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Oberfranken: Neuer Rekord bei Taschendiebstählen

Taschendiebe schlugen in Oberfranken 2014 so oft zu, wie nie zuvor. Die Polizei registrierte 261 Taschendiebstähle (2013: 230) und damit einen Anstieg von fast 14 Prozent. Die meisten Fälle blieben unaufgeklärt! „Insbesondere das Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln machen sich Diebe zunutze, um Reisende zu bestehlen“, sagte Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Schaden von fast 70.000 Euro

Im Jahr 2014 entstand dabei in Oberfranken ein Schaden von 69.486 Euro. Die meisten Fälle bleiben unaufgeklärt (Aufklärungsquote 2014: 13,4 Prozent). „Die Täter sind in der Regel schon längst verschwunden, bis Opfer bemerken, dass der Geldbeutel, das Smartphone oder andere Wertgegenstände gestohlen wurden“, ergänzt Klotter. Taschendiebe sind oft professionell agierende, international reisende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind. Betroffen sind dadurch nicht nur deutsche Großstädte, sondern auch andere europäische Metropolen.

Richtige Vorgehensweise vor der Reise

Jeder Reisende kann mit einiger Vorbereitung und Aufmerksamkeit verhindern, dass er Opfer von Diebstahl oder Betrug wird. „Noch vor Reisebeginn raten wir als Polizei dazu, alle wichtigen Unterlagen wie Ausweispapiere zu kopieren – so sind im Falle eines Falles alle notwendigen Daten schnell zur Hand“, rät Klotter.

Empfehlungen für einen sicheren Urlaub

– Tragen Sie auf der Fahrt in Ihren Urlaubsort Ihre Zahlungsmittel, Ausweise und Dokumente direkt am Körper.

–  Lassen Sie Ihre Wertgegenstände oder Ausweispapiere nie unbeaufsichtigt liegen – auch nicht im Fahrzeug, wenn Sie beispielsweise bei einem Stopp an der Tankstelle oder Raststätte nur kurz aussteigen.

–  Seien Sie misstrauisch, wenn Sie auf Parkplätzen auf vermeintliche Schäden an Ihrem Fahrzeug aufmerksam gemacht werden oder Sie jemand bittet, anderen auf Landkarten den Weg zu zeigen. Das können Tricks sein, um Sie und Ihre Begleitung aus dem Wagen zu locken, damit Diebe Wertsachen aus dem Wagen stehlen können.

–  Auch Busreisende sollten bei Tank-, Rast- oder Besichtigungsaufenthalten keinerlei Wertgegenstände im Bus zurücklassen. Es sei denn, der Fahrer oder andere vertrauenswürdige Personen bleiben im Bus, um auf die Sachen zu achten.

–  Bahnreisende sollten ihr Gepäck immer im Auge behalten. Das gilt besonders für Bahnhöfe, denn dort nutzen Diebe selbst die geringste Unaufmerksamkeit, z. B. beim Fahrkartenkauf oder bei Telefonaten, um blitzschnell zuzugreifen.

– Reduzieren Sie Ihr mitgeführtes Bargeld auf das notwendige Minimum und zeigen Sie anderen möglichst wenig davon.

– Nutzen Sie unterwegs keinen Geldautomaten, an dem etwas ungewöhnlich erscheint, z. B. angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und vor allem lockere Teile, oder Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz.

– Notieren Sie niemals Ihre PIN irgendwo im Portemonnaie, schon gar nicht auf der Zahlungskarte.

– Sollten Ihnen Zahlungskarten abhandengekommen sein, lassen Sie diese sofort für den weiteren Gebrauch sperren. Der bundesweite Sperr-Notruf ist unter der Tel.-Nr. (0049) 116 116 erreichbar.

 



 



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