Oberfranken: Zu schnell bei Nässe – es krachte auf den Autobahnen

In der Nacht zum Mittwoch (15./16. August) wüteten heftige Gewitter in Oberfranken, die neben Blitz und Donner auch Starkregen mit sich brachten. Trotz nasser Fahrbahnen drosselten doch einige Verkehrsteilnehmer ihr Tempo nicht und verursachten schadensträchtige Unfälle.

Schwerer Unfall bei Münchberg

Viel zu schnell war auch nach Meinung von unbeteiligten Zeugen der Fahrer eines Mercedes-Sprinter unterwegs, als er die A9 bei Starkregen in Richtung Norden befuhr. Kurz nach der Anschlussstelle Münchberg-Nord (Landkreis Hof) kam der 40-Jährige aus Berlin deshalb ins Schleudern und prallte mehrfach gegen die Mittelschutzplanke. Danach kippte das Fahrzeug auf die Beifahrerseite, rutschte nach rechts und kam nach einem Anprall gegen die rechte Schutzplanke auf der Fahrbahn zum Liegen. Dabei erlitt der Fahrer leichte Verletzungen, der Beifahrer blieb unverletzt. Bis zur Bergung und Reinigung der Fahrbahn mussten die beiden rechten Fahrstreifen gesperrt werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 24.000 Euro

Aquapalning bei Feilitzsch

Ebenfalls nicht angepasste Geschwindigkeit bei Regen war die Ursache eines Aquaplaning-Unfalls auf der A72. Hier verlor ein BMW-Fahrer aus dem Altmühltal die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte bei Feilitzsch (Landkreis Hof) ins rechte Bankett. Durch herumfliegendes Erdreich und Steine wurde noch ein weiteres Fahrzeug in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt entstand hier ein Schaden in Höhe von rund 6000 Euro.

Zu schnell und mit abgefahrenen Reifen

Vermutlich auch abgefahrene Reifen waren der Auslöser eines Verkehrsunfalls Dienstagnacht auf der A70 bei Oberhaid (Landkreis Bamberg)  in Richtung Würzburg. Nach einem Überholvorgang scherte ein 23-jähriger Mercedes-Fahrer wieder auf den rechten Fahrstreifen ein. Aufgrund seiner nicht angepassten Geschwindigkeit auf der regennassen Fahrbahn geriet er ins Schleudern und prallte gegen die Außenschutzplanke. Der Pkw wurde dabei so stark beschädigt, dass er abgeschleppt werden musste. Glücklicherweise wurde niemand verletzt; es entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von zirka 9.000 Euro. Bei der Verkehrsunfallaufnahme wurde außerdem festgestellt, dass beide Hinterreifen unter der vorgeschriebenen Profiltiefe von 1,6 Millimeter lagen.



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