Tag Archiv: Anklage

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Bamberg / Chemnitz: Online-Betrug in Millionenhöhe angeklagt

Die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichtete Zentralstelle Cybercrime Bayern hat gegen vier junge Männer aus dem Raum Chemnitz Anklage unter anderem wegen mehrfachen gewerbs- und bandenmäßigen Computerbetrugs zum Landgericht Bamberg erhoben. Es geht um eine Summe von über 1,1 Millionen Euro.

Bankkunden mit Phishing-Mails abgezockt

Nach dem Ergebnis der gemeinsam mit der Kriminalpolizeiinspektion Bamberg durchgeführten Ermittlungen versandten bisher unbekannt gebliebene Mittäter sogenannte Phishing-Mails, mit denen Sparkassenkunden aus dem gesamten Bundesgebiet auf von den Tätern erstellte Internetseiten gelockt wurden. Auf diesen Internetseiten, die den echten Internetseiten der Sparkassen täuschend ähnlich sahen, wurden die Kunden – hierunter auch eine Kundin aus dem Raum Bamberg – unter einem Vorwand dazu gebracht, ihre Zugangsdaten zum Online-Banking-Konto preiszugeben.

Das wird den vier Beschuldigten laut Anklageschrift vorgeworfen

Ihre bisher unbekannten Mittäter übergaben die zuvor erlangten Zugangsdaten in der Folge in Listenform über einen Cloudspeicherdienst an die vier Angeschuldigten weiter, die überprüften, ob sie sich mit diesen Daten Zugang zu den Konten der Sparkassenkunden verschaffen konnten. War ihnen dies gelungen, so überprüften sie den jeweiligen Kontostand und veranlassten eine Änderung des TAN-Verfahrens, so dass entweder sie oder ihre unbekannt gebliebenen Mittäter, denen sie das Ergebnis ihrer Tätigkeit ebenfalls in Listenform über den Cloudspeicherdienst mitteilten, in die Lage versetzt wurden, Gelder von den Konten der Sparkassenkunden weiter zu transferieren.

Mutmaßliche Täter ergaunerten sich rund 1,1 Millionen Euro

Insgesamt soll es den Angeschuldigten und ihren Mittätern auf diese Art und Weise gelungen sein, unberechtigte Überweisungen in Höhe von mehr als 1,1 Mio. Euro zu veranlassen. Lediglich etwa 270.000 Euro hiervon konnten die beteiligten Sparkassen für ihre Kunden im Wege eines sogenannten Recalls sichern. Von den übrigen Beträgen erhielten die unbekannt gebliebenen Mittäter zwei Drittel, die Angeschuldigten sollen sich das restliche Drittel geteilt haben.

Vier Beschuldigte sitzen derzeit in Untersuchungshaft

Die vier Männer im Alter zwischen 22 und 29 Jahren, die alle aus dem Raum Chemnitz stammen, befinden sich bereits seit dem 30.11.2018 in Untersuchungshaft. Während sich ein 22-jähriger Angeschuldigter im Ermittlungsverfahren geständig eingelassen hat, haben die drei weiteren Angeschuldigten bislang keine Angaben zur Sache gemacht.

Bis zu 15 Jahre Haft für die Täter möglich

Das Gesetz sieht für jeden Fall des gewerbs- und bandenmäßigen Computerbetrugs eine Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren vor. Sollte es zu einer Verurteilung wegen mehrerer Taten kommt, beträgt das Höchstmaß der dann zu verhängenden Gesamtfreiheitsstrafe 15 Jahre.

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Hof: Autowelt König-Prozess kurz vor dem Ende?

Der Prozess gegen den ehemaligen Eigentümer der Wunsiedler Autowelt König, Tomas König, seinen damaligen Prokuristen und zwei seiner Mitarbeiter wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe könnte früher zu Ende sein als gedacht. Der vorsitzende Richter am Hofer Landgericht kündigte an, das Verfahren gegen König und den Prokuristen gegen eine Geldauflage einzustellen. Die beiden anderen Mitarbeiter könnten mit einer Bewährungsstrafe davonkommen.

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Fall Sophia L.: Staatsanwaltschaft Bayreuth erhebt Anklage wegen Mordes

Im Fall der getöteten Tramperin Sophia L. hat die Bayreuther Staatsanwaltschaft nun Anklage wegen Mordes gegen den gebürtigen marokkanischen Lkw-Fahrer erhobenerhoben.

