Selber Wölfe schlagen Deggendorf Fire

Nach der überraschenden Niederlage gegen den Tabellenvorletzten am Freitag auf heimischen Eis traten die Wölfe am Sonntag zum letzten Spiel des Jahres in Deggendorf an. Nachdem man beide Hinrundenspiele gegen die Niederbayern knapp und unglücklich verloren hatte, wollte man diesmal Revanche nehmen. Das Schiedsrichtergespann sprach dem VER nach zwei gespielten Minuten eine erste Überzahlsituation zu welche aber ohne Nennenswerte Chance im Sand zu verlaufen drohte, als sich Sebastian Lehman nach Vorlage von Nikolaus Meier ein Herz fasste, dass kurze Eck anvisierte und traf. In der Folge sahen die knapp 1.200 Zuschauer Chancen auf beiden Seiten, jedoch erarbeiteten sich die Gäste eine immer größere Überlegenheit. Wölfekeeper Suvelo, der nach langer Verletzungspause zurück war zwischen den Pfosten, musste allerdings all sein Können aufbieten als Fire – Stürmer Stiebinger allein auf ihn Zufuhr. Die beste Möglichkeit die Führung auszubauen bot sich dann abermals für Lehmann, dessen Schuss aber von Deggendorfs Schlussmann Agricola meisterlich entschärft werden konnte. Bei einem letzten Konter der Wölfe behielt Kevin Richardson in einer völlig unübersichtlichen Szene vor dem Tor der Gastgeber die Ruhe und stocherte die Scheibe am Goalie der Deggendorfer, nur eine Sekunde vor Drittelende, vorbei.

Der von vielen Strafzeiten und Hektik geprägte zweite Abschnitt begann ohne nennenswerte Chancen auf beiden Seiten. Zwar musste Suvelo den einen oder anderen Schuss entschärfen, für wirkliche Gefahr sorgte das aber nicht. Jedoch agierten die Schützlinge von Cory Holden nun zu passiv und mussten den Anschluss hinnehmen. Abermals war es Yeschke der die Strafbank drückte, als Sochatsky den Puck an Suvelo vorbei beförderte. Dem noch nicht genug. 18 Sekunden später fand sich VER – Angreifer Schiener wegen eines Bandenchecks in der Kühlbox wieder, als es mit dem Ausgleich geschehen war. „Fire“ hatte jetzt mächtig Aufwind und die Gäste Glück, nicht sogar in Rückstand zu geraten. Hendrikson war es dann, der die Führung für die Wölfe auf dem Schläger hatte und dann zusehen musste, wie es um den Rückstand geschehen war. Brendan McLaughlin verwandelte allein auf Suvelo zufahrend sicher. Und als man nicht damit rechnen konnte gelang es Richardson in Unterzahl auszugleichen. Dennis Schütt hatte den Konter mustergültig eingeleitet und der Kanadier zeigte all sein Können um Agricola zum dritten Mal an diesem Abend zu überwinden. Ein nun hitziges Spiel bot dann eine hässliche Szene hinter dem Selber Gehäuse. Der Deggendorfer McLaughlin streckte Schütt brutal nieder und durfte hierfür auch vorzeitig duschen gehen. Die fünfminütige Bankstrafe für Deggendorf konnte aber nicht genutzt werden, da man sich die numerische Überlegenheit durch unnötige Strafzeiten selbst zunichtemachte.

Im Schlussabschnitt neutralisierten sich beide Mannschaften nun zusehends als sich die riesen Möglichkeit ergab. In einer Zwei – gegen – Eins Situation in der 46. Minute für Mudryk und Richardson handelte Mudryk zu eigensinnig und vergab knapp. 5 Minuten später zielte Mudryk wieder am Tor vorbei, als er von Piwowarczyk fein freigespielt wurde. Auch ein Überzahlspiel 4 Minuten vor dem Ende brachte nichts Zählbares für den VER und somit ging eine spannende Schlussphase, dominiert von den Wölfen, ohne Tore zu Ende.
In der 5 minütigen Overtime mussten die Wölfe bei 4 gegen 4 auf dem Eis die nächste Schrecksekunde hinnehmen. Erst wurde Ronny Schneider mit Verletzungsfolge gecheckt, die Strafzeit bekamen aber die Wölfe. Yeschke musste sichtlich erregt wegen hohen Stocks eine kleine Strafe absitzen. Aber die Unterzahlsituation wurde mit Glück und Suvelo schadlos überstanden.

Im Penaltyschießen war es dann Lehmann der den Wölfen zumindest zwei Punkte bescherte. Trainer Cory Holden zeigte sich trotzdem unzufrieden nach der Partie und haderte vor allem mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. Auch im neuen Jahr geht es Schlag auf Schlag weiter. Am Mittwoch werden die Erding Gladiators in der Autowelt König Arena gastieren bevor es am Freitag nach Füssen geht. Hier soll die Heimniederlage vom Freitag mit der Unterstützung von mehr als 600 Mitfahrern des Sonderzuges wettgemacht werden.



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