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Ohne Maske, aber mit einer Fahne: Sturzbetrunkene Zugreisende kommen in Hof in Gewahrsam

Mit 4,2 und 2,4 Promille Alkohol im Blut kamen in der Nacht zum Sonntag (30. Mai) zwei Reisende mit dem Zug aus Nürnberg am Hofer Hauptbahnhof an. Da der Zugbegleiter im Vorfeld schon die Bundespolizei alarmierte, erhielten die beiden Fahrgäste in Hof die erforderliche „Rundum-Betreuung“.

Zugbegleiter fordert Hilfe von der Bundespolizei

Der Zugbegleiter hatte die beiden Männer bereits im Bereich Hersbruck kontrolliert und gebeten, ihre Fahrscheine vorzulegen. Zudem forderte er die 46- und 51-jährigen Männer auf, einen Nasen-Mundschutz aufzusetzen. Die beiden stark alkoholisierten Reisenden konnten aber keine Fahrkarten vorweisen und verweigerten zudem das Aufsetzen einer Maske. Daraufhin bat der Zugbegleiter um Hilfe von der Bundespolizei. Nach Ankunft des Regionalexpress in Hof nahmen die Polizisten die beiden Männer am Bahnsteig in Empfang und brachten sie erst einmal in Gewahrsam auf der Dienststelle.

46-Jähriger wird ins Krankenhaus eingeliefert

Bei durchgeführten Alkoholtest staunten selbst die Beamten nicht schlecht, da Werte von 4,2 und 2,4 Promille angezeigt wurden. Während sich der Ältere in Anbetracht des hohen Wertes noch in sehr guter körperlichen Verfassung befand, wurde für seinen trinkfreudigen Freund aufgrund des Zustandes der Rettungswagen alarmiert. Der Notarzt ließ den 46-Jährigen zur Überwachung in das Krankenhaus einliefern. Sein Begleiter wurde im Anschluss wieder auf freien Fuß gesetzt.

Strafverfahren drohen

Die Trink-Tour wird für beide Männer nicht ohne Folgen bleiben. Laut Bundespolizei stehen nicht nur Strafverfahren wegen Erschleichens von Leistungen ins Haus, sondern auch Anzeigen wegen Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung.



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