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Babyleichen von Wallenfels: Urteil ist rechtskräftig

Die Staatsanwaltschaft Coburg teilte am Freitag (17. März) mit, dass das Urteil im Fall der Babyleichen von Wallenfels (Landkreis Kronach) nun rechtskräftig ist. Im November 2015 wurden in einem Wohnhaus acht Babyleichen entdeckt. Die Mutter der Säuglinge wurde wegen Totschlags verurteilt. Wir berichteten.

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Babyleichen von Wallenfels: Staatsanwaltschaft Coburg legt Revision ein

Im Fall der acht Babyleichen von Wallenfels wird das Urteil neu verhandelt. Die Staatsanwaltschaft Coburg hatte sich bereits nach der Urteilsverkündung im Juli 2016 vor dem Landgericht Coburg unzufrieden mit dem Strafmaß erklärt. Die Staatsanwaltschaft hat nun Revision eingelegt. Damit wird der Fall vor dem Bundesgerichtshof neu aufgerollt.

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Babyleichen von Wallenfels: Staatsanwaltschaft legt Revision ein

Im Prozess um die acht Babyleichen von Wallenfels (Landkreis Kronach) will die Staatsanwaltschaft Coburg weder das Urteil gegen die Mutter wegen Totschlags, noch den Freispruch für den Vater der Babys akzeptieren. Die Staatsanwaltschaft legte bereits am Freitag (22. Juli) Revision ein. Dies wurde am heutigen Montag bekannt.

Coburg: 14 Jahre Haft für Mutter & Freispruch für Vater

Anklage will "Verurteilung wegen Mordes" erreichen

Das Landgericht Coburg hatte die 45-jährige Mutter der acht toten Säuglinge wegen Totschlags in vier Fällen zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihr 55-jähriger Ehemann wurde der Beihilfe freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft will weiterhin, wie schon in ihrem Plädoyer gefordert, eine Verurteilung wegen Mordes gegen die Mutter erreichen, gegen den Vater eine Strafe wegen Beihilfe zum Mord.

© TVO / Andreas Heuberger

Babyleichen von Wallenfels: Mutter muss 14 Jahre in Haft

Am Landgericht Coburg hat am Dienstagmorgen (12. Juli) ein mit Spannung erwarteter Prozess begonnen. Eine 45-jährige Mutter aus Wallenfels (Lkr. Kronach) muss sich wegen des Todes von vier Säuglingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Mord vor. Am fünften Prozesstag fällt das Urteil. Die Mutter wird zum Totschlag in vier Fällen verurteilt. Sie muss 14 Jahre in Haft. Der Vater wird freigesprochen.

Update (20.07.2016 / 19:30 Uhr): REAKTION AUS WALLENFELS ZUM URTEIL
Urteil im Babyleichen-Prozess am Landgericht: die Richter verurteilen die Mutter zu einer Strafe von 14 Jahren wegen Totschlags in vier Fällen. Der Vater (beide kommen aus Wallenfels im Landkreis Kronach) wird freigesprochen.In Wallenfels wird das Urteil besonders aufmerksam verfolgt. Andreas Heuberger im Interview mit Bürgermeister Jens Korn.Stimmen zum Urteil und mehr Infos zu dem Prozess auf unserer Themenseite
Update (20.07.2016 / 18:12 Uhr): BERICHT & STATEMENTS ZUM URTEIL
14 Jahre wegen Tortschlags in vier Fällen und ein Freispruch. Die Urteile im Fall der Babyleichenfunde von Wallenfels sind gefallen. Und sie sorgen für Gesprächsstoff – weicht der Richterspruch doch deutlich von den Forderungen der Staatsanwaltschaft ab. Und auch von dem, was Teile der Öffentlichkeit vielleicht für „richtig“ erachtet hätten.Denn der Fund im November letzten Jahres hatte für Aufsehen, Entsetzen und Empörung gesorgt. Andreas Heuberger fasst die Reaktionen aus dem Landgericht Coburg zusammen.

Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 1
Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 2
Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 3
Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 4
Update (20.07.2016 / 09:10 Uhr): DAS URTEIL

Am Landgericht Coburg ist das Urteil im Fall des Babyleichen-Prozesses gefallen. Die Mutter wird zum Totschlag in vier Fällen verurteilt. Sie muss 14 Jahre in Haft. Der Vater wird freigesprochen. Das Urteil und die Reaktionen darauf auch aus Wallenfels sind ab 18:00 Uhr unser Thema in "Oberfranken Aktuell".

