© Tobias Seifert

Oberfranken: Institut fordert mehr Wohnungen für Flüchtlinge

In den Landkreisen Hof, Kronach und Kulmbach sowie in der Stadt Hof werden deutlich mehr Wohnungen für Flüchtlinge benötigt als bisher angenommen. Dies geht aus einer aktuellen Wohnungsmarkt-Analyse des Pestel-Instituts hervor. Der gestiegene Wohnbedarf wird laut dem Ergebnis mit der geschätzten Anzahl von rund einer Million Flüchtlingen in Deutschland im Jahr 2015 erklärt.

Institut warnt vor Wohnungskrise

Aufgrund der weiter ansteigenden Zahl der Flüchtlinge ist laut der Studie die Neusanierung von leerstehenden Gebäuden zu forcieren. Darüber hinaus sollte der Neubau von Wohnungen vorangetrieben werden. Sonst, so warnt das Institut, kann es für die Kommunen zu einer Wohnungskrise kommen, wenn der starke Flüchtlingszuzug weiter bestehen bleibt.

Hunderte Wohnungen werden benötigt

Demnach werden im Landkreis Kulmbach dieses Jahr 350 Wohnungen benötigt. In den vergangenen Jahren wurden allerdings nur 110 fertig gestellt. Auch der Landkreis Kronach ist auf mindestens 330 Behausungen für Flüchtlinge angewiesen. Zuletzt wurden nur ungefähr 80 neue Wohnungen gebaut. Der Landkreis Hof hat demnach sogar einen Bedarf von mehr als 470 Wohnstätten, die Stadt Hof von 210. Zuletzt wurden hier jeweils nur 80 beziehungsweise 50 Wohnungen errichtet.

Wohnungen müssen bezahlbar werden

Realisierbar ist dies laut dem Pestel-Institut nur, wenn die vier Wände bezahlbar werden. Momentan fehlen laut der wissenschaftlichen Studie vor allem Sozialwohnungen. Die vom Bund zur Verfügung gestellten 500 Millionen Euro, die die Länder bis 2020 jährlich erhalten sollen, werden laut der Expertenschätzung nicht ausreichen.

 



 



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