Studentin vermutlich in Oberfranken getötet

Wie berichtet, wurde die 28-jährige Studentin im Juni vergangenen Jahres vermutlich am Parkplatz Sperbes der Autobahn 9 (Landkreis Bayreuth) getötet. Ihre Leiche wurde letztlich in Spanien aufgefunden. Der beschuldigte Lkw-Fahrer wenig später festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, Sophia L. umgebracht zu haben, um zuvor begangene Straftaten zu verdecken. Er selbst behauptet, die Studentin im Rahmen einer Auseinandersetzung getötet zu haben. Einen Termin für den Start der Hauptverhandlung gibt es noch nicht.

 

Weiterführende Informationen (Textnews)
© TVO Mordprozess Sophia in Bayreuth: Lebenslange Haft für Boujeema L. Am Landgericht in Bayreuth fiel am Mittwochvormittag (18. September) das Urteil im Prozess um die getötete Studentin Sophia Lösche aus (…) Mordfall Sophia L.: Prozess startet morgen am Landgericht Bayreuth Morgen startet am Landgreicht in Bayreuth der Prozess im Fall der getöteten Sophia L.. Zwölf Hauptverhandlungstermine sind momentan (…) Mordfall Sophia L.: Prozessauftakt im Juli am Landgericht Bayreuth Das Landgerichts Bayreuth hat als Schwurgericht das Hauptverfahren im Fall der getöteten Sophia L. eröffnet. Zugleich hat der (…) Mordfall Sophia L.: Staatsanwaltschaft Bayreuth will Mordanklage erheben Im Fall der getöteten Tramperin Sophia L. will die Bayreuther Staatsanwaltschaft im Februar die Mordanklage gegen einen marokkanischen (…) Mordfall Sophia L.: Tatverdächtiger sitzt seit heute in Oberfranken im Gefängnis! Der wegen der Tötung von Sophia L. beschuldigte Lastwagenfahrer (41) sitzt seit dem heutigen Tag (31. August) in einer oberfränkischen (…) Bayreuth: Staatsanwaltschaft gibt Leichnam von Sophia L. frei Der Leichnam der getöteten Sophia L. wurde am heutigen Mittwoch (29. August) von der Staatsanwaltschaft Bayreuth zur Bestattung (…) Fall Sophia L.: Leichnam wird nach Deutschland überführt Die in Spanien geführten Ermittlungen im Fall der ermordeten Sophia L. sind nun abgeschlossen. Der Leichnam der 28 Jahre alten (…) Fall Sophia L.: Mutmaßlicher Mörder wird nach Deutschland ausgeliefert Der mutmaßliche Mörder der 28-jährigen Studentin Sophia L. wird nach Deutschland ausgeliefert. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am (…) © Reporter24 / Polizei Leiche in Spanien identifiziert: Es ist die Anhalterin Sophia L. (28) Die tote Frau, die in der letzten Woche im Norden von Spanien aufgefunden wurde, ist identifiziert. Bei der Leiche handelt es sich nach (…) © Reporter24 / Polizei Leipzig / Bayreuth: Oberfränkische Behörden führen nun Ermittlungen im Fall Sophia L. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bayreuth haben am Freitagnachmittag (22. Juni) die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem (…)

Weiterführende Informationen (Video)
Fall Sophia L.: Opfer eines Sexualdelikts? Spanische Medien wollen erste Obduktionsergebnisse kennen
(Aktuell-Bericht vom 11.07.2018)
Fall Sophia: Tatort in Oberfranken? Kripobeamte aus Bayreuth ermitteln auch in Spanien
(Aktuell-Bericht vom 25.06.2018)
Sophia L.: Oberfränkische Ermittler übernehmen den Fall der 28-Jährigen!
(PK vom 22.06.2018)
Leipzig / Landkreis Bayreuth: Polizei sucht auch in Oberfranken nach Sophia L.
(PK vom 21.06.2018)

Mordfall Sophia L.: Staatsanwaltschaft Bayreuth will Mordanklage erheben

Im Fall der getöteten Tramperin Sophia L. will die Bayreuther Staatsanwaltschaft im Februar die Mordanklage gegen einen marokkanischen LKW-Fahrer erheben. Dies teilte die ermittelnde Staatsanwaltschaft gegenüber TVO am heutigen Donnerstag (31. Januar) mit.

