Rathaus stellt klar: Hofer Filmtage nicht für Entwicklung der Stadt als Corona-Hotspot verantwortlich

Um die abgelaufenen Hofer Filmtage 2020 hat sich jetzt Diskussion um steigende Corona-Zahlen in der Stadt entbrannt. Das Event wird von dem Rehauer Arzt Andreas Pötzl verantwortlich gemacht, Grundauslöser der hohen Inzidenzwerte in Hof zu sein. Die Organisatoren und die Stadtverwaltung widersprechen jetzt den Behauptungen des Mediziners, der das Corona-Testmobil in Stadt und Landkreis Hof betreut.

Schutz- und Hygienekonzept für die Filmtage

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) der Stadt Hof kam jetzt zum Schluss, dass die Hofer Filmtage nicht ursächlich dafür verantwortlich waren, dass sich Hof zu einem Corona-Hotspot entwickelte. Laut Stadtverwaltung wurde bereits im September damit begonnen, ein eigenes Schutz- und Hygienekonzept für die Filmtage zu entwickeln, welches sich an die gesetzlichen Vorgaben orientierte. Die endgültige Fassung des Konzeptes wurde dann zur Überprüfung bei der Regierung von Oberfranken, dem Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Hof und dem Landratsamt Hof übermittelt.

 

Gegen das für die Filmtage entwickelte Hygienekonzept hatten die damaligen Prüfer ­keine Einwände.

(Sascha Plochberger, Katastrophenschutzbeauftragter der Stadt Hof)

 

Filmtage als Hybridveranstaltung durchgeführt

Als seit Mitte Oktober die Inzidenzzahlen stiegen wurden kurz vor Beginn der Filmtage das Konzept und die damit verbundenen Ausnahmeregelungen aufgehoben und die Veranstaltung im Rahmen der Regelungen für Kinos nach §23 7.BayIfSMV organisiert. Die Filmtage wurden in der Folge als Hybridveranstaltung abgehalten. Die Filme wurden vor Ort und online gezeigt. Die genehmigten Kapazitäten von 25 Prozent in den Kinos wurden zudem kaum erreicht.

 

Dementsprechend verblieb von den 54. Hofer Filmtagen zwar der Name, jedoch reduzierte sich die ´Veranstaltung´ auf den regulär zugelassenen Kinobetrieb ohne weitere Sonderregelungen.“

(Sascha Plochberger, Katastrophenschutzbeauftragter der Stadt Hof)

 

Auswertungen des Hofer Katastrophenschutzes

Ein Anstieg der Fallzahlen war laut Stadtverwaltung bereits ab Ende Oktober zu verzeichnen. Dies belegen statistische Auswertungen der Führungsgruppe Katastrophenschutz der Stadt Hof.

 

Gemäß den über das Virus bekannten Daten der medizinischen Forschung kann ein potenzieller Ausbruch von CoViD-19 frühestens nach circa zehn Tagen festgestellt werden. Sowohl die FüGK Stadt Hof als auch das Gesundheitsamt sehen auch unter Einbeziehung der pandemischen Lage in ganz Deutschland keinen Zusammenhang der Filmtage zu dem Hotspotgeschehen."

(Sascha Plochberger, Katastrophenschutzbeauftragter der Stadt Hof)

 

Gesundheitsamt: Kein Zusammenhang zwischen dem Corona-Anstieg und den Filmtagen

Zudem bestätigte das Gesundheitsamt, dass die in Hof aufgetretenen Fälle keinen Hinweis auf einen Zusammenhang mit den Filmtagen geben. Dass Hof bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie verantwortungsvoll und umsichtig handelte, bestätigte das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege in einer Videokonferenz am heutigen Mittwoch (16. Dezember)

Aktuell-Bericht vom Donnerstag (17. Dezember)
Corona-Pandemie: Waren die Hofer Filmtage 2020 ein Superspreader-Event?


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