Tag Archiv: Arbeitsplatz

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Rehau AG: Konzern baut in der Automobilzuliefer-Sparte rund 1.000 Stellen ab

Die Rehau AG streicht weltweit 960 Stellen. Dies gab der Konzern am Dienstag (07. Juli) bekannt. Betroffen ist die Autozuliefer-Sparte. 700 Arbeitsplätze fallen dort im Fertigungsbereich weg, 260 im Verwaltungssektor. Allein am Stammsitz in Rehau (HO) mit 2.500 Arbeitsplätzen werden 150 Stellen gestrichen. Bis Mitte 2022 soll der Stellenabbau vollzogen sein.

Bayreuther Außenstelle wird geschlossen

In Oberfranken ist zudem der Bayreuther Standort betroffen. Dort wird die 2016 eingerichtete Außenstelle für IT- und Automotive-Fachkräfte komplett geschlossen. Die dortigen Mitarbeiter, soweit möglich, in Mobile-Office Lösungen und in Rehau untergebracht werden. Die Schließung der Außenstelle begründet der Kunststoffhersteller begründet mit dem technologischen Wandel in der Automobilbranche - hin zu mehr Elektromobilität, aber auch mit der Corona-Krise. Im Zuge des Prozesses soll die Sparte komplett neu aufgestellt werden.

Kurzarbeit für 5.500 Mitarbeiter seit März

Bereits seit Sommer 2019 hat der Konzern mit den Schwierigkeiten in der Branche zu kämpfen. Man verzeichnete unter anderem Probleme beim Absatz der Produkte. Mit Beginn der Corona-Krise verschärfte sich die Lage in diesem Industriesektor. Die REHAU AG beantrage im März bereits Kurzarbeit für über 5.500 Mitarbeiter in Deutschland. Dies hilft allerdings nicht weiter, so Sparten-Chef Markus Distelhoff.

 

Das Instrument der Kurzarbeit ist weitestgehend ausgeschöpft. Wir besetzen aktuell keine offenen Stellen und nutzen für den Abbau von Kapazitäten bereits die natürliche Fluktuation. Wo diese Ansätze nicht ausreichen, werden wir uns aber leider auch von Mitarbeitern trennen müssen. Wir sind uns des schmerzhaften Einschnitts für die gesamte Organisation bewusst. Für alle betroffenen Kolleginnen und Kollegen werden wir schnell Klarheit schaffen und gute und faire Lösungen finden.

(Markus Distelhoff, CEO der REHAU Automotive-Sparte)

 

Das Unternehmen will eine neue Organisationsstruktur einführen, um zukünftig näher an den Bedürfnissen der Kunden arbeiten zu können. So sollen unter anderem neue Entwicklung in diesem Sektor schnell umgesetzt werden. So soll die Verantwortung für ein Kundenprojekt zentral an einem Standort gebündelt sein. Forschung und Serienentwicklung will man enger verzahnen, Chancen der Digitalisierung nutzen. Im Sektor Automotive setzt man in Zukunft vor allem auf internationales Wachstum. Laut REHAU-Pressemeldung sitzt man die Sparte zudem für die großen Trends Elektromobilität und CO2-Minimierung hervorragend aufgestellt.

 

Das Marktumfeld und die Corona-Auswirkungen stellen REHAU im Bereich Automotive vor große Herausforderungen. Aber wir haben einen klaren Plan, den wir mit Entschlossenheit ins Ziel bringen werden. Wir werden unseren größten Geschäftsbereich auf deutlich profitablere Beine stellen. Und damit mehr Raum für Wachstum und Investitionen in unsere Zukunft schaffen.

(William Christensen, CEO der REHAU Gruppe)

 

Insgesamt sind circa 20.000 Menschen bei dem Familienunternehmen weltweit tätig. Allein in Deutschland sind es derzeit 8.000.

Der Aktuell-Beitrag zum Stellenabbau der Rehau AG
Rehau: Massiver Stellenabbau bei REHAU
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BAT in Bayreuth: Weitere 200 Mitarbeiter werden ihren Arbeitsplatz verlieren!

Wie die Geschäftsleitung von BAT Bayreuth am heutigen Donnerstag (12. September) der Belegschaft mitteilte, werden rund 200 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz in den kommenden zwei Jahren verlieren. Das BAT in Bayreuth baute bereits im Jahr 2016 insgesamt 950 Stellen ab.

