Tag Archiv: Allgemeinverfügung

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Die Dynamo Dresden Fans kommen: Bundespolizei erlässt Allgemeinverfügung!

Die Bundespolizeidirektion München hat anlässlich der Partie der 2. Fußball-Bundesliga zwischen dem 1. FC Nürnberg und der Dynamo Dresden (Sonntag, 22. Oktober / 13:30 Uhr) auf den Bahnstrecken Dresden - Hof - Nürnberg (Hin- und Rückfahrt), den Umsteigebahnsteigen der entsprechenden Bahnhöfe sowie für bestimmte Regionalzugverbindungen ein Verbot des Mitführens von Glasflaschen, Getränkedosen und pyrotechnischen Gegenständen erlassen. Bei einem Verstoß kann ein Zwangsgeld in Höhe von 200 Euro verhängt werden. 

Hauptbahnhof Hof als Umsteigebahnhof betroffen

Der Geltungsbereich dieser bundespolizeilichen Maßnahme umfasst sowohl die Bahnstrecken auf dem Gebiet der Bahnanlagen der Eisenbahnen des Bundes von Dresden - Hof - Nürnberg (Hin- und Rückfahrt) für Züge in der Hinreise mit den Zugnummern sowie während des Umsteigens (Hauptbahnhof Hof) die jeweiligen Bahnsteige der entsprechenden Bahnhöfe / Haltepunkte.

Hinreise:

  • RE26964 von Dresden mit Ankunft in Hof 8:32 Uhr
    ab Hof als RE3426 über Marktredwitz, Kirchenlaibach und Pegnitz
  • RE26966 von Dresden mit Ankunft in Hof 9:32 Uhr
    ab Hof als RE3082 über Münchberg, Marktschorgast, Bayreuth und Pegnitz
  • RE26968 von Dresden mit Ankunft in Hof 10:32 Uhr
    ab Hof als RE3428 über Marktredwitz, Kirchenlaibach und Pegnitz
  • RE26970 von Dresden mit Ankunft in Hof 11:32 Uhr
  • ab Hof als RE3084 über Münchberg, Marktschorgast, Bayreuth und Pegnitz 
© Bundespolizei
Verwüsteter Regionalzug im Dezember 2016

Rückreise:

  • RE3431 von Nürnberg über Pegnitz, Kirchenlaibach und Pegnitz mit Ankunft Hof 17:24 Uhr
    ab Hof als RE26989
  • RE3091 von Nürnberg über Pegnitz, Bayreuth und Münchberg mit Ankunft Hof 18:23 Uhr
    ab Hof als RE26991
    RE 3433 von Nürnberg über Pegnitz, Kirchenlaibach und Pegnitz mit Ankunft Hof 19:24 Uhr
    ab Hof als RE26993
  • RE 3093 von Nürnberg über Pegnitz, Bayreuth und Münchberg mit Ankunft Hof 20:24 Uhr
    ab Hof als RE26995
© Bundespolizei
Verwüsteter Regionalzug im Dezember 2016

Bundespolizei bittet Reisende sich auf Besonderheiten einzustellen

Diese Allgemeinverfügung gilt am kommenden Sonntag (22. Oktober) im Zeitraum von 05:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Die Bundespolizei bittet alle Reisende, sich auf diese Besonderheiten bei der Planung und Durchführung ihrer Reise einzustellen und gegebenenfalls auch Alternativen zur An- und Abreise zu prüfen.

Weitere Einzelheiten entnehmen sie der beigefügten Anlage: Hier klicken!

Bundespolizei reagiert auf Vorfälle in den letzten Jahren

Die Bundespolizei reagiert damit auf Vorkommnisse von Dresden-Fans in den letzten Jahren. So kam es im August 2015 zu einem Polizei-Großeinsatz am Hauptbahnhof Hof. Zudem verwüsteten sogenannte Fans des sächsischen Fußball-Zweitligisten auf ihre Auswärtstour am 3. Dezember 2016 einen Regionalzug auf der Strecke von Hof nach München (siehe Bilder oben).