© TVO / Andreas Heuberger
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Update (20.07.2016 / 08:45 Uhr):

Am Landgericht Coburg steht heute das Urteil im Babyleichen-Prozess an. Geht es nach der Staatsanwaltschaft soll die 45-jährige Angeklagte lebenslänglich wegen Mordes in Haft. Der Vater soll wegen psychischer Beihilfe zu vier Jahren verurteilt werden.

Update (15.07.2016 / 17:29 Uhr):

„Einen solchen Fall hat es in der Justizgeschichte von Coburg noch nicht gegeben.“ Mit diesen Worten beendet Staatsanwalt Martin Dippold sein Plädoyer im so genannten Babyleichen-Prozess am Landgericht Coburg. Es ist eine der wenigen Punkte, in denen die Anklage mit der Verteidigung übereinstimmt. Denn bei der juristischen Einordnung des Falls gehen die Ansichten auseinander.

Zur Erinnerung: Im November letzten Jahres werden in einem Haus in Wallenfels acht Babyleichen gefunden. Dafür müssen sich die Mutter und der Vater verantworten: Wegen Mordes in vier Fällen bzw. wegen Beihilfe zum Mord

Coburg: Plädoyers im Babyleichen-Prozess
Update (15.07.2016 / 15:25 Uhr):
Landgericht Coburg: Andreas Heuberger zu den Plädoyers

Im Fall der Babyleichen von Wallenfels sind heute die Plädoyers am Landgericht in Coburg gehalten worden.Die Staatsanwaltschaft bleibt bei Mord und fordert eine lebenslange Haftstrafe für die Angeklagte. Die Verteidigung plädiert auf Totschlag. TVO-Reporter Andreas Heuberger fasst die Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung zusammen.

Update (15.07.2016 / 09:50 Uhr):
© TVO / Andreas Heuberger
© TVO / Andreas Heuberger
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Staatsanwaltschaft bleibt beim Mordvorwurf

Die Staatsanwaltschaft Coburg plädiert auf vierfachen Mord. Andrea G soll in den Jahren 2003 bis 2013 vier lebensfähige Neugeborene erstickt haben. Auf Mord steht zwingend eine lebenslange Freiheitsstrafe. Staatsanwalt Martin Dippold wirft der Angeklagten planmäßiges Handeln, getrieben von Egoismus vor. Zuletzt hatte ein Sachverständiger zudem die Schuldfähigkeit von Andrea G. „außer Frage“ gestellt. In einer Stellungnahme zu Beginn des Prozesses hatte sie die Kindstötungen gestanden, aber offen gelassen, ob es zwei, drei oder vier Fälle waren.

Verteidigung plädiert auf Totschlag

Verteidiger Till Wagler sieht drei Fälle von Totschlag. Er spricht sich dafür aus, dass das Gericht ein Urteil festlegen soll, dass der Schuld angemessen ist. Schließlich müsse seine Mandantin für immer mit ihrer Schuld leben. Während des Prozesses war die Verteidigung immer bemüht, die Handlungsweise seiner Mandantin mit ihren Lebensumständen zu erklären: Ein Umfeld, in dem Andrea G. keinen emotionalen Halt fand und sich niemanden anvertrauen konnte.

Die Rolle des Vaters

Laut Staatsanwaltschaft soll Johann G. Beihilfe zum Mord geleistet haben. Sie fordert deswegen 4 Jahre Haft. Die Verteidigung des Angeklagten fordert einen Freispruch. Johann G. glaubt ab etwa 2003, dass seine Ehefrau sterilisiert sei. Etwas anderes könne das Gericht nicht beweisen. Der Angeklagte selbst hatte behauptet, ledglich von der ersten der acht eine Rolle spielenden Schwangerschaften im Jahr 2003 erfahren zu haben. Damals wollte er seine Frau in eine Klinik an Erlangen bringen, zu einer Abtreibung inklusive Sterilisation. Allerdings hatte sich Andrea G. laut einer Stellungnahme ihres Verteidigers Till Wagler damals in einer Pension eingemietet und den Eingriff nicht vornehmen lassen. Johann G. holte sie am Tag danach ab. Zu der Zeit danach schwieg er sich aus.