Studentin wird im Sommer 2018 das Opfer eines Verbrechens

Wie berichtet (siehe unten), soll der Tatverdächtige im Sommer 2018 die 28-jährige Studentin aus Amberg an der Autobahn A9 in Sachsen mitgenommen und sie in Oberfranken ermordet haben. Ihre Leiche wurde später in Spanien entdeckt. Der Trucker wurde durch die spanische Polizei wenig später festgenommen und anschließend nach Deutschland überführt. Derzeit sitzt der mutmaßliche Mörder in einer oberfränkischen Justizvollzugsanstalt ein.

Weiterführende Informationen
© TVO Mordprozess Sophia in Bayreuth: Lebenslange Haft für Boujeema L. Am Landgericht in Bayreuth fiel am Mittwochvormittag (18. September) das Urteil im Prozess um die getötete Studentin Sophia Lösche aus (…) Mordfall Sophia L.: Prozess startet morgen am Landgericht Bayreuth Morgen startet am Landgreicht in Bayreuth der Prozess im Fall der getöteten Sophia L.. Zwölf Hauptverhandlungstermine sind momentan (…) Mordfall Sophia L.: Prozessauftakt im Juli am Landgericht Bayreuth Das Landgerichts Bayreuth hat als Schwurgericht das Hauptverfahren im Fall der getöteten Sophia L. eröffnet. Zugleich hat der (…) Fall Sophia L.: Staatsanwaltschaft Bayreuth erhebt Anklage wegen Mordes Im Fall der getöteten Tramperin Sophia L. hat die Bayreuther Staatsanwaltschaft nun Anklage wegen Mordes gegen den gebürtigen (…) Mordfall Sophia L.: Tatverdächtiger sitzt seit heute in Oberfranken im Gefängnis! Der wegen der Tötung von Sophia L. beschuldigte Lastwagenfahrer (41) sitzt seit dem heutigen Tag (31. August) in einer oberfränkischen (…) Bayreuth: Staatsanwaltschaft gibt Leichnam von Sophia L. frei Der Leichnam der getöteten Sophia L. wurde am heutigen Mittwoch (29. August) von der Staatsanwaltschaft Bayreuth zur Bestattung (…) Fall Sophia L.: Leichnam wird nach Deutschland überführt Die in Spanien geführten Ermittlungen im Fall der ermordeten Sophia L. sind nun abgeschlossen. Der Leichnam der 28 Jahre alten (…) Fall Sophia L.: Mutmaßlicher Mörder wird nach Deutschland ausgeliefert Der mutmaßliche Mörder der 28-jährigen Studentin Sophia L. wird nach Deutschland ausgeliefert. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am (…) © Reporter24 / Polizei Leiche in Spanien identifiziert: Es ist die Anhalterin Sophia L. (28) Die tote Frau, die in der letzten Woche im Norden von Spanien aufgefunden wurde, ist identifiziert. Bei der Leiche handelt es sich nach (…) © Reporter24 / Polizei Leipzig / Bayreuth: Oberfränkische Behörden führen nun Ermittlungen im Fall Sophia L. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Bayreuth haben am Freitagnachmittag (22. Juni) die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem (…)
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Bischberger Kita: Angeklagter (19) soll weitere Kinder missbraucht haben

Der Missbrauchsprozess um den ehemaligen Kindergartenmitarbeiter aus Bischberg (Landkreis Bamberg) ist am heutigen Montag (25. Juni) am Landgericht Bamberg fortgesetzt worden. Dem 19-Jähriger wird sexueller Missbrauch von Kindern in mehreren Fällen vorgeworfen. Wie sich bereits am ersten Verhandlungstag (15. Juni) abgezeichnet hat, hat sich die Zahl der Fälle weiter erhöht. (Wir berichteten).

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Sexueller Missbrauch in einem Kindergarten in Bischberg: Anklage gegen 19-Jährigen!

Die Staatsanwaltschaft Bamberg hat gegen einen früheren Auszubildenden eines Kindergartens in Bischberg (Landkreis Bamberg) Anklage vor der Jugendkammer des Landgerichts Bamberg erhoben. Dem 19-Jährigen wird mehrfacher sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Wir berichteten!

