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Oberfranken: Polizei warnt vor sogenannten Teerkolonnen

Wie das oberfränkische Polizeipräsidium am Montag (07. September) mitteilte, kam es in letzter Zeit in Oberfranken zu Straftaten durch sogenannte Teerkolonnen. Bei der Masche beginnen Teerarbeiter zunächst mit ihrer Tätigkeit, unterbrechen diese dann und fordern oftmals per Nachdruck weitere Zahlungen. Teilweise schließen die Kolonnen die Arbeiten mit einem minderwertigen Ergebnis auch ab. Die Mitarbeiter kommen überwiegend aus Großbritannien oder Osteuropa. Die Verträge werden in der Regel nur mündlich vereinbart.

Britische Teerkolonne in Marktleugast im Einsatz

Anfang September klingelte ein Mitarbeiter einer britischen Teerkolonne bei einem 40-Jährigen in Marktleugast (KU) und bot seine Dienste an. Beide vereinbarten, dass die Arbeiter einen Weg des Mannes teeren sollten. Dabei handelten beide Parteien einen Preis im unteren vierstelligen Eurobereich aus. Die Arbeiter begannen zwar mit den Teerarbeiten, unterbrachen diese dann aber und verlangten einen weiteren fünfstelligen Eurobetrag als Restzahlung. Der 40-Jährig fiel auf diese Masche aber nicht herein.

Polizei ermittelt gegen Chef der Teerkolonne

So zog die Kolonne auf der Suche nach neuen Kunden in Richtung Neuenmarkt (KU) weiter. Hier stellten Polizisten aus Stadtsteinach die Personalien der Mitarbeiter fest und ermitteln derzeit gegen den 29-jährigen Chef der Handwerker wegen Betruges.

Die Polizei warnt vor diesen Haustürgeschäften:

  • Kaufen oder unterschreiben Sie niemals etwas an der Haustür. Die angebotenen Handwerkerleistungen sind meist nur minderwertig oder werden nicht abgeschlossen
  • Lassen Sie unaufgefordert kommende „Handwerker“ oder „Verkäufer“ nicht in Ihre Wohnung
  • Seien Sie bei Angeboten an der Haustür stets skeptisch
  • Rufen Sie bei einer ortsansässigen Firma an. Schildern und vergleichen Sie das Angebot
  • Lassen Sie sich durch forsches Auftreten nicht unter Druck setzen
  • Beauftragen Sie diese Personen mit Schwarzarbeit, machen Sie sich unter Umständen selbst strafbar
  • Wenden Sie sich im Zweifel an ihre örtliche Polizeiinspektion oder rufen Sie im Notfall die 110
  • Melden Sie ähnliche Vorfälle oder verdächtige Wahrnehmungen


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