 

Am Landgericht Coburg hat am Morgen der vierte Verhandlungstag im Fall der toten Babys von Wallenfels begonnen. Es stehen die Plädoyers der Staatsanwaltschaft Coburg und der Verteidigung auf dem Plan.

Update (14.07.2016 / 14:22 Uhr):

Am dritten Verhandlungstag im Babyleichenprozess vor dem Landgericht Coburg haben heute drei Sachverständige ausgesagt. Zunächst beschrieb der Erlanger Rechtsmediziner Stephan Seidl den Zustand der acht aufgefundenen Babyleichen - drei Jungen und fünf Mädchen. Vier davon waren sicher lebensfähig.

Elternschaft der Angeklagten bestätigt

Diese wurden durch ein Handtuch erstickt, so der Rechtsmedizner. Er bestätigte auch die Elternschaft der beiden Angeklagten. Die Münchner Diplom-Psychologin Karoline Pöhlmann, die die Angeklagte kurz nach ihrer Verhaftung befragte, zeichnete ein differenziertes, aber psychologisch nicht auffälliges Bild der Angeklagten. Das bestätigte der Münchner Facharzt für Psychologie, Cornelis Stadtland.

Keine psychische Erkrankung

Die Angeklagte weise keine Anzeichen einer körperlichen, neurologischen oder psychischen Erkrankung auf. Auch eine Persönlichkeitsstörung sei nicht diagnostizierbar. Die Angeklagte sei voll schuldfähig, so der Gutachter. Mit dem Ende des heutigen Prozesstages ist die Beweisaufnahme abgeschlossen, morgen folgen vermutlich die Abschlussplädoyers. Das Urteil fällt vermutlich nächste Woche.

© TVO / Dirk Feustel
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Update (13.07.2016 / 18:54 Uhr):
Coburg: Zeugen im Babyleichen-Prozess sagen aus
Am zweiten Tag des Babyleichenprozesses am Landgericht Coburg sagten heute neben Vernehmungsbeamten mehrere Zeugen aus dem direkten Umfeld der Angeklagten aus. So zum Beispiel der Bruder und eine ehemalige Partnerin des Angeklagten. TVO fasst den Prozesstag zusammen.
Update (13.07.2016 / 12:45 Uhr):

Am Vormittag des zweiten Prozesstags werden etliche Zeugen gehört.

  • eine frühere Partnerin des angeklagten Vaters, die gleichzeitig die Mutter von zwei seiner Kinder ist
  • der Bruder des Angeklagten
  • die 81-jährige Mutter des Angeklagten, die sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht berief
  • zwei frühere bekannte Frauen des Ehepaares aus Wallenfels
  • der Inhaber eines Lokales in Wallenfels, in dem sich das Paar öfter mit Freunden traf
  • der Partner, mit dem die Angeklagte zu dem Zeitpunkt zusammen war, als die Babyleichen gefunden wurden

Bis auf Letzteren kannten alle Zeugen die Angeklagte und den Angeklagten seit vielen Jahren. Alle (bis auf die Mutter, die nicht aussagte) schilderten, dass sie von den Schwangerschaften nichts merkten. Außerdem schilderten sie die beiden als im Prinzip normal, nicht auffällig oder extrem, teils sogar freundlich (sie), zurückhaltend (er), aber eben nicht als jemandwn, der mehrere Säuglinge tötet. Am Nachmittag werden dann Beamte in den Zeugenstand gerufen, die das Paar nach dem Fund der Leichen vernommen haben.

Coburg: Prozess um Babyleichen beginnt
Babyleichen von Wallenfels: Andreas Heuberger über den Prozessauftakt
Babyleichen-Prozess: Statement von Till Wagler (Teil 1)
Babyleichen-Prozess: Statement von Till Wagler (Teil 2)
Babyleichen-Prozess: Statement von Till Wagler (Teil 3)
Update (12.07.2016 / 16:00 Uhr):

Am Landgericht Coburg wird der Fall der Babyleichenfunde von Wallenfels im Landkreis Kronach verhandelt. Die Mutter muss sich in vier der insgesamt acht Fälle wegen Mordes verantworten. Zum Prozessauftakt legt sie ein Geständnis ab und gibt zu mehrere Babys nach der Geburt mit einem Handtuch erstickt zu haben. Ein Zwischenstand von TVO-Reporter Andreas Heuberger.

