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Messerattacke am Frühstückstisch: Forchheimer Rentner schuldig gesprochen

Es war ein normaler Montagmorgen am 15. Juni 2015 in Forchheim – bis ein Senior seine Ehefrau mit einem Küchenmesser attackierte und die 69-Jährige schwer verletzte. Wir berichteten! Seit Freitag (12. Februar) stand der Mann vor dem Landgericht in Bamberg. In dem Prozess fiel jetzt das Urteil.

Urteil lautet Haft

Der Forchheimer war wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Das Gericht folgte der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft und einem Gutachten, welches besagte, dass der Senior nur eingeschränkt schuldfähig sei. Das Urteil gegen ihn lautet 4 Jahre und 6 Monate. Zudem wurde die Unterbringung in der Psychiatrie angeordnet. Diese muss vor dem Antritt der Haft absolviert werden. Laut Gutachter geht von dem Senior weiterhin eine Gefahr für die Allgemeinheit aus.

Streit am Morgen eskalierte

Das Paar befand sich an dem besagten Montag in der gemeinsamen Wohnung. Während die 69-Jährige am Frühstückstisch saß, holte der 72-Jährige plötzlich ein größeres Küchenmesser und verletzte damit unvermittelt seine Frau im Bereich des Halses. Die 69-Jährige, die sich vehement wehrte, konnte dem Angreifer das Messer entreißen und sich in Sicherheit bringen.

Senior festgenommen

Der Notarzt transportierte die Verletzte in ein Krankenhaus. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen kurz nach der Tat in seiner Wohnung fest. Nach der Festnahme schilderte er, dass er nach der Attacke auf seine Frau sich selbst umbringen wollte.

Ehemann war laut Gutachten ein „Haustyrann“

Im Prozess kam heraus, dass der Ehemann jahrelang seine Frau terrorisierte. Der einberufene Gutachter bezeichnete den Rentner unter anderem als Haustyrannen. Der damals 72-Jährige soll im Juni 2015 zum Küchenmesser gegriffen haben, weil er Angst davor hatte, in ein Pflegeheim abgeschoben zu werden.

 

Unser Beitrag vom 12. Februar 2016:



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