© Privat

Stadt & Landkreis Hof: Ausbruch der Vogelgrippe – Sperrbezirke eingerichtet

Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe haben Stadt und Landkreis Hof jetzt Sperrbezirke eingerichtet. Darüber informierten Vertreter von Stadt und Landkreis am Mittwochmittag (1. Februar) in einem Pressegespräch. Nachdem bereits bei einem toten Schwan, der am Freitag (27. Januar) im Hofer Stadtteil Fabrikvorstadt gefunden wurde, am Montag (30. Januar) das Virus H5N8 nachgewiesen wurde (Wir berichteten!), bestätigte sich jetzt auch der Fall in einem Geflügelbestand im Bad Stebener Ortsteil Horwagen (Landkreis Hof).

Stadt Hof: Auf der Saale wurden am Freitag (27.1.17) insgesamt zwei tote Schwäne gefunden
Horwagen (Bad Steben): Hier wurden bereits 22 Hühner vorsorglich getötet

Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet eingerichtet

Die Stadt Hof hatte bereits durch eine Allgemeinverfügung für das gesamte Stadtgebiet einen Sperrbezirk eingerichtet. Dieser reicht bis in das Landkreisgebiet hinein. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr hat das Veterinäramt des Landkreises deshalb ab sofort ebenfalls einen Sperrbezirk sowie darüber hinaus ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von mindestens 10 Kilometer per Allgemeinverfügung für das entsprechende Gebiet im Landkreis festgesetzt. Im Bereich dieser Schutzzonen gelten für Geflügelhalter nun besondere Vorschriften über die reine Aufstallungspflicht hinaus.

Stadt & Landkreis Hof: Ausbruch der Vogelgrippe - Sperrbezirke eingerichtet
(Aktuell-Bericht vom 1.2.17)
Vogelgrippe in Hof: Gesamtes Stadtgebiet ist jetzt Sperrbezirk
(Aktuell-Bericht vom 31.1.17)

Für Geflügelzüchter sowie Besitzer von Vierbeinern gelten spezielle Regeln

Der Sperrbezirk trifft vor allem die Züchter von Geflügel. Die Anordnungen besagen, dass diese Tiere sowie ihre Erzeugnisse den Sperrbezirk nicht verlassen dürfen, sowie weiteres Geflügel in diese Zone nicht hineingebracht werden darf. Auch Besitzer von Hunden und Katzen sind nicht ausgenommen. In der Stadt Hof gilt ein förmliches Verbot für freilaufende Hunde und Katzen. Der Landkreis hat hingegen nur eine Empfehlung hierfür ausgesprochen.

Sperrbezirk für 21 Tage

Um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern, wurden nun die Sperrbezirke ausgezeichnet. Hier gelten für die Dauer von 21 beziehungsweise 30 Tagen strenge Auflagen.

Für die Dauer von 21 Tagen:

  • Gehaltene Vögel und Bruteier dürfen nicht aus einem Bestand verbracht werden.
  • Frisches Fleisch, Hackfleisch oder Separatorenfleisch, Fleischerzeugnisse, Fleischzubereitungen, das oder die von gehaltenen Vögeln oder von Federwild aus dem Sperrbezirk gewonnen worden ist oder sind, dürfen nicht verbracht werden.
  • Tierische Nebenprodukte von gehaltenen Vögeln dürfen aus einem Bestand nicht verbracht werden.
  • Der Tierhalter hat sicherzustellen, dass an den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonstigen Standorte, in denen Geflügel gehalten wird, Matten oder sonstige saugfähige Bodenauflagen ausgelegt werden und diese mit einem wirksamen Desinfektionsmittel getränkt und stets damit feucht gehalten werden.
  • Die Jagd auf Federwild ist verboten. Vom 22. bis zum 30. Tag darf Federwild nur mit Genehmigung oder auf Anordnung der Stadt Hof gejagt werden.
  • Geflügel darf nur im Durchgangsverkehr auf Straßen des Fernverkehrs oder Schienenverbindungen befördert werden und nur, soweit das Fahrzeug nicht anhält und Geflügel nicht entladen wird.