Update (12.07.2016 / 13:38 Uhr):
Andrea G äußert sich nicht selbst

Die Angeklagte Andrea G wollte zu Beginn der Verhandlung persönlich keine Angaben machen. Sie überließ dies ihren Verteidigern Julia Gremmelmaier und Till Wagler.

Erste Schwangerschaft mit 18 Jahren

Julia Gremmelmaier schilderte den Lebensweg von Andrea G, die in Wallenfels zunächst bei den Großeltern aufwuchs und zu ihren Eltern eher ein kühles Verhältnis hatte. Mit 18 sei sie das erste Mal schwanger gewesen und habe bereits diese Schwangerschaft sehr spät bemerkt. Am Tag, als sie von einem Arzt davon erfuhr, kam es zur Geburt des ersten Kindes.

Schwangerschaften angeblich immer spät bemerkt

Auch die späteren Schwangerschaften – eine mit ihrem ersten Mann, die anderen mit dem Mitangeklagten Johann G – will sie kaum bzw. spät bemerkt haben und keine Erscheinungen wie Heißhunger verspürt haben. Nur bei der Geburt von Zwillingen im Jahr 2001 sei es einmal anders gewesen, wenn auch erst ab dem ca. 5. Monat. Insgesamt hat Andrea G 5 Kinder mit zwei Männern, zwei Töchter mit ihrem Exmann und drei Töchter mit ihrem zweiten Ehemann Johann G, mit dem sie ab 2002 zusammenlebte.

Angeklagte hatte nie Vertrauenspersonen

Zur Sache meinte Verteidiger Till Wagler, seine Mandantin sei mehr nach innen gekehrt und habe Dinge immer mit sich selbst geregelt. Vertrauenspersonen gab es nicht – auch zum Ehemann war das Verhältnis nicht so eng. Zu den Schwangerschaften ab dem Jahr 2003, die zu den im Prozess behandelten Fällen führten, meinte Wagler, sie habe auf die Natur vertraut und sich nicht darum gekümmert.

Alle Geburten wie in Trance hinter sich gebracht

Bei den Geburten zu Hause habe sie wie in Trance funktioniert und erst mit dem Denken angefangen, als die Babyleichen in Plastiktüten verpackt waren. Dieser Vorgang habe sich 7 Mal wiederholt, wobei sich die Hilflosigkeit gesteigert habe. Beachtenswert: durch ihren Anwalt gibt Andrea G zu, die Kinder in einen Handtuch eingewickelt zu haben ihnen damit die Nase zugedrückt zu haben, „wenn es ein Lebenszeichen gab“. Wie oft, das wisse sie nicht mehr, „2x, 3x, vielleicht 4x“.

Angeklagte hofft auf Hilfe

Das Auffinden der Leichen im November 2015 habe sie durch die Medien erfahren. Laut Wagler waren es Schock und Erleichterung zugleich. Jetzt hoffe seine Mandantin auf „fachmännisch Hilfe“, auch bei einem Aufenthalt in einer JVA.

 

Johann G wettert gegen seine Noch-Ehefrau

Johann G wollte sich zur Sache nicht äußern. Bei Fragen zur sexuellen Beziehung der Eheleute und wie viel er von den Schwangerschaften wusste, blockte er auf Anraten seines Verteidigers ab.

Problematische Ehe der beiden

Die Ehe schildert der 56-jährige als problematisch: schon mit der Geburt der Tochter im Jahr 2002 und dem Zusammenziehen habe es Spannungen gegeben. Seien Frau sei eine „notorische Lügnerin“, die Rechnungen versteckt habe und sich zu Kaufräuschen hinreißen ließ. Deswegen habe er heute 12.000 Euro Schulden.

Andrea G wollte sich angeblich sterilisieren lassen

Angaben machte er zu einer Fahrt nach Erlangen vor mehreren Jahren: dort sollte sich Andrea G nicht nur sterilisieren lassen, sondern auch eine Abtreibung vornehmen. Zuvor hatten die Verteidiger der Frau geschildert, Johann G habe seine Frau dort nur abgeliefert – diese sei aber in eine Pension, und nicht in eine Klinik gegangen.

