht die Beweisaufnahme gezeigt hat, das Maria S. allein den Mord in Auftrag gegeben hat. Die Verteidiger der anderen drei Angeklagten äußern sich am Donnerstagnachmittag. Mehr zum heutigen Prozesstag ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“ von Andreas Heuberger.

 



 



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