Für die Dauer von 30 Tagen:

  • Gehaltene Vögel dürfen nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden.
  • Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Sperrbezirk nicht frei umherlaufen.

Weitere wichtige Informationen zum Download

Bereits am 18. November 2016 hat das Bayerische Staatministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel in Bayern angeordnet. Diese auf zunächst unbestimmte Zeit erlassene Verfügung gilt auch für das gesamte Gebiet des Landkreises Hof sowohl für gewerbsmäßige Geflügelhalter als auch für Züchter und Privatpersonen, die Geflügel halten. Zudem wurde ein bayernweites Verbot für Ausstellungen, Märkte und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und gehaltenen Vögeln anderer Arten angeordnet. Da Tauben häufig in gemischten Beständen mit Ziergeflügel gehalten werden und als passive Überträger des Erregers dienen können, betrifft das Verbot auch reine Taubenausstellungen.

Um den Übergriff des Virus auf Stallungen zu verhindern, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine „Verordnung über besondere Schutzregeln in kleinen Geflügelhaltungen" erlassen. Diese Eil-Verordnung wurde am 18.11.2016 veröffentlicht und ist am 21.11.2016 in Kraft getreten. Damit gelten auch für kleinere Geflügelhaltungen unter 1000 Tieren und Hobbyhaltungen strengere Anforderungen (siehe Anhang).

Veterinäramt bittet um Meldung von toten Vögeln 

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, verendete Wasservögel dem Veterinäramt zu melden. Tote Tiere sollten auf keinen Fall berührt werden. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an das Veterinäramt der Stadt Hof unter der Telefonnummer: 09281 / 8151192.

Wie gefährlich ist H5N8 für den Menschen?
Laut dem Friedrich-Loeffler-Institut sind Infektionen des Menschen mit H5N8-Viren bislang nicht bekannt. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass das Virus auch auf den Menschen übertragen werden kann. Das Institut empfiehlt erhöhte Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Geflügel und Wildvögeln. Der Rat gilt vor allem an betroffene Landwirte. Sie sollen unbedingt die Hygiene einhalten.

Empfehlungen des Friedrich-Löffler Institutes

  • Umsetzung strenger Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügel haltenden Betrieben, auch Kleinstbetrieben, einschließlich Schuh- und Kleidungswechsel, Desinfektionsmaßnahmen
  • Risikobasierte Einschränkung der Freilandhaltung (Aufstallung) von Geflügel (mindestens in Regionen mit hoher Wildvogeldichte, hoher Geflügeldichte, in der Nähe von Wildvogelrast- und Wildvogelsammelplätzen oder an bestehenden H5N8 Fundorten)
  • Aufstallung von Zoovögeln soweit möglich, Zugangsbeschränkungen zu Vogelhäusern/Vogelschauen
  • Keine Kontaktmöglichkeit von Geflügel in Freilandhaltungen mit natürlichen Gewässern
  • Meldung verendeter oder kranker Wildvögel an die zuständige Veterinärbehörde
  • Verstärkte Untersuchung von Geflügelhaltungen; bei Hühnervögeln vermehrt klinische Untersuchung, bei Gänsen und Enten PCR-Untersuchungen von kombinierten Rachen- und Kloakenproben gemäß den gesetzlichen Vorschriften
  • Verstärkte Untersuchung insbesondere von verendeten oder am Wasser lebenden Wildvögeln auf aviäre Influenzaviren (passives und aktives Wildvogelmonitoring, letzteres insbesondere über Kotproben aus der Umwelt)
  • Kein Kontakt von Jägern, die mit Federwild in Berührung gekommen sind, zu Geflügel, ggf. Jagdverbot auf Federwild
  • Vermeidung des direkten Kontakts von Personen und Haustieren zu toten oder kranken Wildvögeln
  • Überprüfung der Durchführbarkeit der in den Krisenplänen für den Seuchenfall vorgesehenen Maßnahmen und Aktualisierung der Pläne, soweit erforderlich

