© Bayerische Schlösserverwaltung / Christa Brand

Memmelsdorf: Sanierungsarbeiten am Schloss Seehof beginnen

Das Schloss Seehof bei Memmelsdorf (BA) wird umfangreich saniert. Hierfür investiert der Freistaat insgesamt rund 12,5 Millionen Euro. Der erste von insgesamt drei Bauabschnitten mit umfangreichen Restaurierungs- und Instandsetzungsarbeiten startet nun. Dies teilte der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) mit.

Schloss weiterhin für die Besucher zugänglich

Im Rahmen der Sanierung, die bis 2023 andauern soll, werden die Fassaden, das Dach und die Parkmauern des Schlosses saniert sowie die Parkfiguren und Parktreppen restauriert. Die westlichen Türme und die Fassaden der ehemaligen Sommerresidenz der Bamberger Fürstbischöfe sind bereits eingerüstet und ein Wetterschutzdach ist installiert. Das Gerüst wandert während der drei Bauabschnitte um das Schloss. Das Schloss ist während der Baumaßnahme weiter durchgängig für Besucher zugänglich.

240 Holzfenster und 96 Fensterläden werden saniert

Im Zuge der Arbeiten werden alle Schiefereindeckungen am Gebäude komplett erneuert. Das gesamte Hauptdach, sowie die Ecktürme und Dachgauben werden dabei in der bauzeitlichen „Altdeutschen Deckungsart“ neu eingedeckt. Nachdem die Schieferdeckung im Fassadenbereich entfernt ist wird mit der Reinigung der Putz- und Natursteinflächen begonnen. Schadhafte Stellen werden durch Ergänzungen mit Kalkputz ersetzt, die noch bauzeitlichen Putzreste werden gefestigt und hinterfüllt um den Bestand zu erhalten. Außerdem erfolgt eine Erneuerung des Fassadenanstrichs mit Kalkkaseinfarbe in historischer Technik. Im Anschluss an die Fassadensanierung werden die insgesamt rund 240 Holzfenster und 96 Fensterläden restauriert und der Anstrich erneuert. Auch die Figurengruppen, die Parkmauern, das Seegitter sowie die Kaskade des Schlossparkes werden restauriert.

Schloss beherbergt besonders geschützte Tierarten

Neben den speziellen handwerklichen Anforderungen der Sanierung birgt das Schloss Seehof laut dem Ministerium noch eine weitere Herausforderung. Das Gebäude beherbergt nämlich einige besonders geschützte Tierarten, wie Mauersegler, Dohlen, Turmfalken und Fledermäuse. Füracker kündigte an, dass die Gerüstbauarbeiten zeitlich an das Brutverhalten der Vögel angepasst wird.



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