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Selb: Falsche Polizisten erbeuten hohen Geldbetrag

Erneut schlugen unbekannte Betrüger, die sich als Polizeibeamte ausgaben, in Oberfranken zu. Die Betrüger erbeuteten von einer älteren Frau aus Selb (Landkreis Wunsiedel) einen hohen Geldbetrag. Die Kriminalpolizei Hof ermittelt, bittet um Zeugenhinweise und warnt vor dieser Betrugsmasche.

Betrüger warnten vor Überfall

Seit dem letzten Dienstag (29. Mai) riefen die Täter mehrmals die Rentnerin an und warnten sie vor einem bevorstehenden Überfall durch eine Einbrecherbande. Durch die geschickte Gesprächsführung erfragten die skrupellosen Betrüger die Vermögensverhältnisse des Opfers und brachten sie am letzten Mittwoch dazu, den hohen Geldbetrag von ihrer Bank abzuheben.

Opfer legt Geld vor Haustür

Durch weiteres Bedrängen und Einschüchtern am Telefon gelang es den Betrügern, die arglose Frau zu überzeugen, das Geld zur Sicherheit bei der „Polizei“ zu hinterlegen. Dazu deponierte sie in der Donnerstagnacht (31. Mai) den Umschlag mit dem Geld vor ihr Haustür. Die Unbekannten holen sich den Umschlag dann ab.

Zweifel kamen erst Tage später

Mit erneuten Anrufen in den folgenden Tagen wiegten die Täter die Seniorin in Sicherheit, bis ihr am Sonntag (03. Juni) Zweifel kamen und sie bei der Polizeiwache Selb nachfragte. Dort flog der Betrug auf.

Zeugen dringend gesucht

Die Kripo Hof hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die am Donnerstag (31. Mai) gegen 22:00 Uhr in Selb – im Bereich Schützenstraße / Sandstraße / Wunsiedler Straße und Körnerstraße – verdächtige Personen oder ortsfremde Fahrzeuge wahrgenommen haben.

 

Zeugen sollen sich bitte bei der Kriminalpolizei Hof unter Telefonnummer 09281/704-0 melden.

 

Die Polizei warnt die Bevölkerung erneut vor verschiedenen Maschen der Trickbetrüger:

  • Die echte Polizei fragt telefonisch nie nach Vermögensverhältnissen!
  • Die echte Polizei fordert sie nie auf, Geld oder andere Vermögenswerte zu deponieren!
  • Beim persönlichen Kontakt weisen sich echte Polizeibeamte auf Nachfrage mit einem Dienstausweis aus!
  • Fragen sie bei ihrer zuständigen Polizeidienststelle nach oder rufen sie dort zurück, wenn ihnen ein Anruf komisch vorkommt! Sie dürfen auch die kostenlose Notrufnummer 110 benutzen.
  • Holen sie sich Rat bei der Polizei, von Verwandten oder Freunden, wenn sie aufgefordert werden, Geld zu übergeben!
  • Übergeben sie kein Geld an Abholer, auch wenn sie angeblich von Enkeln oder nahen Verwandten geschickt werden!
  • Lassen sie sich nicht unter Druck setzten!

An Angehörige von vor allem älteren Personen appelliert die Polizei:

  • Sensibilisieren sie ihre Verwandten über die Vorgehensweisen der Trickbetrüger!
  • Vereinbaren sie mit ihren Verwandten gegebenenfalls ein telefonisches Kennwort, um die Echtheit des Anrufers zu bestätigen!

Mitarbeiter von Kreditinstituten rät die Polizei:

  • Seien sie alarmiert, wenn ältere Kunden einen höheren Geldbetrag abheben!
  • Weisen sie die Seniorinnen und Senioren auf die gängigen Maschen des Trickbetrugs hin. So können sie unter Umständen dazu beitragen, dass eine Straftat verhindert wird!


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