© Polizeidirektion Hannover

Supermarkt-Raubüberfälle: Spur führt nach Niedersachsen

Die Raubüberfälle auf drei oberfränkische Supermärkte in Hof, Kulmbach und Pegnitz in den letzten zwei Wochen gehen auf das Konto eines gewalttätigen Serientäters. Das teilte die Polizei am Mittwochmittag (17. Juni) mit. DNA-Analysen ergaben, dass es sich um einen gesuchten Mann handelt, der bei einem Überfall in Hannover im Dezember 2014 einen Kunden erschoss.

Unser Beitrag vom Mittwoch (17. Juni):

 

Kripo stellte DNA-Spuren sicher

Im Rahmen der Ermittlungen zu den oberfränkischen Raubüberfällen liegen der Ermittlungsgruppe „Kasse“ der Kripo Bayreuth von den Tatorten nun gesicherte DNA-Spuren vor. Sowohl in dem Lidl-Discounter in Hof als auch in den Märkten in Kulmbach (Lidl) und Pegnitz (Netto) wurden die gleichen DNA-Spuren sichergestellt. Zudem stimmt die DNA mit entsprechenden Spuren an mehreren Tatorten von Raubüberfällen durch einen unbekannten Serientäter im Raum Hannover (Niedersachsen) überein.

 

 

Zusammenarbeit der Ermittlungsgruppen aus Bayreuth und Hannover

Am vergangenen Freitag (12. Juni) wurde die Ermittlungsgruppe „Kasse“ bei der Kripo Bayreuth eingerichtet. Die Beamten nahmen Kontakt mit der Ermittlungsgruppe „Discounter“ aus Hannover auf, da vor allem die Personenbeschreibung und die Tatausführung deutliche Parallelen zu zahlreichen Fällen in Niedersachsen aufwiesen.

 

(Quelle: Polizeidirektion Hannover / Raubmord in Hannover)

 

DNA passt zu einem gewalttätigen Serientäter

Nach den vorliegendem DNA-Spurenauswertungen steht fest, dass alle drei oberfränkischen Raubüberfälle von dem gleichen unbekannten Täter begangen wurden. Es handelt sich bei dem Mann um den Serientäter, nach dem bereits seit längerem, insbesondere im Raum Hannover, nach zahlreichen Raubüberfällen auf Discounter gefahndet wird. Bei seinen Taten setzte der Unbekannte auch einige Male seine Schusswaffe gegen Personen ein.

 

(Quelle: Polizeidirektion Hannover / Raubmord in Hannover)

 

Raubmord im Dezember 2014 in Hannover

Der gesuchte Mann hatte im Dezember 2014 einen 21-jährigen Kunden in einem Supermarkt im hannoverschen Stadtteil Stöcken erschossen. Die niedersächsische Polizei ordnete dem Täter zwischenzeitlich 17 Überfälle auf Supermärkte zu. Darüber hinaus prüfen die Ermittler Zusammenhänge zu 26 weiteren Taten in Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und nun auch in Bayern. (Polizeifahndung nach dem Täter in Niedersachsen!)

 

(Quelle: Polizeidirektion Hannover / Raubmord in Hannover)

 

Kripo bittet um Hilfe aus der Bevölkerung

Die Kripo bittet trotz intensiver Fahndung auch weiterhin um die Unterstützung der Bevölkerung sowie um Hilfe von den Angestellten der Märkte. Den Beamten liegen Informationen vor, wonach sich der Täter vor den Überfallen in dem jeweiligen Markt eine Zeit lang ruhig und unauffällig aufhielt. Sein gesamtes Vorgehen vor und nach der Tat wirkt regelmäßig gelassen und selbstsicher.

 

Der Räuber wird stets wie folgt beschrieben:

  • cirka 45 bis 55 Jahre alt
  • geschätzte 170 bis 175 Zentimeter groß
  • auffallend helle Gesichtsfarbe
  • kräftige, untersetzte Figur
  • hatte stets eine Schiebermütze/Cappy auf
  • sprach deutsch mit osteuropäischem Akzent

 

Polizei mahnt zur Vorsicht

Wer im Supermarkt einen Mann bemerkt, auf den die Beschreibung passt, wird gebeten, sofort den Notruf 110 zu wählen. Die Polizei warnt davor, selbst Kontakt mit dem bewaffneten Mann aufzunehmen. Wer glaubt, den Täter zu erkennen, sollte umgehend einen Notruf absetzen. Für Hinweise zur Ergreifung und Überführung des Täters sind mittlerweile 5.000 Euro Belohnung ausgesetzt.

 

Unser Bericht vom Überfall in Hof vom 11. Juni: >>> HIER KLICKEN! <<<

 

Unser Bericht vom Überfall in Kulmbach vom 11. Juni:

 

Unser Bericht vom Überfall in Pegnitz vom 12. Juni:

 

 



 



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