Oberfränkische Silvester-Bilanz: Polizei verzeichnet 260 Einsätze

Eine Vielzahl unterschiedlicher Einsätze haben die oberfränkischen Polizeibeamten in der Nacht des Jahreswechsels auf Trapp gehalten. Obwohl die Oberfranken überwiegend friedlich in das neue Jahr feierten, hatten die Polizisten in der Silvesternacht alle Hände voll zu tun. Größere Zwischenfälle blieben aber aus.

Zahlreiche Randalierer, 34 Anzeigen wegen Körperverletzung, über 50 Streitigkeiten

 

In den Stunden zwischen Silvester (31.12.), 19 Uhr, und Neujahr (01.01.), 7 Uhr, wurde die Oberfränkische Polizei zu über 260 Einsätzen gerufen. Vor allem in den frühen Morgenstunden stiegen die Einsätze rapide an. Insgesamt schlichteten die Streifenbesatzungen im gesamten Regierungsbezirk Oberfranken über 50 Streitigkeiten, nahmen 34 Anzeigen wegen Körperverletzung auf und mussten zahlreiche betrunkene Randalierer bändigen.

Hof: Beziehungsstreit endet in Tötungsdelikt

Ein Beziehungsstreit am Neujahrsmorgen (01.01.), gegen 3.30 Uhr, in der Hofer Marienstraße endete in einem versuchten Tötungsdelikt. Dabei gerieten zwei Frauen im Alter von 18 und 28 Jahren sowie ein 18-Jähriger in einer Wohnung in Streit. Bei der tätlichen Auseinandersetzung, bei der auch ein Messer im Spiel war, erlitten alle drei Beteiligten zum Teil schwere Verletzungen, die sie im Krankenhaus behandeln lassen mussten. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Hof haben die weiteren Ermittlungen zum genauen Tatablauf übernommen.

Sachbeschädigungen von knapp 20.000 Euro und enormer Alkoholkonsum

Bei 26 gemeldeten Ruhestörungen konnten die oberfränkischen Beamten in der Regel rasch Abhilfe schaffen. Darüber hinaus wurden in der Silvesternacht rund 30 Sachbeschädigungen angezeigt, bei denen ein Gesamtschaden von knapp 20.000 Euro entstand. Weiterhin gingen am Notruf der Einsatzzentrale mehrere Hilferufe ein. Die Polizisten kümmerten sich um 17 Personen, die sich überwiegend aufgrund ihres enormen Alkoholkonsums in einer hilflosen Lage befanden und nun die Unterstützung von Polizei und Rettungsdienst benötigten.

Brände rasch gelöscht

Außerdem beschäftigten Polizei und Feuerwehr oberfrankenweit rund 40 vorwiegend kleinere Brände von Müllbehältern und Containern. In allen Fällen war die Feuerwehr schnell vor Ort und verhinderte Schlimmeres.

Rehau: 50.000€ Sachschaden nach Mülltonnenbrand – Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise

Der größte Sachschaden durch einen Brand in der Silvesternacht entstand gegen 1 Uhr in Rehau (Lkr. Hof). In der Hofer Straße geriet eine große Papiertonne in Brand. Die Flammen drohten auch auf das angrenzende Geschäftsgebäude überzugreifen. Zwei Männer, die den Brand bemerkten und die Flammen bis zum Eintreffen der Feuerwehr mit Feuerlöschern eindämmen konnten, erlitten jeweils eine leichte Rauchgasvergiftung. Das Feuer und die Hitzeentwicklung zogen allerdings die Fassade und das Dach des Geschäftsgebäudes stark in Mitleidenschaft, wodurch ein Sachschaden von geschätzten 50.000 Euro entstand. Der Kriminaldauerdienst aus Hof hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise unter der Tel.-Nr. 09281/704-0.

Neustadt bei Coburg: 2.000€ Sachschaden nach Brand in Mehrfamilienhaus

Glimpflich mit einem Sachschaden von rund 2.000 Euro endete hingegen am Neujahrsmorgen, gegen 5.15 Uhr, ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in Neustadt bei Coburg. Bewohner des Hauses in der Jean-Paul-Allee bemerkten die starke Rauchentwicklung und verständigten die Feuerwehr. Wie sich bei den Ermittlungen durch den Coburger Kriminaldauerdienst herausstellte, war im Vorraum des Anwesens ein Stapel Altpapier in Brand geraten und hatte das Treppenhaus verraucht und den Eingangsbereich des Hauses beschädigt. Bei dem Feuer wurde niemand verletzt. Zeugen, die Hinweise zur Ursache des Brandes geben können, werden gebeten sich bei der Kripo Coburg unter der Tel.-Nr. 09561/645-0 zu melden.

Verkehrsunfälle endeten „nur“ mit Blechschäden

Zwölf Verkehrsunfälle in der Silvesternacht endeten mit Blechschäden und glücklicherweise ohne Verletzte. Der bei den Verkehrsunfällen entstandene Sachschaden beträgt über 19.000 Euro. Alkohol spielte bei einem Verkehrsunfall in Bamberg eine Rolle, als ein 23-jähriger Autofahrer mit seinem Wagen ein anderes Fahrzeug streifte und anschließend die Flucht ergriff. Der leicht alkoholisierte 23-Jährige konnte von den Bamberger Beamten im Nachhinein ermittelt und aufgegriffen werden.