Seit Februar in Untersuchungshaft

Der Angeklagte wird beschuldigt, im September 2017 in insgesamt zehn Fällen neun Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren im Kindergarten in Bischberg sexuell missbraucht und darüber hinaus kinderpornographisches Material besessen zu haben. Der 19-Jährige mutmaßliche Täter befindet sich seit Februar 2018 in Untersuchungshaft.

Eltern melden sich im November bei der Polizei

Wie die Polizei mitteilte, erstatteten im November 2017 Eltern bei der Bamberger Polizei Anzeige gegen den Kindergarten-Mitarbeiter. Demnach soll der junge Mann an ihrer vierjährigen Tochter sexuelle Handlungen vollzogen haben. Im Rahmen der intensiven Ermittlungen meldeten sich weitere Eltern bei der Kriminalpolizei, deren Kinder ebenfalls angaben, Opfer des 19-Jährigen geworden zu sein.

Aktuell-Bericht vom 27. März 2018
Bischberg: Schrecklicher Verdacht - Erzieher soll Kinder sexuell missbraucht haben

Hof / Wunsiedel: Mordanklage – 39-Jährige soll Bekannten vergiftet haben!

Die Staatsanwaltschaft Hof hat gegen eine 39-Jährige aus dem Raum Regenburg Mordanklage erhoben. Die Frau soll im November 2017 einen Bekannten im südlichen Landkreis Wunsiedel mit einer Flüssigkeit vergiftet haben. Der Mann starb wenig später im Krankenhaus Marktredwitz. Wir berichteten!

64-Jähriger kommt mit schwerer Vergiftung in ein Krankenhaus

Mitte November 2017 wurde der 64-Jährige mit schweren Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Dort stellten die Ärzte deutliche Hinweise auf eine Vergiftung fest. Daraufhin wurde die Polizei verständigt. Im Zuge der Ermittlungen verdichteten sich die Erkenntnisse, dass eine damals 38-Jährige aus dem Bekanntenkreis des Mannes ihm eine gesundheitsschädliche Flüssigkeit verabreicht hatte. Die Hofer Kriminalpolizei nahm die Frau kurze Zeit später fest. Der Mann erlag am 1. Dezember 2017 seiner durch die Vergiftung hervorgerufenen Krankheit.

Vorwurf des Mordes

Der Angeschuldigten wird von der Staatsanwaltschaft Hof nun vorgeworfen, dem 64-Jährigen am 13. November 2017 bei einem gemeinsamen Abendessen gezielt eine gesundheitsschädliche Flüssigkeit verabreicht zu haben, um ihn zu töten. Die mutmaßliche Täterin, die sich in Untersuchungshaft befindet, soll nach den Ermittlungen ihren Bekannten aus niederen Beweggründen sowie heimtückisch und grausam getötet haben. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest.

Aktuell-Beitrag vom 27. November 2017
Landkreis Wunsiedel: Giftanschlag auf einen 64-Jährigen
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Bluttat in Bayreuth: Mutmaßliche Mörder des 88-Jährigen gefasst

Bereits im April 2017 ereignete sich in Bayreuth eine schreckliche Bluttat. (Wir berichteten.) Ein 88 Jahre alter Mann wurde Opfer eines brutalen Raubmordes. Der Rentner wurde derart schwer verletzt, dass er kurz vor Ostern im Krankenhaus verstarb. Die dreißigköpfige SOKO "Inn" ermittelte monatelang auf Hochtouren nach den mutmaßlichen Tätern. Inzwischen sitzen zwei Männer in Untersuchungshaft.  Den Verdächtigen wird Mord an dem Bayreuther vorgeworfen. Die umfangreichen und akribischen Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth sind nun abgeschlossen. 

 

Aktuell-Bericht vom heutigen Dienstag (06. März): siehe rechts!

Raubmord in Bayreuth: Tatverdächtige gefasst, Anklage erhoben

Senior wird bei Raubmord tödlich verletzt

Nach einem anonymen Anruf am 12. April 2017 aus Crailsheim (Baden-Württemberg) eilte die Polizei zum Anwesen des Seniors in die Innstraße in Bayreuth. Die Beamten fanden den Bewohner blutüberströmt in seinem Haus. Der Senior wurde so schwer verletzt, dass er wenige Tage später im Krankenhaus erlag. Aufgrund des Bildes, welches sich am Tatort bot, gingen die Polizisten schnell von einem Gewaltverbrechen aus. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass mehrere Schmuckstücke aus dem Haus entwendet wurden.

