Misshandlung in Hof: Kinder kommen mit lebensgefährlicher Unterkühlung ins Krankenhaus

Mit lebensgefährlicher Unterkühlung kamen ein einjähriges Mädchen und ein knapp zweijähriger Junge am vergangenen Sonntagabend in Hof in eine Klinik, so die Polizei am Dienstag (04. Mai). Die Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Hof ermitteln gegen die Mutter (26) und den Vater (30) derzeit wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen.

Einsatzkräfte finden Einjährige und ihren Bruder unterkühlt und durchnässt in Zimmer

Über zwei erkrankte Kinder in einer Gemeinschaftsunterkunft wurden die Einsatzkräfte gegen 23:45 Uhr von der Integrierten Leitstelle Hochfranken informiert. Völlig durchnässt und offenbar stark unterkühlt fanden die Beamten in einem Zimmer der Unterkunft ein einjähriges Mädchen und einen knapp zwei Jahre alten Jungen. Beide sind Geschwister. Nach einer Begutachtung durch einen Notarzt kamen die Kinder in ein Krankenhaus. Die Eltern verhielten sich beide psychisch auffällig und waren unzugänglich.

Eltern müssen mit Polizei aus dem Bürgerzentrum in Hof rausgebracht werden

Am vergangenen Montagmorgen veranlasste das Stadtjugendamt die Inobhutnahme der Kinder, die noch längere Zeit im Krankenhaus bleiben müssen. In den Vormittagsstunden kamen die Eltern zum Bürgerzentrum in Hof, verhielten sich nach wie vor psychisch auffällig, reagierten nicht auf Ansprache und trugen keine FFP-Masken, so die Polizei. Die Eltern mussten von der Polizei gegen ihren Willen aus dem Gebäude gebracht und mit Handschellen zur Dienststelle gefahren werden.

Psychisch, auffällige Eltern kommen in ein Bezirkskrankenhaus

Der Einsatz eines Dolmetschers konnte ebenfalls keine Verhaltensänderung bewirken. Bei den folgenden Maßnahmen der Kriminalbeamten, die die Ermittlungen übernahmen, leisteten die Tatverdächtigen erneut zweimal Widerstand. Die Polizei musste das unzugängliche Ehepaar, das sich auch am Dienstag weiterhin psychisch auffällig verhielt, ins Bezirkskrankenhaus bringen. Bei der Gewahrsamnahme kam es nochmals zum Widerstand der Beiden gegen die Einsatzkräfte.



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