Radarkontrole in Coburg: Angriff mit geliehener Rohrzange

Das ist selbst der Polizei ein Rätsel: Aus noch völlig unklarem Grund griff ein 26-jähriger Coburger am Donnerstag (31. Juli) eine Mitarbeiterin der Verkehrspolizei an, die gerade eine Geschwindigkeitsmessung auf der Stadtautobahn durchführte. Die 44-jährige Polizeiangestellte hatte sich mit ihrem Radarfahrzeug am Nachmittag im Neuen Weg postiert, um dort die Geschwindigkeit zu überwachen.

Um 16.30 Uhr erschien plötzlich ein Fußgänger am Dienstfahrzeug der Frau. Völlig außer sich schlug der Mann mit einer 23 Zentimeter langen Rohrzange durch die heruntergelassene Seitenscheibe auf die Polizistin ein. Geistesgegenwärtig wich sie zurück. Der Schlag verfehlte sie, beschädigte aber das Dienstfahrzeug. Der Angreifer beleidigte die 44-Jährige massiv und bedrohte sie mit dem Tod. Anschließend flüchtete er in Richtung Frankenbrücke.

Täter nach Fahndung festgenommen

Die sofort eingeleitete Fahndung verlief erfolgreich. Die uniformierten Kollegen nahmen den Täter in der Nähe des Hofbräuhauses fest. Dabei versuchte er wiederum, auf eine Beamtin einzuprügeln. Die Polizistin reagierte sofort und stoppte den Angriff mit einem gezielten Schlag über das linke Auge des 26-Jährigen. Unter wüsten Beleidigungen und Bedrohungen konnte der Angreifer schließlich überwältigt werden.

Rohzange war ausgeliehen

Erste Ermittlungen ergaben, dass sich der Angreifer die Rohrzange kurz zuvor in einem nur wenige Schritte entfernten Geschäft ausgeliehen hatte. Er hinterlegte dafür 5 Euro Pfand. In aller Seelenruhe war er offenbar nach der Tat zurück in den Laden gegangen, gab die Zange wieder ab und ließ sich das Pfandgeld wieder auszahlen. Was ihn zu dem Angriff auf die Polizeimitarbeiterin getrieben hat, ist jetzt Gegenstand der Ermittlungen. Nach einer Blutentnahme zur Feststellung, ob er unter Alkoholeinfluss stand, wurde er wegen Gemeingefährlichkeit in das Bezirksklinikum zwangseingewiesen.

 



 



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