Gewaltverbrechen in Bayreuth: Polizei veröffentlicht Notruf!

Zahlreiche Wohnungsdurchsuchungen im Bundesgebiet

An den umfangreichen Ermittlungen waren nicht nur oberfränkische Kripobeamte beteiligt, sondern auch das Bayerische Landeskriminalamt, das Bundeskriminalamt, die Bayerische Bereitschaftspolizei und zahlreiche Dolmetscher. Eine Vielzahl von Personen wurde genauer unter die Lupe genommen und mehrere Wohnungen, auch außerhalb Bayerns, durchsucht.

Umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit der Beamten

Die Ermittler setzten große Hoffnungen in die Öffentlichkeitsfahndung. Sowohl der abgesetzte Notruf, als auch Bilder der verschwundenen Schmuckstücke wurden veröffentlicht, um Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten. Zudem wurden über sämtliche Medien Zeugenaufrufe gestartet. Die Beamten suchten auch nach Hinweisen zu verdächtigen Männern, falschen Wasserwerkern und Fahrzeugen.

Rund 1.000 Spuren & 680 Vernehmungen

Insbesondere am Tatort sicherten die Experten der Spurensicherung der Kriminalpolizei Bayreuth allein in den ersten Tagen rund 1.000 Spuren. Nicht nur im Haus des Opfers, sondern auch im Umfeld der späteren Tatverdächtigen wurden zahlreiche Gegenstände, insbesondere Kommunikationsmittel für eine Untersuchung sichergestellt. Im Laufe der monatelangen Ermittlungen führten die Beamten der SOKO „Inn“ rund 680 Vernehmungen im ganzen Bundesgebiet durch.

„Aktenzeichen XY“ sollte entscheidende Hinweise bringen

Mitte Mai 2017 wurde der Mordfall in der ZDF-Sendereihe „Aktenzeichen XY ungelöst“ gezeigt. Mitteilungen, die bei der Sonderkommission über das eigens eingerichtete Hinweistelefon eingingen, führten zu weiteren Ermittlungen. Außerdem wurde eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, ausgelobt. Ein entscheidender Hinweis zur Aufklärung des Verbrechens konnte jedoch zunächst nicht erlangt werden.

Gesicherte DNA-Spuren bringen den Durchbruch

Schließlich brachte das Ergebnis der akribisch gesicherten Spuren vom Tatort den Durchbruch. An mehreren Stellen im Wohnhaus wurden DNA-Spuren sowie weitere Hinweise auf die zwei Tatverdächtigen gefunden und beweiskräftig gesichert. Ein 35-Jähriger aus Schwaben wurde Mitte Juni 2017 durch ein Spezialeinsatzkommando festgenommen. Später geriet auch ein Bekannter des Verdächtigen ins Visier der Ermittler. Auch bei dem 34-Jährigen erhärtet sich der Verdacht schnell.

Angeklagt wegen Mordes

Beiden Männer traten bereits vorher wegen schwerer Straftaten in Erscheinung. Die Erkenntnisse der Bayreuther Kripobeamten lieferten zahlreiche Ermittlungsansätze zur Aufklärung weiterer Straftaten, die beiden Männer zur Last gelegt werden. Aufgrund der umfangreichen Ermittlungsergebnisse der SOKO „Inn“ hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth nun Mordanklage gegen beide Beschuldigten erhoben.

Aktuell-Bericht vom September 2017
Raubmord in Bayreuth: Kripo sucht falsche Wasserwerker
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Toter Asylbewerber von Zapfendorf: Mordanklage gegen zwei Syrer

Am 20. Januar 2017 wurde in einer Asylunterkunft im Zapfendorfer Ortsteil Unterleiterbach (Landkreis Bamberg) ein 26 Jahre alter Asylbewerber aus Syrien getötet. Wir berichteten! Nach Abschluss der Ermittlungen erhob nun die Staatsanwaltschaft Bamberg Anklage wegen gemeinschaftlichen Mordes gegen zwei Syrer im Alter von 19 und 22 Jahren.

