Tag Archiv: Ankerzentrum

© TVO

Bamberger Ankerzentrum: Keine Schließung nach Ende 2025?

Wie geht es nach 2025 mit dem Bamberger Ankerzentrum weiter? In vier Jahren ist die Schließung der Einrichtung geplant und vereinbart. Dies scheint aber laut aktuellen Aussagen aus dem Innenministerium in München vom Tisch zu ein. Der Bayerische Flüchtlingsrat protestiert. Melanie Huml, die Bamberger Landtagsabgeordnete, plädiert für die Einhaltung der Vereinbarung und eine vorherige Herauslösung einzelner Bereiche für die kommunalen Nutzung.

Schließung nicht in "Stein gemeißelt"

Zuletzt wurde öffentlich, dass das bayerische Innenministerium das Bamberger Ankerzentrum wohl auch über 2025 hinau betreiben will. Dies wurde nach einem Treffen von Innenminister Joachim Herrmann mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtratsfraktion Grünes Bamberg in der Staatskanzlei bekannt. Der "Fränkische Tag" berichtete darüber. Demnach sei die Schließung laut Herrmann nicht in "Stein gemeißelt". Begründet wurde dies damit, dass man nicht wissen könne, wie sich die Flüchtlingsströme in Zukunft entwickeln.

Verlängerung für den Flüchtlingsrat nicht hinnehmbar

Für den Bayerischen Flüchtlingsrat wäre die Verlängerung der Bamberger Einrichtung nicht hinnehmbar. Der Rat sieht die Stadt Bamberg in der Pflicht, beim Innenministerium auf die Einhaltung des Vertrages und die Schließung zum Ende 2025 zu pochen.

 

Gerade das hiesige Sammellager hat eindringlich gezeigt, was es mit Geflüchteten anrichtet, die dort längere Zeit untergebracht sind. Die Stadt muss auf die Schließung dieses Lagers drängen und sich für eine dezentrale Unterbringung einsetzen. Das wäre ein großer Fortschritt für die betroffenen Geflüchteten und die einzige Chance, das Gelände als städtisches Entwicklungsgebiet nutzen zu können!

(Thomas Bollwein vom Bayerischen Flüchtlingsrat)

 

Innenministerium: "Kapazitätsanforderungen sind sehr volatil"

TVO fragte diesbezüglich beim Innenministerium in München an. Hier teilte man mit, dass sich an der Aussage des Freistaats zur Frage, ob Gebäude oder Teilflächen aus dem Anker-Zentrum herausgelöst werden können nichts geändert hat. Auch nicht bei den verbindlichen Zusagen zur Zukunft der Einrichtung. Aber: Derzeit kann kapazitäts- oder raumreduzierenden Maßnahmen nicht zugestimmt werden, so ein Ministeriumssprecher schriftlich gegenüber TVO. Dasselbe gilt auch für Aussagen für die Zeit nach 2025. Begründet wird dies von Seiten des Innenministeriums wegen der insgesamt volatilen Situation. Schriftlich teilte man TVO mit:

 

Der Zugang von Asylbewerbern in die Bundesrepublik und nach Bayern und damit verbunden die Kapazitätsanforderungen der bayerischen Asylunterkünfte sind sehr volatil. Niemand kann eine seriöse Aussage darüber treffen, in welchem Umfang in vier Jahren Kapazitäten benötigt werden. Wegfallende Anker-Kapazitäten müssten an anderen Standortkommunen dann kompensiert werden. Dies führt zu einer Mehrbelastung andernorts. ... Zudem werden die ehemaligen Liegenschaften der US-Army und der Bundeswehr in Bamberg ... vom Bund für die Flüchtlingsunterbringung kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ein Umzug in andere Liegenschaften würde erhebliche Mehrausgaben für die Steuerzahler bedeuten.

Aktuell-Bericht vom 12. März 2021
Bamberg: Streit um Schließung der Aufnahmeeinrichtung

Huml plädiert für vorherige Herauslösung einzelner Bereiche

Die Bamberger Landtagsabgeordnete und Herrmanns CSU-Parteikollegin Melanie Huml plädierte in einer eigenen Stellungnahme für die Einhaltung der Vereinbarung, die Einrichtung Ende 2025 zu schließen. Zudem will sich Huml für eine vorherige Herauslösung einzelner Bereiche zwecks einer kommunalen Nutzung einsetzen.

