Staatsanwaltschaft Hof: Ermittlungen gegen Biersteuerkarussell

Die Staatsanwaltschaft Hof und das Zollfahndungsamt München führten am Dienstag (8. Dezember) Razzien gegen eine international agierende Tätergruppe wegen der Hinterziehung der Biersteuer durch. Es besteht der Verdacht, dass Bierladungen mit dem Steuerziel Deutschland, nach Großbritannien umgeleitet wurden, um sie auf den dortigen Schwarzmarkt zu verkaufen.


Europaweite Durchsuchungen der Behörden

Die Behörden führten umfangreiche Durchsuchungen gegen die Tätergruppe in Deutschland, in den Niederlanden, in Großbritannien und in der Tschechischen Republik durch. Außerdem wurden fünf Haftbefehle gegen führende Mitglieder dieser Gruppierung europaweit vollstreckt.

Keine Angaben zu möglichen Verhaftungen in Oberfranken

Ob Personen in Oberfranken festgenommen wurden, teilte die Staatsanwaltschaft aufgrund des Steuergeheimnisses nicht mit. Brauereien in Oberfranken seien aber von den Durchsuchungen nicht betroffen gewesen, so die ermittelnde Behörde.

Erhebliche Vermögenswerte beschlagnahmt

Weiterhin wurden erhebliche Vermögenswerte der Hauptverdächtigen in Deutschland beschlagnahmt. An diesen Maßnahmen waren in Deutschland sechs Staatsanwälte und 240 Zollbeamte beteiligt.

Umfangreiche Ermittlungen dauern an

Die umfangreichen Ermittlungen, in die auch Ermittler aus Holland, Frankreich und Großbritannien weiterhin eingebunden sind, werden noch geraume Zeit in Anspruch nehmen.



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