© Polizeipräsidium Oberfranken

Oberfranken: Achtung Schulafang! ABC-Schützen wieder unterwegs

Mit Beginn des neuen Schuljahres am 15. September 2015 bewegen sich viele Schulanfänger noch unsicher auf den Straßen, weil sie mit dem Schulweg und dem richtigen Verhalten im Straßenverkehr noch nicht optimal vertraut sind. Deshalb appelliert die oberfränkische Polizei an alle Verkehrsteilnehmer zu mehr Rücksicht und Vorsicht im Straßenverkehr, insbesondere gegenüber den Schülern.

Deutlicher Rückgang der Schulwegunfälle

Erfreulicherweise verzeichnete die Polizei für 2014 einen deutlichen Rückgang (minus 19,5 Prozent) der Schulwegunfälle in Oberfranken. Waren es 2013 noch 41 Verkehrsunfälle, so sank diese Zahl im Jahr 2014 auf 33 Unfälle. Dabei erlitten 34 Schüler leichte und sieben Schulkinder schwere Verletzungen. Kein Schulwegunfall in Oberfranken endete tödlich.

Richtiges Verhalten sollte trainiert werden

Eltern sollten mit den künftigen Schulkindern schon vor dem großen Tag der Einschulung den geeigneten Weg immer wieder üben, dabei aufmerksam das Verhalten der Sprösslinge vor allem an neuralgischen Punkten beobachten und den Ablauf gegebenenfalls geduldig wiederholen. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn die Kinder sehr früh ihren Schulweg alleine meistern sollen.

Tipps der Polizei für Übungsgänge mit Schulanfängern

  • Eine grüne Fußgängerampel garantiert den Kindern nicht, dass kein Auto kommt. Erst vom Bordstein losgehen, wenn alle Autos wirklich stehen geblieben sind. Das gilt auch für Zebrastreifen.
  • Der Gehweg ist grundsätzlich für Fußgänger da. Trotzdem lauern Gefahren an Grundstücksausfahrten, wo Autos ein- und ausfahren.
  • Kinder sollten niemals zwischen geparkten Autos durchgehen, um eine Fahrbahn zu überqueren. Der Autofahrer sieht sie möglicherweise aufgrund der Sichthindernisse viel zu spät.
  • Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der sicherste. Wählen Sie einen Schulweg mit möglichst wenig Verkehrskreuzungen und schlecht einsehbaren Ausfahrten.
  • Tauschen Sie die Rollen und lassen Sie sich den Schulweg einmal von Ihrem Kind erklären. So erkennt es Gefahrenstellen häufig selbst.
  • Wenn die Schule weiter entfernt ist und Sie Fahrgemeinschaften bilden, muss in jedem Fahrzeug für jedes Kind ein entsprechender Kindersitz vorhanden sein. Sichern Sie die Kinder auch auf Kurzstrecken richtig.
  • Lassen Sie vor dem Schulbeginn keine Hektik aufkommen. Wer morgens früher aufsteht, kann den Tag ruhiger beginnen. Kinder, die in Zeitnot zur Schule hasten, sind unachtsam und machen Fehler im Straßenverkehr.

Reflektierende Accessoires und helle Kleidung

Reflektoren an den neuen Schulranzen für die Kleinsten sind nahezu bei allen Herstellern mittlerweile obligatorisch. Zusätzlich empfiehlt sich allerdings gerade in der dunklen Jahreszeit, die Schulkinder mit hellen Kleidungsstücken auf den Schulweg zu schicken und auch beim Kauf von Schuhwerk auf Modelle mit Reflektoren zurück zu greifen. Ergänzend hierzu gibt es leuchtend gelbe Sicherheitsdreiecke zum Tragen über der Kleidung für die Erstklässler. Gerade in den Monaten Oktober bis Februar laufen die Schüler im Dunkeln oder während der Dämmerung frühmorgens ihren Weg zur Schule.

Nicht gleich mit dem Fahrrad zur Schule

Schulanfänger sollten noch nicht mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Kinder sind in diesem Alter mit den Regeln und Gefahren im Straßenverkehr überfordert. Die Nutzung des Fahrrades empfiehlt sich erst ab bestandener Radprüfung, die in der Regel im vierten Schuljahr absolviert werden kann. Das Verhalten an Bushaltestellen einschließlich Ein- und Aussteigen sollte ebenfalls vor Schulbeginn mit den Kindern geübt werden.

Trainings für die Kleinen – Überwachung für die Großen

Besonders geschulte Verkehrserzieher der oberfränkischen Polizei führen Sicherheitstrainings mit den Schulkindern durch und üben mit den Schülern unter dem Motto „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ direkt im Verkehrsraum rund um ihre jeweilige Schule. Ab Schulbeginn und darüber hinaus wird die Polizei im Umfeld von Schulen, Bushaltestellen und anderen neuralgischen Punkten oberfrankenweit verstärkt Überwachungsaktionen durchführen, um die Sicherheit der Kinder auf dem Weg in die Schulen zu erhöhen.

 



 



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