 

Hierbei geht es mir insbesondere um die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum. Auch für die Realisierung eines Bolzplatzes für die Kinder und Jugendlichen der sogenannten NATO-Siedlung habe ich mich eingesetzt und kann sagen, dass die dafür notwendige Fläche seitens des Freistaats Bayern bereits freigegeben wurde.

(Melanie Huml, MdL, CSU)

 

Huml warb abschließend dafür, parteiübergreifend gemeinschaftlich auftreten, da beispielsweise die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben im SPD-geführten Bundesfinanzministerium gebraucht wird, damit Bamberg das AEO-Gelände käuflich erwerben kann.

© News5 / Herse

Bamberg: „Menschenunwürdige“ Zustände im Ankerzentrum?

Als „Menschenunwürdig“ bezeichnet der Bayerische Flüchtlingsrat die derzeitige Situation im Ankerzentrum. Nachdem bei einer Reihentestung 55 Bewohner in der Erstaufnahmeeinrichtung positiv auf Covid-19 getestet wurden, brachte man die Infizierten in Quarantäne-Blocks unter. Weiterlesen

© BWZ

Zoll stoppt Schleusung: Odyssee dreier Syrer durch Europa endet bei Rehau

Eine wahre Odyssee hatten drei syrische Migranten hinter sich, als sie am Sonntagmorgen (21. Juni) von Selber Zollbeamten auf der Autobahn A93 bei Rehau (HO) kontrolliert wurden. Die drei jungen Männer im Alter von 21, 22 und 24 Jahren befanden sich als Mitreisende in einem Pkw mit deutscher Zulassung. Bei dem Fahrer (27) und Beifahrer (46) handelte es sich ebenfalls um Syrer, die das Trio bei Wien (Österreich) abholten. Das Ziel war Nordrhein-Westfalen. Weiterlesen
© Bundespolizei

A9 / Plech: 18-Jähriger schmuggelt tschetschenische Familie nach Deutschland!

Einen Schleuser, der in seinem Pkw eine tschetschenische Familie nach Deutschland schmuggelte, stoppten Fahnder der Verkehrspolizei Bayreuth am Mittwochmorgen (23. Oktober) auf der Autobahn A9 bei Plech (Landkreis Bayreuth). Der 18-jährige Russe hatte das Ehepaar und seine zwei Kinder über Polen nach Deutschland gebracht. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei. Weiterlesen

Bamberg: Betrunkener stiehlt Mikrowelle & Herdplatte

Am Dienstagmorgen (01. Oktober) wurde die Bamberger Polizei vom Sicherheitsdienst des Ankerzentrums in der Domstadt über einen Diebstahl informiert. Wie sich beim Eintreffen der Beamten herausstellte, entwendete ein 52-Jähriger eine Mikrowelle und eine Herdplatte aus einer Wohnung und deponierte das Diebesgut in seiner Unterkunft. Weiterlesen
© nordbayern-aktuell / Archiv / Symbolbild

Bamberg: Kleinkind bei Unfall mit Lastwagen schwer verletzt

Am heutigen Mittwochmorgen (24. Juli) ereignete sich ein dramatischer Unfall im Ankerzentrum Bamberg. Ein fünfjähriger Junge wurde dabei schwer von einem Lastkraftwagen verletzt. Unfall passiert am späten Morgen Gegen 9:30 Uhr fuhr ein 36-Jähriger mit seinem schweren Nutzfahrzeug die Ahornstraße auf dem Gelände der Asylunterkunft entlang. Dabei kam es aus bislang unbekannter Ursache zu einem Zusammenstoß mit dem Kleinkind, das dort zur gleichen Zeit mit einem Fahrrad unterwegs war. Der iranische Bub erlitt durch die Kollision schwere Verletzungen und kam nach einer ersten medizinischen Untersuchung mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Der Fahrer des Lastwagens erlitt einen Schock und benötigte ebenfalls ärztliche Hilfe. Sachverständiger in Ermittlungen einbezogen Ein Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Bamberg machte sich vor Ort ein Bild von der Unfallstelle. Auf seine Anordnung kam ein Sachverständiger in das Ankerzentrum und unterstützte die Beamten der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt bei der Unfallaufnahme.
© News5 / Herse

