© Dieter Chlouba / Deutsche Bahn / Symbolbild

Lokführer mit Notbremsung: Fußgänger überquert geschlossenen Bahnübergang in Coburg

In Coburg kam es am späten Montagnachmittag (20. August) erneut zu einem schwerwiegenden Vorfall an einem Bahnübergang. (Wir berichteten vorab!) Ein 22-jähriger Fußgänger überquerte bei geschlossenen Bahnschranken die Gleise. Ein herannahender Zugführer musste daraufhin eine Notbremsung einleiten. Es war der dritte Vorfall binnen zwei Wochen. Am 07. August wurde im Stadtteil Creidlitz ein Fußgänger (18) von einem ICE erfasst und getötet. Am vorletzten Samstag (11. August) sorgte eine 62-Jährige für einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr.

Gleise trotz geschlossener Schranken überquert

Der zunächst unbekannte Fußgänger überquerte kurz nach 18:00 Uhr am gestrigen Tag trotz geschlossener Bahnschranken – vom Fabrikweg kommend – den mehrgleisigen Bahnübergang in Richtung der Creidlitzer Straße von Coburg. Der Zugführer eines herannahenden Regionalexpresses musste aufgrund des Mannes eine Notbremsung einleiten.

Bundespolizei ermittelt gegen Fußgänger

Der Lokführer sah den Fußgänger im Anschluss in einen Pkw einsteigen und notierte sich das Kennzeichen. Die Polizei konnte daraufhin einen 22-jährigen Coburger ermitteln. Die Bundespolizei ermittelt nun gegen den Coburger unter anderem wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Reisende im Zug werden nicht verletzt

In dem mit rund 100 Fahrgästen besetzten Zug wurde durch die Notbremsung glücklicherweise niemand verletzt. Die Bahnstrecke zwischen Lichtenfels und Coburg war am gestrigen späten Nachmittag aufgrund des Vorfalls kurzzeitig für den Bahnverkehr gesperrt.



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