Bayreuth / Forchheim: Rinderherpes in Oberfranken

Seit 2007 war Oberfranken frei vom Rinderherpes-Erreger BHV1 – jetzt wurde die Krankheit wieder eingeschleppt. Durch infizierte Tiere aus einem österreichischen Viehhandelsunternehmen erreichte der Virus die Region. Insgesamt drei Höfe in den Landkreisen Bayreuth und Forchheim sind aktuell betroffen.

Dr. Andreas Koller, Abteilungsleiter des Staatlichen Veterinäramtes in Kulmbach, erklärte, dass der Erreger sich nur unter Kühen ausbreite. Eine Übertragung auf andere Tiere komme nicht vor. Auch der Mensch könne sich nicht anstecken – weder durch Kontakt mit erkrankten Kühen noch durch den Verzehr von Milch oder Fleisch infizierter Tiere.

Nicht immer ein Ausbruch

Laut Koller breche der Virus nicht immer aus – es komme auch vor, dass Kühe ihr Leben lang Antikörper in sich trügen, ohne jemals Krankheitssymptome zu zeigen. Wenn solche Tiere jedoch krankheitsspezifische Merkmale zeigten, müssten sie zur Sicherheit geschlachtet werden, um eine Übertragung auf andere Kühe zu vermeiden.

Kontaktbetriebe in Oberfranken

Im aktuellen Fall werden die betroffenen Betriebe als sogenannte Kontaktbetriebe bezeichnet. Das heißt, dass sich hier entweder Tiere aus Österreich befinden oder Kühe, die bereits Kontakt mit den erkrankten österreichischen Tieren hatten.

 



 



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