Nach Wohnhausbrand in Memmelsdorf: Bewohner können nicht ins Ankerzentrum

Auf die Anfrage, ob die durch den Wohnhausbrand obdachlos gewordenen Memmelsdorfer zwischenzeitlich in der ANKER-Einrichtung in Bamberg untergebracht werden können, hat sich nun die Regierung von Oberfranken geäußert. Eine Unterbringung kommt laut dieser nicht in Betracht, da keine freien Kapazitäten zur Verfügung stehen. Ausstattung der Gebäude nicht geeignet Die Unterkünfte in der ANKER-Einrichtung seien für die Unterbringung der Memmelsdorfer Brandgeschädigten auch von ihrer Ausstattung her gar nicht geeignet. Die Gebäude auf dem ANKER-Gelände seien allein für Asylbewerber ausgelegt. Es gäbe zum Beispiel keinerlei Kochmöglichkeiten, keine Kühlschränke und auch keine Telefon- oder Fernsehanschlüsse. Landkreis Bamberg prüft dezentrale Asylbewerberunterkünfte In einer freien dezentralen Asylbewerberunterkunft sähe die Lage anders aus, hier wäre eine Unterbringung denkbar. Der Bamberger Landrat Johann Kalb hat seine Verwaltung bereits beauftragt, ein geeignetes Objekt zu finden. In Hallstadt konnte mittlerweile ein Gebäude ermittelt werden, in dem vorübergehend vier Familien Platz finden. Mehr als 40 Personen obdachlos nach Brand in Lichteneiche Insgesamt wurden bei dem Brand im Memmelsdorfer Ortsteil Lichteneiche mehr als 40 Personen obdachlos. Wie wir berichtetet haben, brannte es in den vergangenen Tagen mehrmals in dem Ortsteil. Besonders schwer traf es dabei ein Mehrfamilienhaus. Die 78 Mieter können bis auf weiteres nicht in ihre Wohnungen zurück.
© News5 / Merzbach

Nach Brand in Mehrfamilienhaus in Memmelsdorf: Bewohner sollen ins Ankerzentrum ziehen

Mehrmals brannte es in den vergangenen Tagen im Memmelsdorfer Ortsteil Lichteneiche (Landkreis Bamberg). Wir berichteten. Besonders schwer traf es ein Mehrfamilienhaus. Die 78 Mieter des Hauses stehen nach wie vor auf der Straße. Das Gebäude ist aktuell unbewohnbar. Am heutigen Dienstag (19. Februar) forderten Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke und der Memmelsdorfer Bürgermeister Gerd Schneider, die Unterbringung der betroffenen Menschen im Ankerzentrum in Bamberg. Weiterlesen
© TVO / Symbolbild

Bamberg: 26-Jähriger mit Spielzeug-Maschinenpistole löst Polizeieinsatz aus!

Am Montagvormittag (17. Dezember) löste die Beobachtung eines Zeugen einen größeren Polizeieinsatz in Bamberg aus. Dieser teilte der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberfranken mit, dass ein Fußgänger im Bereich der Schweinfurter Straße / Am Leinritt mit einem Gewehr unterwegs sei. Weiterlesen
© News 5 / Merzbach

Nach der Gewaltorgie im Ankerzentrum Bamberg: Vier Männer aus Eritrea in Haft

Gegen vier Hauptverdächtige, die am frühen Dienstagmorgen (11. Dezember) im Ankerzentrum Bamberg für einen großen Polizeieinsatz sorgten, ergingen am Mittwoch (12. Dezember) Untersuchungshaftbefehle. Die Männer müssen sich unter anderem wegen besonders schwerer Brandstiftung und versuchten Totschlags verantworten.

