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Polizeikontrolle auf der A9/ Berg: Trucker wohnen quasi in ihrem Lkw

Lkw-Kontrollen der Hofer Autobahnpolizei brachten am Sonntag (20. Dezember) und Montag (21. Dezember) auf der A9 bei Berg (Landkreis Hof) mehrere Vergehen zum Vorschein. Darunter Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten und Geschwindigkeitsüberschreitungen. Zwei Trucker schienen ihr Fahrzeug sogar seit Wochen zu bewohnen.

Ruhezeiten nicht eingehalten 

Die Beamten stoppten um 02:08 Uhr einen mit Orangen beladenen spanischen Sattelzug. Wie sich bei einer Sichtung der digitalen Daten herausstellte, hatten die 47-jährige Fahrerin und ihr 41-jähriger Kollege auf der Strecke von Südspanien nach Görlitz erheblich gegen das sogenannte Fahrpersonalgesetz verstoßen. So hielt das Brummi-Pärchen insbesondere mehrfach die vorgeschriebene wöchentliche Ruhezeit von 45 Stunden nicht ein. Die Beamten leiteten gegen die Beiden sowie den verantwortlichen Disponenten der spanischen Firma ein Bußgeldverfahren ein. Gleich an Ort und Stelle wurde jeweils eine Sicherheitsleistung von 870 Euro fällig.

Lkw-Fahrer „wohnen“ im Führerhaus

Bereits einige Stunden zuvor, um 19:22 Uhr, war ein weiterer mit Lebensmitteln beladener Transport bei einer Kontrolle negativ aufgefallen. Zusammenfassend stellten die Beamten hier, bei der aus zwei Fahrern aus Portugal stammenden Besatzung fest, dass die beiden 66- und 47-jährigen Kraftfahrer neben einer Reihe von Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten quasi seit Mitte November im Führerhaus „wohnten“.

Bis zu 36 km/h zu schnell unterwegs 

Außerdem nahmen es die Beiden mit den Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht so ernst. Bis zu 36 km/h Überschreitung stellten die Polizisten hier fest! Die Beiden mussten deshalb jeweils eine Sicherheitsleistung von über 1.000 Euro bei der Polizei hinterlegen und erst einmal eine Ruhezeit einlegen. Außerdem leiteten die Beamten hier wieder ein Verfahren gegen die verantwortliche Firma ein.



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