© Deutsche Bahn AG / Uwe Miethe

Lebensgefährlicher Trip bei 120 km/h: Teenager fahren auf den Puffern eines Regionalexpresses mit

Lebensmüde agierten am Freitagabend (26. Februar) zwei Teenager am Hauptbahnhof von Bamberg. Die beiden 18- und 19-Jährigen fuhren auf den Puffern eines Regionalexpresses mit. Nach einer Notbremsung durch den Lokführer flüchteten beide jungen Männer. Die Polizei konnte sie noch in der Nacht festnehmen.

Notbremsung zwischen Hallstadt und Breitengüßbach

Kurz vor 20:00 Uhr stiegen die beiden Teenager am Bamberger Hauptbahnhof auf den Puffer eines Regionalexpresses um darauf mitzufahren. Dies beobachtete ein Reisender und alarmierte umgehend einen Bahn-Mitarbeiter. Umgehend wurde der Fahrdienstleister des Zuges über den Vorfall informiert, der mittlerweile eine Geschwindigkeit von 120 km/h erreicht hatte. Sofort wurde eine Notbremsung des Zuges eingeleitet. Der Regionalexpress kam zwischen Hallstadt und Breitengüßbach (Landkreis Bamberg) zum Stehen. Die Reisenden im Zug wurden hierbei nicht verletzt. Nachdem der Regionalexpress zum Stillstand kam, flüchteten beide Männer.

Teenager werden in Coburg festgenommen

Die Fahndung der Polizei nach den Tätern hatte am frühen Samstagmorgen (27. Februar) Erfolg. Gegen 03:00 Uhr konnten die Teenager durch eine Streife der Coburger Landespolizei im Stadtgebiet von Coburg festgenommen werden, nachdem sie dort nach dem Erblicken der Streife zunächst flüchteten.

Jungen Männer filmten die Fahrt auf dem Zugpuffer

Die lebensgefährliche Fahrt auf dem Zug sowie weitere Straftaten konnten den beiden Männern zweifelsfrei nachgewiesen werden, da die 18- und 19-Jährigen Filmaufnahmen davon anfertigten. Entsprechende Beweismittel wurden sichergestellt, so die Würzburger Bundespolizei gegenüber TVO. Die Bundespolizei hat jetzt unter anderem Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Sachbeschädigung eingeleitet. Auch die Coburger Landespolizei führt Ermittlungen. Es droht den beiden Teenagern laut Bundespolizei „eine empfindliche Strafe“.



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