Polizisten mit Pflastersteinen angegriffen

Wie wir berichteten, griffen mehrere Bewohner des Ankerzentrums in den frühen Morgenstunden des gestrigen Dienstags nach einer Ruhestörung Sicherheitsmitarbeiter und Polizeibeamte an und bewarfen sie mit Pflastersteinen und anderen Gegenständen. Daraufhin rückte ein großes Polizeiaufgebot an. Ein Polizeibeamter wurde bei den Übergriffen verletzt. Nachdem sich die Männer in ein Gebäude zurückgezogen hatten, setzten sie eine Wohnung in Brand. Mehrere Bewohner des Hauses erlitten eine Rauchgasvergiftung. Es entstand ein Schaden von über 100.000 Euro!

Chaosnacht im Ankerzentrum Bamberg: Angriff auf Polizisten & ein Wohnungsbrand

Hauptverdächtige sitzen in Haft

Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg ermitteln derzeit wegen besonders schwerer Brandstiftung, versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ergingen am Mittwoch gegen alle vier Hauptverdächtige aus Eritrea die Untersuchungshaftbefehle. Mittlerweile sitzen sie in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten ein.

Videos aus der Gewaltnacht
Rohe Gewalt im Ankerzentrum Bamberg: Männer aus Eritrea greifen Polizisten an!
Rohe Gewalt im Ankerzentrum Bamberg: Polizei verhaftet acht Männer aus Eritrea
Rohe Gewalt im Ankerzentrum Bamberg: Feuerwehr muss Wohnungsbrand löschen!
Rohe Gewalt im Ankerzentrum Bamberg: Chaosnacht für Polizei und Feuerwehr
© News 5 / Merzbach

Chaosnacht im Ankerzentrum Bamberg: Feuer und massive Gewalt gegen die Polizei!

UPDATE 15:33 UHR

Nach dem Polizeieinsatz am frühen Dienstagmorgen (11. Dezember) im Ankerzentrum Bamberg laufen die Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft auf Hochtouren. Am Vormittag überprüften Polizeieinheiten weitere Gebäude der Unterkunft.

Großeinsatz in den frühen Morgenstunden

Zu dem Großeinsatz mit zahlreichen Einsatzkräften der Polizei, des Rettungsdienstes und der Feuerwehr kam es am frühen Dienstagmorgen gegen 0:45 Uhr als nach einer Ruhestörung mehrere Bewohner die verständigten Sicherheitsmitarbeiter und Polizeibeamte angriffen und sich in dem Gebäude verbarrikadierten. Außerdem kam es zu einem Brand in einer Wohnung der Einrichtung. Es entstand ein Sachschaden von geschätzten 100.000 Euro.

 

(Rechts: Aktuell-Bericht des Tages mit einer Zusammenfassung der Ereignisse aus der Nacht und den frühen Morgenstunden)

Chaosnacht im Ankerzentrum Bamberg: Angriff auf Polizisten & ein Wohnungsbrand

Elf Menschen werden bei den Krawallen verletzt

Nachdem die tatverdächtigen Männer in der Folge des Brandes aus dem Gebäude geflüchtet waren, konnten acht der Männer aus Eritrea von den Polizeikräften vorläufig festgenommen werden. Einen weiteren, zunächst flüchtigen Tatverdächtigen, überwältigten Spezialeinsatzkräfte kurze Zeit später in einem Nachbargebäude. Zehn Bewohner der Unterkunft, darunter die Tatverdächtigen, erlitten leichte Verletzungen, weil sie überwiegend Rauchgase eingeatmet hatten. Alle Verletzten wurden vom Rettungsdienst versorgt. Ein Polizeibeamter wurde während des Übergriffs mit einer Metallstange durch einen Tatverdächtigen verletzt und musste sich ebenfalls ärztlich behandelt lassen.

Stellungnahmen von Polizei & Feuerwehr
Rohe Gewalt im Ankerzentrum Bamberg: Männer aus Eritrea greifen Polizisten an!
Rohe Gewalt im Ankerzentrum Bamberg: Feuerwehr muss Wohnungsbrand löschen!