Update (12.07.2016 / 11:15 Uhr):

Die Mutter der toten Säuglinge hat bisher keine Angaben zu der Sache gemacht. Die Verteidigung hat die Taten jedoch zum teil eingeräumt. Der ebenfalls angeklagte Vater schweigt zu den Vorwürfen und macht vor dem Landgericht nur Angaben zu seiner Person.

Prozess mit über 20 Zeugen

Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Die Sitzung leiten wird Richter Christoph Gillot, die Strafkammer besteht weiterhin aus zwei Beisitzern und zwei Schöffen. Die Verteidigung des Ehepaares haben im Fall der Frau Till Wagler aus Kronach und im Fall des Mannes Hilmar Lampert aus Bayreuth übernommen. Über 20 Zeugen sollen gehört werden, außerdem drei Sachverständige, u.a. ein Rechtsmediziner.

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Vorwurf des Mordes in vier Fällen
Auch Ehemann angeklagt
Fund am 12. November 2015

Im Zeitraum von 2003 bis 2013 soll die Frau insgesamt acht Babys zu Hause zur Welt gebracht haben. Mindestens vier hat sie laut den Ermittlern nach der Geburt getötet. Vorrangig, um ein sorgenfreies Leben an der Seite ihres Ehemannes zu führen. Bei den anderen Säuglingen kann die Rechtsmedizin in drei Fällen nicht sicher sagen, ob die Kinder zum Zeitpunkt der Geburt lebensfähig waren. Das im Jahr 2013 geborene Kind war demnach sicher eine Totgeburt. Deswegen die Anklage auf Mord in vier Fällen.

Neben der Frau ist auch ihr 56-jähriger Noch-Ehemann angeklagt. Er soll Beihilfe zum Mord geleistet haben – dadurch, dass er die Hausgeburten akzeptierte und nicht eingriff. Beide erwartet im Falle einer Verurteilung eine empfindliche Strafe. Auf Mord steht ein Urteil zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, das bedeutet mindestens 15 Jahre Haft. Die Verurteilung der Beihilfe richtet sich nach diesem Strafmaß und kann zwischen drei und 15 Jahren betragen.

Den Stein ins Rollen brachten die Ereignisse vom 12. November 2015. Eine Untermieterin findet im Haus der Familie in Wallenfels eine Babyleiche und verständigt die Polizei. Die Beamten entdecken in der Folge sieben weitere tote Säuglinge, verpackt in Plastiktüten. Kurz darauf wird die Mutter, Andrea G., festgenommen. Sie lebt zu diesem Zeitpunkt von ihrem Mann Johann getrennt.

Entsetzen in Wallenfels
Wallenfels (Lkr. Kronach): Prozess um Babyleichenfunde steht an

In Wallenfels herrscht bis heute Ungläubigkeit vor. Die Eheleute waren gut integriert. Johann G. I ist bis heute nur als „der Hans“ im Ort bekannt. Beide hatten Kinder aus vorigen Beziehungen mit in die Ehe gebracht und zusammen drei weitere Kinder bekommen. Insgesamt bestand die Patchworkfamilie aus neun Personen. Im Sommer letzten Jahres trennte sich das Paar dem Vernehmen nach.

Babyleichen von Wallenfels: Morgen startet der Prozess

Es ist ein Tag, den kein Mensch in Wallenfels im Landkreis Kronach je vergessen wird. Am 13. November platzt die Nachricht herein, dass in einem Wohnhaus mitten im Ort mehrere Babyleichen entdeckt wurden. Acht an der Zahl.

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Babyleichen von Wallenfels: Prozessauftakt gegen die Mutter am 12. Juli

Im Fall der acht Babybleichen, die in Wallenfels im Landkreis Kronach am 12. November vergangenen Jahres gefunden worden sind, wird am 12. Juli der Prozess gegen die 45 Jahre alte Mutter wegen vierfachen Mordes eröffnet. Geführt wird er vor dem Schwurgericht am Landgericht Coburg.

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Babyleichen von Wallenfels: Anklageerhebung gegen Mutter & Vater

Nach dem Fund von acht Babyleichen Mitte November 2015 in Wallenfels (Landkreis Kronach) hat die Staatsanwaltschaft Coburg gegen die Mutter jetzt Mordanklage erhoben. Auch der Vater muss sich verantworten. Das Landgericht Coburg muss nun über die Zulassung der Anklage der Staatsanwaltschaft zur Hauptverhandlung zu entscheiden.

