SpVgg Bayreuth: Marc Reinhardt tritt als Trainer zurück

Marc Reinhardt ist heute mit sofortiger Wirkung von seinem Posten als Cheftrainer der SpVgg Bayreuth zurückgetreten. Damit zieht er die Konsequenz aus zuletzt acht Niederlagen in Folge.

Nach der 0:3-Heimpleite gegen den SV Schalding-Heining hat sich Marc Reinhardt am Sonntagvormittag entschieden, sein Amt zur Verfügung zu stellen, er will den Altstädtern jedoch weiter in anderer Form erhalten bleiben, wie es in der offiziellen Pressemitteilung des Vereins heißt:

„Ich habe der Mannschaft und den Verantwortlichen heute Vormittag meine Entscheidung mitgeteilt“, so Reinhardt.

Diese Entscheidung sei in den Stunden nach dem Spiel gegen Schalding-Heining gereift, in dem die Altstädter zum achten Mal in Folge punktlos geblieben waren.

„Ich habe alles versucht, um das Ruder herumzureißen, und ich bin natürlich sehr enttäuscht, dass es nicht geklappt hat. Ich hoffe, dass mein Nachfolger nun weitere Impulse setzen und die Blockade lösen kann, damit es dann wieder besser für die Altstadt läuft.“

Die Qualität im Kader sei schließlich vorhanden, so Reinhardt. „Die Mannschaft kann mehr, als sie in den letzten Wochen gezeigt hat.“

Aktuell stehen die Altstädter mit 19 Zählern aus 17 Partien auf Rang 14 der Regionalliga Bayern.

Reinhardt möchte dem Verein erhalten bleiben

Für Reinhardt endet damit nach 14 Monaten seine erste Trainerstation im Herrenbereich, nachdem er das Amt im August 2016 von seinem Vorgänger Christoph Starke übernahm.

„Natürlich ist es schade, dass es so zu Ende geht. Es waren ja doch sehr bewegende Monate mit einigen Highlights dabei“, so Reinhardt, der sich gerne an die Siege in Nürnberg (5:0) oder gegen Illertissen (4:0) sowie an den Start in die laufende Saison erinnert.

„Ich bin den Verantwortlichen sehr dankbar für das Vertrauen, das sie mir als jungen Trainer entgegengebracht haben“, sagt der 31-Jährige, der bereits seit vier Jahren im Verein tätig ist und gerne auch weiterhin im Verein arbeiten würde.

„Ich habe hier bei der Altstadt viel erlebt und möchte dem Verein auf jeden Fall erhalten bleiben“, so der studierte Sportwissenschaftler, der zudem neben seiner Trainertätigkeit eine Weiterbildung zum Sportmanager absolviert hat. „Wir werden uns dazu in den nächsten Tagen zusammensetzen.“

Für die Altstädter Verantwortlichen beginnt indes die Suche nach einem Nachfolger.

„Wir werden den Posten des Cheftrainers zeitnah besetzen“, so der Sportliche Leiter Wolfgang Mahr, der sich bei Marc Reinhardt ausdrücklich für sein Engagement bedankt: „Er ist seiner Aufgabe sehr akribisch nachgegangen und hat mehrfach bewiesen, dass er ein guter Trainer mit viel Fachkompetenz ist. Ich bin mir sicher, dass er seinen Weg gehen wird, und würde mich freuen, wenn wir auch weiter zusammenarbeiten.“

Mahr erinnert dabei auch an den äußerst erfolgreichen Saisonstart mit 19 Zählern aus den ersten neun Partien: „Daran hatte er einen großen Anteil. Warum es seitdem so drastisch in die andere Richtung gelaufen ist, kann man nur schwer erklären, und man würde es sich viel zu einfach machen, allein dem Trainer die Schuld dafür zu geben.“

„Neustart“ mit Hammeraufgabe

Nun, so Mahr, müsse man allerdings nach vorne blicken. „Natürlich betreiben wir jetzt eine Fehleranalyse, aber wir können jetzt einen Strich unter die letzten Wochen setzen und neu anfangen. Fakt ist, dass wir uns im Abstiegskampf befinden und das auch von jedem Spieler angenommen werden muss. Wir starten jetzt von vorne“, betont Mahr.

Zu diesem Neustart hat der Spielplan direkt eine Hammeraufgabe für die Altstädter parat: Bereits am Dienstag steht das Spiel bei Tabellenführer TSV 1860 München an.



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