Polizei ermittelt vier Hauptverdächtige

Im Rahmen der ersten Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg und der umfangreich mit Dolmetschern durchgeführten Vernehmungen erhärtete sich der Tatverdacht nun gegen vier Hauptverdächtige unter anderem wegen besonders schwerer Brandstiftung sowie wegen versuchter Tötungsdelikte zum Nachteil von Polizeibeamten. Die Hauptverdächtigen werden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft am Mittwoch dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Flüchtlinge haben Feuer offenbar selbst gelegt

Weiterhin gehen die Brandfahnder derzeit davon aus, dass das Feuer in dem Gebäude durch die Bewohner selbst gelegt wurde. Unterstützung bei der Ermittlungen erhalten die Beamten von einem Sachverständigen des Landeskriminalamtes und einem speziell ausgebildeten Polizeihund.

Polizei durchsucht Ankerzentrum

Im Verlauf des Dienstagvormittages führten Beamte der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt mit Unterstützung von mehreren Einheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei eine Begehung einzelner Gebäudekomplexe des Ankerzentrums durch. Ziel dieser präventiven Maßnahmen war es zum einen, die Identität der dort aufhältigen Personen festzustellen und zum anderen, einer Gefährdung anderer Bewohner sowie des im Ankerzentrum tätigen Personals vorzubeugen. Die Überprüfungen, bei denen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie vermeintliches Diebesgut festgestellt wurden, waren am späten Vormittag beendet.

Rohe Gewalt im Ankerzentrum Bamberg: Polizei verhaftet acht Männer aus Eritrea
Rohe Gewalt im Ankerzentrum Bamberg: Chaosnacht für Polizei und Feuerwehr

ERSTMELDUNG 9:19 UHR

Am frühen Dienstagmorgen (11. Dezember) kam es im Ankerzentrum in Bamberg zu einem großen Polizeieinsatz. Den Angaben nach griffen acht Männer aus Eritrea zuerst Sicherheitsmitarbeiter und in der Folge Polizeibeamte mit Pflastersteinen und weiteren Gegenständen an. Zudem kam es zu einem Brand in einer Wohnung der Einrichtung. Neben einer großen Anzahl von Feuerwehrkräften waren über 100 Polizisten und Sicherheitskräfte in der Nacht im Einsatz, um die Lage in den Griff zu bekommen. Mehrere Personen wurden festgenommen. Es gab rund ein Dutzend Verletzte. Der Schaden wurde mit über 100.000 Euro angegeben.

Bewohner werfen Pflastersteine auf Polizisten

Gegen 0:45 Uhr kam es in einem Gebäude nach einer Ruhestörung zum Übergriff auf Sicherheitsdienstmitarbeiter. In der Folge verbarrikadierten sich mehrere männliche Personen in dem Gebäude. Als die ersten Polizeistreifen eintrafen, wurden diese unter anderen mit Pflastersteinen beworfen.

Feuer in einer Wohnung auf dem Gelände

Zahlreiche Einsatzkräfte umliegender Dienststellen und benachbarter Regierungsbezirke kamen zur Unterstützung nach Bamberg und umstellten zunächst das Gebäude. Zwischenzeitlich kam es auch zum Ausbruch eines Feuers in einer Wohnung in dem Gebäude. In der Folge verließen die Bewohner das Anwesen.

© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach

Acht Männer aus Eritrea verhaftet

Hierbei konnten die Einsatzkräfte acht Tatverdächtige vorläufig festnehmen. Es handelt sich um Männer mit eritreischer Staatsangehörigkeit. Die alarmierte Feuerwehr brachte das Feuer schnell unter Kontrolle. Allerdings mussten neun Personen wegen Rauchgasintoxikation behandelt werden. Ein Polizeibeamter erlitt bei dem Übergriff leichte Verletzungen.

© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach© News5 / Merzbach

Spezialkräfte nehmen weiteren Tatverdächtigen fest

Einer der Tatverdächtigen hielt sich noch in der Unterkunft auf und konnte von Spezialeinsatzkräften in einer Wohnung festgenommen werden. Der Mann war leicht verletzt. Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruch, schwerer Brandstiftung und weiterer Delikte aufgenommen. Ein Staatsanwalt aus Bamberg war ebenfalls vor Ort.

Der Sachschaden beträgt 100.000 Euro

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Hilfskräfte betreuten mehrere Bewohner der Unterkunft. Nach derzeitigem Stand wird der Sachschaden auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Annähernd 100 Polizeibeamte waren im Einsatz.