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Anklage gegen Mutter und Vater
Bilder aus Wallenfels (11/2015)

Vorwurf gegen die Mutter: Mord

Der Mutter wird vorgeworfen, im Zeitraum von 2003 bis 2013 acht gemeinsame Kinder in der ehelichen Wohnung zur Welt gebracht und hiervon vier Kinder vorsätzlich getötet zu haben.

Vorwurf gegen den Vater: Beihilfe zum Mord

Dem Kindesvater wird zur Last gelegt, ihr hierbei Hilfe geleistet zu haben, ohne selbst an den Tathandlungen beteiligt gewesen zu sein. Bei vier der acht Kinder konnte nicht geklärt werden, ob sie tatsächlich gelebt haben und lebensfähig gewesen sind.

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Handeln aus "sonstigen niedrigen Beweggründen"

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass beide Angeschuldigte aus sonstigen niedrigen Beweggründen gehandelt haben, um ihr Leben uneingeschränkt von weiteren Kindern fortführen zu können. Der Tatvorwurf gegen die Mutter lautet auf Mord in vier Fällen. Dem Vater wird Beihilfe zum Mord zur Last gelegt. Die Mutter befindet sich seit ihrer Festnahme im November in Untersuchungshaft. Gegen den Kindesvater besteht kein Haftbefehl.

 

Schock in Wallenfels: Mittlerweile acht tote Babies gefunden
(Bericht vom 13.11.2015)
Wallenfels: Sieben Babyleichen gefunden! - Video aus der Nacht
(13.11.2015)
Acht Babyleichen von Wallenfels: Was treibt Menschen zu solchen Taten?
(Bericht vom 16.11.2015)
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Babyleichen von Wallenfels: Polizei beendet Ermittlungen

Nach dem Fund von acht toten Säuglingen Mitte November 2015 in einem Wohnhaus in Wallenfels (Landkreis Kronach), ist die umfangreiche Arbeit der Ermittlungsgruppe „Schlossberg“ beendet. In den nächsten Wochen wird die Staatsanwaltschaft Coburg die Anklage gegen die Kindesmutter erheben.

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Babyleichen von Wallenfels: Obduktionsergebnisse veröffentlicht

Die Rechtsmedizin in Erlangen hat die Obduktionsergebnisse der acht toten Säuglinge aus Wallenfels (Landkreis Kronach) veröffentlicht. Die Ermittler gaben bereits sechs Tage nach dem Fund erste Ergebnisse ihrer Untersuchungen bekannt. Demnach wären sechs der Kinder lebensfähig gewesen. Es blieb noch die Frage, wer Mutter und Vater der Kinder sind.

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Babyleichen von Wallenfels: Obduktionsergebnisse in der nächsten Woche

Der schreckliche Fund von acht Babyleichen in Wallenfels (Landkreis Kronach) hat vor rund drei Wochen die Schlagzeilen in den nationalen Medien beherrscht. TVO berichtete ausführlich darüber. Nun wollen die Ermittler in der kommenden Woche die Obduktionsergebnisse veröffentlichen.

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2. Tag im Babymord-Prozess in Hof: Staatsanwaltschaft zeigt Leichensäcke

Hat Dagmar D. aus Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel) Mitte und Ende der 1980er Jahre ihre zwei Babys kurz nach der Geburt getötet? Das wird im Moment vor dem Landgericht Hof verhandelt. Nach dem Auftakt in der vergangenen Woche wurde der Prozess am Montag fortgesetzt. Weiterlesen

Hof / Bad Alexandersbad: Zwei Babyleichen – Anklage wegen Mordes

Die Staatsanwaltschaft Hof hat gegen eine 53-jährige Frau aus dem Landkreis Wunsiedel wegen Mordes in zwei Fällen Anklage zum Landgericht Hof erhoben. Der Frau wird zur Last gelegt, im Zeitraum von 1985 bis 1988 in zwei Fällen jeweils ihr neugeborenes Kind aus niedrigen Beweggründen unversorgt gelassen und so zu Tode gebracht zu haben. Weiterlesen

TVO-Themenseite: Die Babyleichen von Bad Alexandersbad (Lkr. Wunsiedel)

Update, Dienstag, 26. November 2013, 19:20 Uhr: Verdacht gegen eine kirchliche Mitarbeiterin

Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer: Wieder gibt es neue Details über die Mutter der toten Babys aus Bad Alexandersbad im Landkreis Wunsiedel. Die Tatverdächtige soll 52 Jahre alt sein, aus dem 1.200-Seelen-Ort stammen und Mitglied der evangelischen Kirche sein. Mehr noch: Die Frau, die letzten Mittwoch von den Ermittlern der Soko “Carport” festgenommen wurde, soll sogar aktives Mitglied im Kirchenvorstand in Bad Alexandersbad sein. Mehr in unserem Beitrag…

 

 

Update, Dienstag, 26. November 2013, 13:20 Uhr: Verdacht gegen eine kirchliche Mitarbeiterin

Im Fall der zwei toten Babys von Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel) richtet sich der Verdacht gegen eine kirchliche Mitarbeiterin der Gemeinde. Wie berichtet, war vergangene Woche eine 52 Jahre alte Frau aus Bad Alexandersbad festgenommen worden. Sie steht in Verdacht, die Mutter der beiden toten Babys zu sein. Medienberichten zu Folge soll es sich bei der 52-jährigen Frau um ein Mitglied des örtlichen Kirchenvorstandes handeln. Wir berichten aus Bad Alexandersbad ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 

 

Update, Freitag, 22. November 2013, 18:16 Uhr: Ermittlungen führen zum Auffinden & Festnahme der Mutter:

Aufgrund von Ermittlungen der Soko „Carport“ und dem DNA-Gutachten der Rechtsmedizin Erlangen gelang es jetzt, die Mutter der toten Babys festzustellen. Bei der Verdächtigen handelt es sich um eine Frau aus dem Landkreis Wunsiedel, die bereits am Mittwoch festgenommen wurde. Mehr in unserem Video…

 

 

Update, Freitag, 22. November 2013, 11:29 Uhr: Mutter der toten Säuglinge aufgespürt & festgenommen:

Der schreckliche Fund zweier Babyleichen am 23. Oktober 2013 in Bad Alexandersbad (Lkr. Wunsiedel) sorgte nicht nur in der Region, sondern auch überörtlich bei der Bevölkerung für Entsetzen. Die zuständige Kriminalpolizei Hof hatte eigens für diesen Fall eine Sonderkommission mit den Namen „Carport“ eingerichtet. Aufgrund der intensiven Ermittlungen und dem nun vorliegenden DNA-Gutachten der Rechtsmedizin Erlangen gelang es jetzt die Mutter der toten Babys festzustellen. Bei der Tatverdächtigen handelt es sich um eine Frau aus dem Landkreis Wunsiedel, die am Mittwoch festgenommen werden konnte und die sich derzeit in Untersuchungshaft befindet. Mehr dazu… HIER KLICKEN!

 

 

Update, Dienstag, 05. November 2013, 17:55 Uhr: Weiter Rätselraten um tote Säuglinge:

Auch zwei Wochen nach dem grausigen Fund zweier Babyleichen in Bad Alexandersbad im Landkreis Wunsiedel gibt es keine Erkenntnisse über die Identität oder die Todesursache der Kinder. Die DNA-Analyse der zwei stark verwesten Körper dauert an – nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberfranken könnten die Untersuchungen auch noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Mehr dazu… HIER KLICKEN!

 

 

Update, Donnerstag, 31. Oktober 2013, 15:29 Uhr: Todesursache der toten Babys weiterhin unklar:

Die Todesursache der in Bad Alexandersbad im Landkreis Wunsiedel gefundenen Babys ist weiter unklar. Das Sektionsgutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg hat keine eindeutige Todesursache ergeben. Deshalb wurden von der Staatsanwaltschaft Hof bei der Rechtsmedizin weitere umfangreiche und komplexe Analysen zu der Todesursache der weiblichen und des männlichen Neugeborenen in Auftrag gegeben. Mehr dazu… HIER KLICKEN!

 

 

Update, Dienstag, 29. Oktober 2013, 16:48 Uhr: Ergebnisse der Grabungen vom Montag:

Im Fall der in Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel) gefundenen Babyleichen hatte es am gestrigen Montag (28. Oktober 2013) erneute Grabungen gegeben. Wie fragten am Dienstag bei den Ermittlern nach, ob es hierzu Neuigkeiten gibt.