26-Jähriger wurde unter anderem durch mehrere Messerstiche getötet

Die Anklage sieht es als erwiesen an, dass die Täter den 26-Jährigen in der Asylunterkunft mit mehreren Messerstichen und durch Ersticken heimtückisch, grausam und aus Habgier töteten. Deshalb erweiterte man die Anklage um den Vorwurf des gemeinschaftlich begangen Raubes.

Verhandlungstermin noch nicht bekannt

Die Angeklagten sitzen seit Ende Januar bereits in Untersuchungshaft. Wann genau die Verhandlung vor der Jugendkammer des Landgerichts Bamberg eröffnet wird, steht noch nicht fest.    

Weiterführende Informationen
Mord in Asylunterkunft in Zapfendorf: Zwei Tatverdächtige gefasst
(25.01.17)
Toter Asylbewerber in Zapfendorf: Kripo sucht Bahngleise nach Spuren ab
(24.01.17)
Asylunterkunft Zapfendorf: Leiche wies mehrere Stichwunden auf
(23.01.17)
Zapfendorf: Wer ist der Tote in der Asylunterkunft?
(21.01.17)
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Schlachthof-Brand in Bamberg: Ehemaliger Mitarbeiter angeklagt

Im Fall des Brandes in der Direktion des Bamberger Schlachthofes Mitte Dezember 2016 hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Schlachthofes wird der Brandstiftung beschuldigt.

Ehemaliger Mitarbeiter soll Feuer gelegt haben

Dem mutmaßlichen Brandstifter wird vorgeworfen, sich gewaltsam über eine Seitentür Zugang zum Verwaltungsgebäude des Veterinäramts verschafft zu haben. Dort soll er verschiedene Gegenstände wie Papierordner zusammengetragen und sie im Flur des Gebäudes entzündet haben. Der Flur brannte daraufhin vollständig aus und auch die umliegenden Büros sowie die Zwischendecke wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen, insgesamt beläuft sich der Sachschaden auf etwa 100.000 Euro. Ein Tatmotiv ist noch nicht bekannt.

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A9 / Autohof Berg: Zoll stellt 550 Kilo Marihuana sicher

Rund 550 Kilogramm Marihuana im Wert von mehreren Millionen Euro fanden Zollbeamte des Hauptzollamtes Erfurt Ende Dezember 2016 in einem serbischen Lkw auf dem Autohof Berg an der Autobahn A9 im Landkreis Hof. Die Beamten nahmen den 61-jährigen Trucker daraufhin fest und stellten das Rauschgift sicher. Die Staatsanwaltschaft Hof hat nun Anklage gegen den Lkw-Fahrer am Landgericht Hof wegen des Vorwurfs der Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge erhoben.

Zoll-Kontrolle mittels Röntgentechnik führt zum Auffinden der Drogen

Dem 61-Jährigen wird in der Anklage vorgeworfen, in einem nachträglich geschaffenen Hohlraum an der Stirnseite des Lkw Marihuana aus Serbien über einen süddeutschen Grenzübergang nach Deutschland verbracht zu haben. Im Zuge einer Zoll-Kontrolle mittels Röntgentechnik wurden Unregelmäßigkeiten beim Fahrzeugaufbau festgestellt. Diese führte zur Entdeckung des Rauschgiftes.

Menge reichte für 3,8 Millionen Konsumeinheiten

Die weiteren Ermittlungen führte die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift des Bayerischen Landeskriminalamtes und des Zollfahndungsamtes München unter der Sachherrschaft der Staatsanwaltschaft Hof. "Alleine die hier präsentierte Menge Marihuana hätte schätzungsweise für bis zu 3,8 Millionen Konsumeinheiten ausreichen können. Wir stehen weiter in Kontakt mit benachbarten Dienststellen im In- und Ausland, um auch an die Hinterleute solcher Transporte zu gelangen", so Norbert Drude, Direktionspräsident des Zollkriminalamtes.

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Hof: Zehn Mitglieder verschiedener Motorradclubs angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Hof hat nach einer handfesten Auseinandersetzung im Mai 2016 auf offener Straße in Hof nun gegen insgesamt zehn Mitglieder beziehungsweise Unterstützer verschiedener Motorradclubs Anklage zur Jugendkammer am Landgericht Hof erhoben. Einem der Angeschuldigten wird eine gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, den anderen neun Personen Beihilfe hierzu.

