© Bundeszollverwaltung

Oberfranken & Unterfranken: Deutlich mehr Schwarzarbeit im Jahr 2020

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls beim Hauptzollamt Schweinfurt zog für Ober- und Unterfranken nun die Bilanz für das abgelaufene Jahr. Die aufgedeckte Schadenssumme für Oberfranken (außer die Regionen Hof und Wunsiedel) und Unterfranken lag im Jahr 2020 um 25 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Schaden in zweistelliger Millionenhöhe

So entstand in den zwölf Monaten des letzten Jahres ein Schaden von insgesamt 28,4 Millionen Euro, die den Sozialsystemen entgingen. Insgesamt wurden 2020 885.681 Euro als Geldstrafen oder in Form von Strafbefehlen verhängt. Zudem sprachen die Gerichte in der Summe rund 48 Jahre (574 Monate) an Freiheitsstrafen aus.

 

Unsere Ausrichtung, kriminelle Strukturen aufzudecken und zu entwirren, bewährt sich. … Trotz Corona-Pandemie konnten wir unsere Prüfungsdichte auf einem hohen Niveau halten. Auf die Pandemielage haben wir schnell mit Schutz- und Hygienemaßnahmen für unsere Bediensteten sowie beteiligte Bürgerinnen und Bürger reagiert.

Melanie Halsch, Leiterin der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) beim Hauptzollamt
Schweinfurt

 

Zum Hintergrund

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Hauptzollamt Schweinfurt führt Prüfungen von Personen und Geschäftsunterlagen sowie Ermittlungen von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung durch. Das Aufgabenfeld reicht von Präventionsaufgaben bis hin zu komplex gestalteten Missbrauchsformen von Sozialleistungen und illegaler Beschäftigung wie zum Beispiel der sogenannten Kettenbetrugsgeflechte.



Anzeige