Mysteriöser Gebissfund in Coburg: Vergaß ein Einbrecher seine „Dritten“?

Zu einem eher zahnärztlichen Einsatz wurde am Donnerstag (19. Oktober) die Coburger Polizei in ein Einfamilienhaus im Stadtgebiet gerufen. Kurz nach dem Aufstehen fand bereits am Mittwochmorgen (18. Oktober) eine 83-jährige Coburgerin ein fein säuberlich in ein weißes Zewa-Tuch eingewickeltes fremdes Gebiss in ihrer Küche.

Rentnerin: Nicht mein Gebiss!

Die Rentnerin war sich gegenüber den Beamten sicher, dass das Gebiss ihr definitiv nicht gehörte. Da ein Einbruch in der Nacht zum Mittwoch nicht auszuschließen war, trat die Coburger Polizei auf den Plan. Die Polizisten ermitteln aktuell wegen eines möglichen Einbruchversuchs.

Warum war der Eindringling in der Wohnung?

Am Gebäude selbst wurden keine Einbruchsspuren festgestellt. Geld oder andere Wertgegenstände wurden auch nicht gestohlen. Nachdem die Haustür, die jeden Abend von der 83-Jährigen versperrt wird, am Mittwoch allerdings unverschlossen in das Schloss gezogen war, stand für die Bewohnerin und die Polizei fest, dass jemand in der Nacht in das Einfamilienhaus eingedrungen sein musste.

Polizei stellte das Gebiss sicher

Laut dem derzeitigen Ermittlungsstand hatte der Unbekannte, samt Gebiss, wohl über ein offenstehendes Fenster im Windfang die Haustür entriegelt und stieg darüber in das Haus ein. In der Küche legte er schließlich das Gebiss ab. Nach einer umfangreichen Spurensicherung wurde das Gebiss als Beweismittel und Spurenträger sichergestellt. Anhand der Spuren an den „Dritten“ erhofft sich die Polizei nun weitere Hinweise zu dem jetzt vermutlich gebisslosen Eindringling.