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Hof: Anklageerhebung nach tödlichem Badeunfall

Die Staatsanwaltschaft Hof hat Anklage zum Schöffengericht des Amtsgerichts Hof gegen eine Mitarbeiterin eines Wohlfahrtsverbands wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung erhoben. Nach einem Badeunfall am 19. Juli 2016 im Hofer Freibad verstarb weniger Tage später ein achtjähriges Kind an den Folgen des Unfalls. Der Junge besuchte mit weiteren Kindern und der Angeschuldigten als Aufsichtsperson das Bad. Wir berichteten!

Achtjähriger stirbt Tage später im Krankenhaus

Der verunglückte Junge, welcher nicht schwimmen konnte, befand sich laut der Anklageschrift hierbei ohne Aufsicht durch die Angeklagte sowie ohne Schwimmhilfe in einem für das Kind wegen der Wassertiefe ungeeigneten Becken. Der Achtjährige ging unter und trieb in der Folge regungslos im Becken. Von Ersthelfern und den Bademeistern wurde er reanimiert. Das Kind starb wenige Tage später im Krankenhaus an den Folgen des Unfalls. Der Angeschuldigten wird daher von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, ihre Aufsichtspflichten verletzt und Unfallverhütungsvorschriften nicht eingehalten zu haben. Der Vorwurf lautet: fahrlässige Tötung!

Diakonie räumt Fehler ein

Im Falle des ertrunkenen Jungen, hat der betroffene Wohlfahrsverband nun Fehler eingeräumt. Die Diakonie teilte laut Medienberichten mit, dass die zuständige Betreuerin, anders als anfangs behauptet, wusste, dass der achtjährige Junge nicht schwimmen konnte. Außerdem muss bei der Betreuung von acht Kindern ein zweiter Mitarbeiter vor Ort sein, was an diesem Tag nicht der Fall war.

Weiterführende Informationen
Badeunfall in Hof: Wir sprechen mit den Eltern des toten Jungen
(Aktuell-Bericht vom 23.08.16)
Hof: 8-Jähriger kämpft nach Badeunfall weiter um sein Leben
(Aktuell-Bericht vom 21.07.16)
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Coburg: Mutmaßliche Kindesmisshandlungen in einer Kita

Gegen die Leiterin einer Coburger Kindertagesstätte sowie eine Mitarbeiterin der gleichen Einrichtung wurde am Mittwoch (08. März) der Prozess am Amtsgericht Coburg eröffnet. Beiden Frauen wird vorgeworfen, in insgesamt mindestens 15 Fällen Kleinkinder misshandelt zu haben.

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Hof: NKD-Mammutprozess geht in die zweite Runde

Der NKD-Mammutprozess am Landgericht Hof geht in eine zweite Runde. Seit dem heutigen Donnerstag (19. Januar) steht der mutmaßliche Komplize des wegen Untreue verurteilten Ex-Managers der Textilkette vor Gericht. Gleich zu Beginn der Verhandlung legte der Angeklagte Michael J. ein Geständnis ab.

Michael J. wurde in Brasilien festgenommen

Dem 38-Jährigen wird von der Anklage vorgeworfen, dem bereits Verurteilten geholfen zu haben, rund 3,7 Millionen Euro aus der NKD-Kasse auf Privatkonten geschleust zu haben. Nachdem der Angeklagte seit Jahren per internationalem Haftbefehl gesucht wurde, nahmen ihn Polizisten Ende 2015 in Brasilien fest. Dort saß er ein Jahr lang im Gefängnis. Kurz vor Weihnachten wurde er nach Deutschland ausgeliefert.

Urteil schon nächsten Donnerstag?

Die erschwerten Haftbedingungen in Brasilien könnten sich wohlmöglich auf das Strafmaß gegen J. auswirken. Dieses bewegt sich laut dem Gerichtssprecher zwischen einem Monat und siebeneinhalb Jahren. Das Urteil wird am 2. Februar erwartet. Wegen des abgelegten Geständnisses ist die Urteilsverkündung aber auch schon nächsten Donnerstag möglich.

Urteil im ersten NKD-Prozess (28. April 2015)
Landgericht Hof: Sechs Jahre Haft für Ex-NKD-Chef
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