Weiterführende Informationen des Friedrich-Löffler-Instituts

Das Friedrich-Loeffler-Institut ist das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Es hat seinen Hauptsitz in Greifswald, auf der Insel Riems. Das FLI hat eine Broschüre zur Vermeidung der Verbreitung der Geflügelpest und dem Schutz vor dem Virus veröffentlicht. Diese kann auf der Seite des Institutes heruntergeladen werden. HIER DER LINK!

© Pixabay / CC0 Public Domain / Symbolbild

Vogelgrippe H5N8: Landratsamt Hof legt Sperrzone fest

Die am Freitag (25. November) im Gemeindegebiet von Döhlau (Landkreis Hof) entdeckte tote Ente ist tatsächlich mit dem ansteckenden Vogelgrippe-Virus H5N8 infiziert gewesen. Das haben die Untersuchungen des Kadavers im nationalen Seuchenzentrum des Friedrich-Loeffler-Instituts ergeben. Wir berichteten am Montag!  Nun hat das Landratsamt Hof die Schutzzone, bestehend aus Sperrgebiet und Beobachtungsgebiet festgelegt.

Sperrzone für 21 Tage eingerichtet

Im Radius von drei Kilometern um den Fundort wurde ein Sperrbezirk eingerichtet. Dieser umfasst die Gemeinden Döhlau und Oberkotzau mit den in der Allgemeinverfügung genannten Gemeindeteilen. In diesem Sperrbezirk dürfen unter anderem gehaltene Vögel aus einem Bestand nicht verbracht werden oder auch nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden. Die Sperrzone wird für 21 Tage eingerichtet. 

Beobachtungsgebiet mit einem Radius von 10 Kilometern

Darüber hinaus wurde ein Beobachtungsgebiet festgelegt. Auch hier gelten Verhaltensregeln, ähnlich wie im Sperrbezirk. In diesem Bereich dürfen für die Dauer von 15 Tagen gehaltene Vögel nicht verbracht werden beziehungsweise für die Dauer von 30 Tagen gehaltene Vögel nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestandes freigelassen werden. Der Radius von Sperrgebiet und Beobachtungsgebiet beträgt zusammen 10 km um den Fundort der toten Ente. Hunde und Katzen dürfen weder im Sperrgebiet noch im Beobachtungsgebiet frei laufen.

Menschliche Infektion mit dem H5N8-Virus nicht bekannt

Für den bei der Reiherente festgestellten H5N8-Virus sind besonders Wasservögel wie Enten, Gänse und Schwäne empfänglich. Eine Übertragung auf den Menschen gilt als unwahrscheinlich. Sowohl nach Aussage des Friedrich-Loeffler-Instituts als auch des Robert-Koch-Instituts gab es weltweit noch keine menschliche Infektion mit H5N8.

Weiterführende Informationen
Vogelgrippe-Alarm: Möglicher H5N8-Fall bei Döhlau
(Studio-Talk vom 25.11.16)
Vogelgrippe H5N8: Stallpflicht für Geflügel in Oberfranken!
(Aktuell-Bericht vom 21.11.16)

Weitere Informationen

Die Verordnung ist auf der Seite des Landkreises Hof veröffentlich (landkreis-hof.de) veröffentlicht, ebenso die bereits erlassenen Allgemeinverfügungen. Darüber hinaus hat das Landesgesundheitsamt unter (lgl.bayern.de) weitere Informationen veröffentlicht.