Oberfranken: Polizei warnt vor Ransomware „Chimera“

Die oberfränkischen Spezialisten für Cyberkriminalität warnen aktuell vor einem gefährlichen Computervirus namens „Chimera“ [Sprich: Kimirra]. Dieser nimmt gesamte Computersysteme quasi als Geisel. Sprich, er blockiert sie so lange, bis Lösegeld bezahlt wird – meistens einige hundert Euro.

Bösartiger Link als Mail-Anhang

Im Visier der digitalen Erpresser sind vor allem kleine bis mittelständische Unternehmen und Behörden. Das gefährliche Schadprogramm wird in einem vermeintlichen Bewerbungsschreiben versteckt. Darin enthalten ist ein Link, meistens zu dem bekannten Speicherdienst „Dropbox“. Unter dem sollen angeblich weitere Unterlagen wie der Lebenslauf heruntergeladen werden können. Tatsächlich verbirgt sich unter diesem Link dann aber das Virus.

Polizei rät zur Update der Schutzsoftware

  • Mit einem einfachen Test kann man erkennen, dass die vermeintliche Bewerbung eigentlich eine „.exe-Installationsdatei“ ist: Fährt man mit der Maus über die URL (Internetadresse), (nicht klicken), wird kurz darauf der wirkliche Downloadlink in der Statusleiste des Browsers angezeigt.
  • Um den Schaden nach einer Installation der Chimera Ransomware und auch von anderer Schadsoftware so gering wie möglich zu halten, ist ein regelmäßiges Backup sehr wichtig. Durch die Datensicherungen können System und Daten zumindest bis zum Stand des letzten Backups wiederhergestellt werden. Vor einem Zurückspielen eines Backups ist unbedingt zu prüfen, ob sich nicht dort bereits Schadsoftware eingenistet hat.
  • Mit einer Firewall und einem Antivirenprogramm, das sich stets auf dem aktuellen Stand befindet, kann das Risiko sich einen Virus oder einen Trojaner einzufangen, erheblich minimiert werden.

 



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