Oberfranken: Unfälle in der dunklen Jahreszeit vermeiden

Die dunkle und kalte Jahreszeit bringt jedes Jahr Gefahren im Straßenverkehr mit sich. Allein im Oktober und November 2014 ereigneten sich aufgrund von Laub, überfrierende Nässe und Schnee 80 Unfälle auf den Straßen in Oberfranken. 30 davon mit verletzten Personen. Ein Mensch verlor sogar sein Leben. Damit das nicht passiert, hat die Polizei ein paar Tipps…

Auffällige Farben tragen

Ein farblich unauffällig gekleideter Fußgänger oder Fahrradfahrer ist bei Dämmerung nur noch schlecht zu erkennen, bei Dunkelheit ist er bei einer Entfernung von 25 Metern für einen Fahrzeugführer kaum mehr wahrnehmbar. Jeder kann hier selbst einen Beitrag für seine Sicherheit leisten, indem er helle, Kleidung und/oder auffällige Farben trägt. Am besten sind zusätzlich reflektierende Materialien und Accessoires, die beispielsweise an Jacken und Taschen angebracht, schon aus einer großen Entfernung sichtbar sind.

Geschwindigkeit anpassen

Grundsätzlich sollten Sie ihre Geschwindigkeit immer an die Sicht- und Straßenverhältnisse anpassen. Bei nasser, rutschiger oder glatter Fahrbahn verlängert sich der Bremsweg teilweise erheblich. Dies sollte man sich auch bei dem Thema Sicherheitsabstand zum Vordermann bewusst machen. Am besten plant man etwas mehr Zeit für die vorgesehene Fahrtstrecke ein und kommt dann ohne Unfall am Ziel an.

Licht anschalten

Schalten Sie frühzeitig das Abblendlicht ein und verlassen Sie sich nicht allein auf eine vielleicht vorhandene „Automatikfunktion“. Das Tagfahrlicht reicht jetzt oft nicht mehr aus, zudem ist bei dieser Lichteinstellung das Fahrzeug hinten unbeleuchtet. Die Nebelschlussleuchte dürfen Sie ausschließlich bei Nebel mit Sichtweiten unter 50 Metern für die bessere Erkennbarkeit einschalten.

Richtiges Reifenprofil

An allen Reifen Ihres Fahrzeugs muss die Profiltiefe ausreichend sein. Der Gesetzgeber schreibt zwar eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor, allerding ist bewiesen, dass bereits ab einer Profiltiefe von 4 Millimetern die Haftung der Reifen auf nasser Fahrbahn deutlich abnimmt. Wer keinen Profiltiefenmesser zur Hand hat, kann mit dem Silberrand einer Zwei-Euro-Münze (entspricht drei Millimetern) Klarheit über die Profiltiefe bekommen. Auch den Wechsel auf die Winterreifen sollten Sie rechtzeitig einplanen. Clever ist, wer nicht bis zum ersten Schneefall oder Glatteis damit wartet.

Auto überprüfen

Der Kühler und die Scheibenwaschanlage sollten mit ausreichend Frostschutzmittel aufgefüllt werden. Auch gute Scheibenwischer sind in der dunklen Jahreszeit besonders wichtig. Für den Durchblick bei beschlagenen Scheiben sorgt zudem eine gut funktionierende Klimaanlage. Lassen Sie zudem die Leistungsfähigkeit Ihrer Fahrzeugbatterie prüfen, damit die Sie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nicht im Stich lässt. Damit das problemloses Öffnen der Türen gewährleistet ist, sollte man die Gummidichtungen rechtzeitig mit Frostschutzprodukten pflegen. Hat man im Auto noch griffbereit neben einem Eiskratzer, ggf. einem Scheibenenteisungsspray, einen Handbesen zum Abkehren des Schnees, einer Abdeckfolie für die Frontscheibe und einer Decke auch noch ein Starthilfekabel und ein Abschleppseil dabei, ist man für die dunkle und kalte Jahreszeit bestens gerüstet.

 



 



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