Prozessauftakt in Hof: 41-Jähriger soll Kindergartenkind Drogen verabreicht haben

Vor dem Landgericht in Hof hat am Donnerstag (22. April) ein Prozess gegen einen 41-jährigen Mann aus Oberkotzau (Landkreis Hof) begonnen. Die Anklage wirft ihm vor, im Oktober vergangenen Jahres aus Schwarzpulver und einer Zündanlage eine Rohrbombe gebastelt zu haben. Außerdem soll er seinem Stiefsohn Drogen verabreicht haben.

Crystal in Kaubonbon für Stiefsohn 

Die Rohrbombe hatte der Angeklagte vor seinem Haus deponiert. Spezialkräfte der Polizei haben sie damals gezielt gesprengt. Zudem soll er auch seinem kleinen Stiefsohn im Januar 2020 einen Kaubonbon mit Crystal untergeschoben haben. Der Junge musste danach tagelang im Klinikum Bayreuth behandelt werden.

Ex-Freundin sollte wohl Sorgerecht verlieren 

Der 41-Jährige versuchte, nach aktuellem Stand der Ermittlungen, seiner Ex-Lebensgefährtin die Eignung als Sorgeberechtigte für die Kinder abzusprechen. Nun werden ihm Urkundenfälschung, unerlaubter Umgang mit Sprengstoff und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen. Seine Anwälte beantragten zu Beginn eine Unterbrechung des Verfahrens, da sie nicht alle Ermittlungsakten einsehen konnten.



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