Vor allem Forschung und Entwicklung sei vom Stellenabbau betroffen

So waren es im Jahr 2016 noch insgesamt 1400 Beschäftigte, werden es nach Beschluss dieser Maßnahme nur noch 180 Mitarbeiter bei BAT in Bayreuth sein. Betroffen sei der gesamte Bereich Forschung und Entwicklung mit etwa 190 Beschäftigen, sowie weitere Bereiche.

„Wir sind entsetzt“, „Uns ist bekannt, dass BAT weltweit rationalisiert, dass es unseren Standort so hart trifft haben wir nicht erwartet.“,

so der Betriebsratsvorsitzender Ulrich Popp. Michael Grundl von der Gewerkschaft NGG spricht von einem Skandal:

„Schon wieder müssen die Kolleginnen und Kollegen für die Missgeschicke des Managements herhalten. Wir werden nichts unversucht lassen, für die betroffenen Beschäftigten gute Anschlussregelungen zu verhandeln.“

Weiterführende Informationen zur BAT Bayreuth:
Bayreuth: BAT entlässt 200 weitere Arbeitnehmer
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Coburg: Waldrich streicht 180 Arbeitsplätze

In Coburg will der Werkzeugmaschinenbauer Waldrich bis Herbst diesen Jahres 180 Stellen abbauen. Die Gründe sind, wie das Unternehmen verlauten lässt, massive Absatzschwierigkeiten wegen der unsicheren Weltlage und damit verbundene Probleme bei Exportgeschäften. Wir berichteten!

Ausgliederung in Transfergesellschaft

Bereits seit drei Jahren in Folge schreibe das Unternehmen laut eigener Aussage rote Zahlen. Die von den Kündigungen betroffenen Mitarbeiter sollen in eine Transfergesellschaft überführt werden. Hier erhalten die Betroffenen 80 Prozent ihres bisherigen Nettoverdienstes. Weiterhin soll ein Teil der Auszubildenden nicht übernommen und Zeitverträge nicht verlängert werden. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 750 Mitarbeiter.

Weiterführende Informationen aus dem Januar 2017
Coburg: Maschinenbauer Waldrich streicht zahlreiche Jobs
Coburg: IG Metall zum Stellenabbau bei Waldrich
Coburg: Massiver Stellenabbau bei Waldrich geplant

Hof: IHK erwartet Beschäftigtenanstieg

Wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilte, liegen auch die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage für die Region Hof vor. Demnach schätzt die Wirtschaft die Geschäftslage besser ein als noch im Frühsommer – der Konjunkturklimaindex für die Region bleibt mit 103,9 Punkten im positiven Bereich, obgleich er durch leicht abgeschwächte Erwartungen um drei Zähler gesunken ist.

 

Unternehmen schätzen Lage besser ein

26 Prozent der Unternehmen in der Region Hof bewerten die aktuelle Geschäftslage als positiv, dem gegenüber stehen 17 Prozent, die die Lage als eher negativ einschätzen. Damit fällt die Befragung insgesamt deutlich besser aus als die letzte Umfrage im Frühsommer 2013. Als Hauptgrund hierfür führt die IHK einen Anstieg der Nachfrage vor allem in Russland und Nordamerika an.

 

Ausblick häufiger negativ als positiv

Im Hinblick auf die Entwicklung der Geschäfte im kommenden Jahr bringen 17 Prozent der Unternehmen positive Erwartungen zum Ausdruck, während 18 Prozent mit einer negativen Entwicklung rechnen. Die erwartete Investitionsquote liegt mit 86 Prozent der befragten Unternehmen auf dem Niveau der letzten Umfrage.

 

Beschäftigtenanstieg erwartet

Nachdem die Einschätzung der Lage – trotz des durchwachsenen Ausblicks – insgesamt also eher positiv ausfällt, geben die Mitgliedsunternehmen des IHK-Gremiums Hof auch an, ihr Personal aufstocken zu wollen. Diesbezüglich rechnet die IHK mit einem Anstieg der Mitarbeiterzahl um etwa zwei Prozent in den kommenden zwölf Monaten. Ein Problem könnte hierbei der Fachkräftemangel darstellen. „Gegenüber Unternehmen in anderen Wirtschaftsräumen müssen sich Hofer Unternehmen keinesfalls verstecken“, sagte Dr. Heinrich Strunz, Vizepräsident der IHK für Oberfranken. „Die Unternehmer in der Region müssen sich aber besser vermarkten, ihre Stärken als Arbeitgeber noch mehr herausstellen.“

 


 

 

Forchheim: Geschäftslage laut IHK-Konjunkturumfrage sehr positiv

Wie die IHK für Oberfranken Bayreuth mitteilte, liegen die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage für die Region Forchheim vor. Demnach ist die Wirtschaft sehr zufrieden mit der Geschäftslage – der Konjunkturklimaindex für die Region bleibt mit 105,8 Punkten im positiven Bereich, obgleich er durch leicht abgeschwächte Erwartungen um acht Zähler gesunken ist.

