Oberfranken: Würfel in Wahlkreisdebatte gefallen?

Bei der Reform der oberfränkischen Bundeswahlkreise scheinen die Würfel gefallen zu sein. Alternativen oder Proteste der jeweiligen Bundestagsabgeordneten gegen das aktuelle Vorhaben der Bundeswahlkreis-Kommission zeichnen sich derzeit nicht ab.

Gemeinde Geroldsgrün betroffen

Bei der Bundestagswahl im Herbst kommenden Jahres wird der Bundeswahlkreis Hof-Wunsiedel zu Gunsten des bevölkerungsschwachen Wahlkreis Coburg-Kronach verkleinert. Betroffen sind die Bewohner der Gemeinde Geroldsgrün im Frankenwald, die 2017 nicht mehr für Hof-Wunsiedel, sondern dann für Coburg-Kronach zu den Wahlurnen gehen.

Berlin: Korrektur unvermeidbar

Berlin beruft sich dabei der Entscheidung rein auf Zahlen. Diese Korrektur, so der Kommentar aus der Hauptstadt, sei unvermeidbar. Während es Geroldsgrün mit 2.900 Einwohnern trifft, ist die ursprünglich ebenfalls betroffene Gemeinde Schwarzenbach am Wald nun außen vor. Andere Wechsel, unter anderem im Raum Lichtenfels oder in Unterfranken, sind laut den Wahl-Experten nicht möglich.

Zustimmung gilt als Formsache

Jetzt muss der Bundestag über die Änderung abstimmen. Die Zustimmung gilt als Formsache. Alternativ hätte auch einer der fünf Bundeswahlkreise in Oberfranken komplett aufgelöst werden können. Dem widersprachen alle Abgeordneten, wie auch die Staatsregierung in München. Für das Jahr 2021 wird mit dem Wegfall eines Wahlkreises zu rechnen sein.



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