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Regnitz ist kein Badegewässer: Stadt Bamberg warnt vor leichtsinnigen Aktionen

Die Stadt Bamberg warnt erneut vor dem Schwimmen im Kanal und leichtsinnigem Brückensprüngen in die Regnitz. Der Fluss ist kein offizielles Badegewässer. Das Baden im linken Regnitz-Arm sowie dem Main-Donau-Kanal ist verboten. In der Nähe der Wehre beziehungsweise des Hochwasser-Sperrtores herrscht Lebensgefahr!

Zahlreiche Gefahren lauern auf Schwimmer

Lediglich in einem begrenzten Bereich auf Höhe der Hainbadestelle ist das Schwimmen auf eigene Gefahr erlaubt, so die Stadt in einer Medienmitteilung vom heutigen Montag (30. Juli). Dies ist in der Verordnung über das Baden im Bamberger Stadtgebiet geregelt.

Die Gefahrensituation für einen Schwimmer ist vor Ort vielfältig und nicht ohne weiteres sofort zu erkennen. Eine starke Wasserströmung, das regelmäßige Aufkommen von Treibgut, das Vorhandensein von Schlingpflanzen im Wasser sowie die geringe Sichttiefe in der Regnitz sind Faktoren, die Badenden gefährlich werden können.

Baden im Main-Donau-Kanal strikt verboten

Beim Main-Donau-Kanal handelt es sich um eine Bundeswasserstraße. Hier sind die Binnenschifffahrtsstraßenordnung und die Verordnung über das Baden in den Bundeswasserstraßen maßgebend. Demnach ist auch hier das Baden im Bereich von Brücken 100 Meter ober- und unterhalb strikt verboten. Führt das Baden gar zu einem Ausweichmanöver eines Schiffes, so stellt dies einen gefährlichen Eingriff in den Schiffsverkehr dar. Dies erfüllt dann einen Straftatbestand.

Springen von Brücken verboten

Die Stadt Bamberg weist weiterhin darauf hin, dass das Springen von sämtlichen Brücken im Stadtgebiet verboten ist. Wer beim Sprung von einer Brücke oder beim unerlaubten Baden in der Regnitz erwischt wird, hat mit einer Anzeige und einer Geldbuße in Höhe von bis zu 1.000 Euro zu rechnen. Die Wasserschutzpolizei Bamberg kontrolliert diese Bereiche.

Gefährlichste Stellen

Die Stadt stuft am gefährlichsten den Heinrich-Bosch-Steg ein, da dort auch ein reger Personen-Schiffsverkehr herrscht. Ein weiterer gefährlicher Punkt ist die Flussstelle beim Wasserschloss Concordia, die sich bei vielen Schwimmern als sehr beliebt erwiesen hat. Seit 2012 fährt hier eine Fußgängerfähre. Deshalb verlaufen hier Stahlseile quer durch den Fluss, an denen sich Schwimmer stark verletzen können. Zudem ist schon hier der Sog der Turbinen nicht zu unterschätzen.



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