 

Unternehmen beurteilen Lage überwiegend positiv

37 Prozent der Unternehmen in der Region Forchheim bewerten die aktuelle Geschäftslage als positiv, dem gegenüber stehen 14 Prozent, die die Lage als eher negativ einschätzen. Damit fällt die Befragung insgesamt etwas schlechter aus als die letzte Umfrage im Frühsommer 2013. Als Hauptgrund hierfür führt die IHK eine Stagnation der Nachfrage vor allem auf dem europäischen und asiatischen Markt an.

 

Ausblick leicht eingetrübt

Im Hinblick auf die Entwicklung der Geschäfte im kommenden Jahr bringen 18 Prozent der Unternehmen positive Erwartungen zum Ausdruck, während 28 Prozent mit einer negativen und 61 Prozent mit einer gleichbleibenden Entwicklung rechnen. Dies schlägt sich auch in der erwarteten Investitionsquote nieder, diese bleibt zwar sehr hoch – 93 Prozent der befragten Unternehmen wollen investieren -, sinkt insgesamt aber dennoch leicht.

 

Personal soll aufgestockt werden

Nachdem die Einschätzung der Lage insgesamt also positiv ausfällt, geben die Mitgliedsunternehmen des IHK-Gremiums Forchheim auch an, ihr Personal aufstocken zu wollen. Diesbezüglich rechnet die IHK mit einem Anstieg der Mitarbeiterzahl um etwa 1,5 Prozent in den kommenden zwölf Monaten. Ein Problem könnte hierbei der Fachkräftemangel darstellen, dementsprechend sei es umso wichtiger, „das vorhandene latente Potential, etwa bei den Frauen, den Älteren oder den schlechter Qualifizierten besser zu nutzen“, so IHK-Vizepräsident Dr. Michael Waasner.

 


 

 

Loewe AG: 140 Mitarbeiter ab Dienstag in Transfergesellschaft

140 Mitarbeiter des Unterhaltungselektronikherstellers Loewe aus Kronach werden mit dem morgigen Tag in eine Transfergesellschaft wechseln. Das heißt, ihr Job beim Kronacher Traditionsunternehmen ist Geschichte. sie werden jetzt in dieser Transfergesellschaft auf einen neuen Arbeitsplatz vorbereitet. Träger dieser neuen Gesellschaft ist das Augsburger Unternehmen BTG Rossberger. Sie wollen den betroffenen Arbeitnehmern bei der Arbeitssuche und bei Weiterqualifizierungsmaßnahmen unter die Arme greifen. Sollte einer der 140 Mitarbeiter nicht in die Transfergesellschaft wechseln wollen, wird er mit sofortiger Wirkung freigestellt und ist damit arbeitslos. Mindestens vier, möglicherweise sechs Monate soll die Transferlösung  andauern. Dies ist der momentane Stand der Planungen. Während dieser Zeit erhalten die Mitarbeiter 80 Prozent ihres letzten Lohnes.

 

 



 

 

Siemens: Auch Oberfranken vom Jobabbau betroffen?

15.000 Stellen weltweit, 5.000 Jobs in Deutschland – soviele Arbeitsplätze will der Technologie-Konzern Siemens im kommenden Jahr abbauen, um Geld einzusparen. Der Konzern hat auch zwei Standorte in Oberfranken: eine Servicezentrale in Bayreuth und eine Niederlassung des Bereichs „Health Care“ in Forchheim. An beiden Standroten arbeiten zurzeit  insgesamt 2.450 Personen. Ob es auch in Oberfranken Stellenstreichungen geben wird, wollte ein Sprecher des Siemens-Konzerns gegenüber TVO am Montagvormittag (30.09.13)  nicht sagen. „Wir brechen solche Maßnahmen nicht regional herunter, um niemanden zu verunsichern“, so die Auskunft. Der Stellenabbau bei Siemens soll bis Ende 2014 abgeschlossen sein.