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Marktredwitz / Hof: Randalierende Fußballfans sorgen für Großeinsatz der Polizei

Zu einem Großeinsatz der Landes- und Bundespolizei kam es am Samstagabend (11. Mai) am Marktredwitzer Bahnhof sowie am Hauptbahnhof von Hof. Schuld daran waren Zwickauer und Nürnberger Fußballfans, die im Regionalexpress von Nürnberg nach Marktredwitz (RE 3435) aneinander gerieten. Mehrere Streifen der Selber Bundespolizei vom Hofer Revier mussten am Marktredwitzer Bahnhof einschreiten.

Nürnberger Fan blutet im Gesicht

Vor dem geplanten Ausstieg der Nürnberger Fans am Bahnhof in Marktredwitz (Landkreis Wunsiedel) waren diese von Zwickauer Fans massiv verbal angegangen und mehrmals attackiert worden. Ein Nürnberger Fan erlitt eine blutende Wunde im Gesicht. Mehrere Fanartikel wie Schals und Mützen wurden den Nürnbergern entrissen. Die Fußballfans aus Zwickau blieben im Zug und wurden von hinzugerufenen Selber Bundespolizisten nach Hof begleitet. Um am Hofer Hauptbahnhof die Identität aller Fans des Vereins aus der dritten Liga feststellen zu können, bat die Bundespolizei beim Polizeipräsidium Oberfranken um massive Unterstützung.

Personalien von 50 Zwickauer Fans aufgenommen

Nach der Ankunft des Zuges gegen 21:50 Uhr stellten die Beamten die Personalien von 50 Zwickauer Fans fest. Dazu wurden alle Personen durchsucht. Die entwendeten Fanartikel der Nürnberger Fans wurden hierbei aufgefunden und sichergestellt. Um die Heimreise der überprüften Zwickauer Fans zu gewährleisten, wurde eine verspätete Abfahrt des Zuges in Absprache mit der Deutschen Bahn für 23:00 Uhr vereinbart.

50 Landes- und Bundespolizisten sowie zwei Hunde im Einsatz

Rund 50 Landes- und Bundespolizisten und zwei Diensthunde waren bei dem Großeinsatz in Hof vor Ort. Aufgrund der Zusammenarbeit konnten die polizeilichen Maßnahmen in Hof weitestgehend problemlos durchgeführt werden. Auch auf der anschließenden Weiterfahrt nach Zwickau verhielten sich die Fans ruhig und kooperativ.

Ermittlungen wegen Körperverletzung und Raub

Die Bundespolizeiinspektion Selb ermittelt derzeit wegen Körperverletzung und Raub. Um Zeugenhinweise wird unter der Telefonnummer 09287 / 96 51-0 (Selb) oder unter 09281 / 14 00 29-0 (Hof) gebeten. Die Bundespolizeiinspektion Selb bedankt sich abschließend bei dem Polizeipräsidium Oberfranken für die schnelle Bereitstellung der zusätzlichen Polizeikräfte und die gute Zusammenarbeit am Samstagabend.

Hof: Schlägereien in der Freinacht

Gleich mehrere handfeste Auseinandersetzungen haben die Hofer Polizei in der Nacht zum 1. Mai beschäftigt.

 Etwa 2 Stunden nach Mitternacht mussten die Beamten einen Streit an einer Diskothek in der Alsenberger Straße schlichten. Dort schlug ein 20-jähriger Hofer einen ebenfalls 20-jährigen jungen Mann eine Bierfalsche ins Gesicht. Der Geschädigte erlitt eine ein Zentimeter große Platzwunde über der Augenbraue. Der Grund der Auseinandersetzung war eher banaler Art. Der Geschädigte drängelte sich am Schläger vorbei, um mit einer Bekannten zu sprechen. Dies missfiel dem Schläger und es kam zu der abschließenden Körperverletzung.

Um 03.15 Uhr geriet dann eine 30-jährige Dame in der Altstadtpassage völlig in Rage. Ihr wurde Hausverbot in einer Diskothek erteilt. Daraufhin ging sie auf drei männliche Personen zu und beleidigte sie. Nachdem die Beamten hinzugerufen wurde, wurde der Dame angeraten besser nach Hause zu gehen. Die drei männl. Personen wurden nicht verletzt.

Wenig später mussten die Einsatzkräfte schon wieder die Örtlichkeit wechseln, als es in einer Diskothek am Silberberg krachte. Im Rahmen einer Auseinandersetzung wurde hier ein 50-jähriger Mann von einem 32-jährigen Mann die Treppe hinuntergestoßen. Der Mann stürzte, verletzte sich aber nicht.

Dem Ganzen setzte eine Schlägerei um 05.00 Uhr wiederum in der Altstadtpassage  noch die Krone auf. Wiederum gerieten ein 22-jähriger und ein 20-jähriger Mann aus Hof aus nichtigem Anlass aneinander und schlugen und traten sich derart, dass neben zwei Zeugen, auch die Polizeibeamten notwendig waren, um die Streithähne zu trennen und die Lage zu beruhigen.