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Nach Einbruch in Oberkotzau: Polizei schnappt Serien-Geldautomaten-Knacker

Nach dem Aufbruch zweier Geldautomaten in einer Bankfiliale in Oberkotzau (Landkreis Hof) sind nun drei dringend tatverdächtige Männer festgenommen worden. Sie sollen für insgesamt fünf Einbrüche in Geldinstitute auch außerhalb Oberfrankens verantwortlich sein und dabei über 380.000 Euro erbeutet haben. Der dabei entstandene Sachschaden ist mit über über 135.000 Euro ebenfalls beträchtlich.

Einbruch in Nagel (Landkreis Wunsiedel)

Am 03. Februar kam es zu einem Einbruch in eine Bank in Nagel. In der Nacht zum damaligen Sonntag drangen Einbrecher in eine Bank in der Kemnather Straße ein und gelangten bis in den Schalterraum. Aus noch zu ermittelnden Gründen brachen sie jedoch ihr Vorhaben ab und flüchteten aus der Bank. Ein Beuteschaden wurde nicht verzeichnet. Der entstandene Sachschaden betrug in diesem Fall ca. 3.000 Euro.

Einbruch in Gattendorf (Landkreis Hof)

Im Rahmen der Ermittlungen wurde bekannt, dass am 09. Februar eine Bank in Gattendorf offensichtlich von Dieben angegangen wurde. Dabei wurde ein Fenster gewaltsam aufgebrochen und die Bank in der Kirchstraße betreten. Auch hier ließen die Täter von ihrem Vorgehen ab und flüchteten ohne Beute. Sie hinterließen einen Sachschaden in Höhe von ca. 3.000 Euro.

Einbruch in Oberkotzau (Landkreis Hof)

Der letzte Einbruch, an den sich die Festnahme von zwei Verdächtigen anschloss, fand am 10. Februar gegen 01:15 Uhr statt. Eine Bank in der Marktgemeinde Oberkotzau war diesmal das Ziel. Die Täter hebelten gewaltsam eine Türe auf und drangen in das Bankgebäude ein. Wieder wurde mit brachialer Gewalt ein Geldautomat geöffnet. Diesmal erbeuteten die Kriminellen einen sechsstelligen Bargeldbetrag und verursachten einen  Sachschaden in Höhe von 70.000 Euro.

Einbrüche außerhalb Oberfrankens

Der erste Fall wurde am 27. Dezember letzten Jahres bekannt. Hier hier brachen Unbekannte in eine Bank in Immenreuth (Landkreis Tirschenreuth/Oberpfalz) ein. Einen Monat später, am 27. Januar, wurde in eine Bank in Trabitz (Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab/Oberpfalz) eingebrochen.

Festnahme in Döhlau (Landkreis Hof)

Kurz nach dem Einbruch in die Bank in Oberkotzau wurden die mutmaßlichen Täter von Spezialeinsatzkräften in Döhlau gestoppt und widerstandslos festgenommen. Im Fahrzeug fanden die Einsatzkräfte die Tatbeute aus dem vorangegangen Einbruch, verschiedenste Tatwerkzeuge und ein Pfefferspray und stellten die Gegenstände sicher. Unter den Tatwerkzeugen befand sich unter anderem ein großes Spreizgerät. In enger Zusammenarbeit mit der norddeutschen Polizei wurde noch am Sonntag ein dritter Tatverdächtiger in Niedersachsen festgenommen. Im Zuge dessen erfolgten in enger Abstimmung auch umfangreiche Durchsuchungs- und Sicherstellungsmaßnahmen, darunter von Fahrzeugen und Bargeld.

Die Tatverdächtigen kommen aus dem Kosovo

Bei den drei Festgenommenen handelt es sich um drei Kosovaren. Die beiden in Oberfranken festgenommenen Männer sind 39 bzw. 27 Jahre alt. Zwischen ihnen besteht ein verwandtschaftliches Verhältnis. Der dritte, in Niedersachsen festgenommene Mann, ist 25 Jahre alt und ebenfalls ein Verwandter. Die Arbeitsweise der Verdächtigen kann als akribisch, durchdacht und sehr vorsichtig beschrieben werden. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ist festzustellen, dass einzelne Tatverdächtige auch im Ausland bereits ähnliche Taten verübt haben. Dazu zählen Einbrüche in der Schweiz und in Finnland.

Mutmaßliche Einbrecher sitzen in Haft

Nach ihrer Festnahme wurden die Männer am 11. Februar auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Weiden dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ auf den staatsanwaltschaftlichen Antrag hin, Haftbefehle gegen alle drei Beschuldigten wegen des dringenden Tatverdachts des schweren Bandendiebstahls in fünf Fällen. Die Männer wurden getrennt voneinander in verschiedene Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Bei den im Zuge der Vermögensabschöpfung sichergestellten Gegenständen handelt es sich um drei Pkws, darunter ein hochpreisiger Sportwagen sowie ein Motorrad, ein Quad und ein fünfstelliger Bargeldbetrag.

Deutschlandweite Kooperation führte zum Erfolg

Der Schlüssel zu diesem herausragenden Ermittlungserfolg lag in der deutschlandweiten Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden. Dies wird insbesondere durch den Umstand deutlich, dass die intensive Lageauswertung und der Austausch von Informationen über ungeklärte Fälle über die Grenzen der Bundesländer hinweg, die Oberpfälzer Ermittlungen in die entscheidende Richtung lenkten.

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