 

 

Update, Montag, 28. Oktober 2013, 18:15 Uhr: Aktuelle Updates aus Bad Alexandersbad:

Großaufgebot am Nachmittag in Bad Alexandersbad im Landkreis Wunsiedel. Kriminalpolizei. Technisches Hilfswerk. Vertreter der Gemeinde. Gegen 13 Uhr tauchen sie in der Markgrafenstraße auf. An jenem Grundstück, auf dem die Leichen von zwei Neugeborenen vergraben waren. Sie heben das Loch weiter aus, das der Eigentümer für den Bau eines Carports gegraben hatte. Systematisch wird die Erde durchforstet – nach möglichen weiteren Babyleichen? Oder suchen die Einsatzkräfte nach Utensilien wie Handtüchern oder Decken, die vielleicht einen Hinweis auf die Identität der beiden Säuglinge geben könnten?

 

 

Update, Montag, 28. Oktober 2013, 15:30 Uhr: Keine Obduktionsergebnisse in der Woche:

Am Montgagnachmittag (28. Oktober 2013) hat es in Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel) auf dem Grundstück in der Markgrafenstraße erneut Grabungen gegeben. Vom Hofer Oberstaatsanwalt Gerhard Schmitt erfuhren wir, dass die Obduktionsergebnisse in dieser Woche wohl nicht mehr veröffentlich werden. Zudem ist unklar, ob die toten Säuglinge, die in einem stark verwesten Zustand in einem Plastiksack gefunden wurden, aus Bad Alexandersbad stammen. Mehr ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell„.

 

 

Update, Montag, 28. Oktober 2013, 14:40 Uhr: Erneute Grabungen in Bad Alexandersbad:

Die Kripo Hof, das THW und Vertreter der Gemeinde sind am Montag vor Ort in der Markgrafenstraße von Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel). Am Montagnachmittag (28. Oktober 2013) wurde mit einem Bagger erneut auf dem Grundstück gegraben. Aus welchem Grund ist derzeit nicht bekannt. Der Bürgermeister von Bad Alexandersbad, Peter Berek (CSU), sprach gegenüber unserer Reporterin vor Ort von einer Nachrichtensperre.

 

 

Update, Montag, 28. Oktober 2013, 12:00 Uhr: Unsere Bildergalerie zum Thema:

Bilder aus der Markgrafenstraße von Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel) vom Donnerstag (24. Oktober 2013):

 

 

Update, Freitatg, 25. Oktober 2013, 19:00 Uhr: Gespräch mit Oberstaatsanwalt Gerhard Schmitt:

Wir sprachen am Freitagnachmittag (25. Oktober 2013) mit dem Hofer Oberstaatsanwalt Gerhard Schmitt zu dem dramatischen Fall in Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel):

 

 

Update, Freitatg, 25. Oktober 2013, 13:15 Uhr: SOKO „Carport“ schaltet Hinweistelefon

Die Staatsanwaltschaft Hof hat am Freitagmittag (25. Oktober 2013) zum Fund zweier Babyleichen in Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel) am Mittwochabend (23. Oktober 2013)  eine Erklärung abgegeben.

SOKO „Carport“ gegründet

Für den Fall wurde die SOKO „Carpot“ gegründet. Staatsanwaltschaft und Kripo Hof erhoffen sich jetzt Informationen über ein Hinweistelefon. Personen, die im Zusammenhang mit den aufgefundenen Kinderleichen Angaben machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0921 / 506 – 1414 zu melden. Hinweise können auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden.

Babyleichen im Erdaushub entdeckt

Zudem gab die Staatsanwaltschaft Hof am Freitagmittag (25. Oktober 2013) Informationen zum Auffinden der Leichen bekannt. Diese wurden am Mittwochabend bei Bauarbeiten auf einem Grundstück in der Markgrafenstraße von Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel) entdeckt. Der Grundstückseigentümer baut hier aktuell einen Carport. In dem Erdaushub, der zum Abfahren bereitstand, fand man die Kinderleichen. Dem Anschein nach handelte es sich dabei um Neugeborene. Die Babyleichen wurden noch am Mittwochabend von einer Rechtsmedizinerin begutachtet. Am Donnerstag (24. Oktober 2013) fand eine Obduktion statt. Ergebnisse dieser Untersuchung gibt es noch nicht.

Ermittler durchsuchten bereits mehrere Anwesen

Die Ermittler befragten bereits Anwohner der umliegenden Gebäude und durchsuchten mehrere Anwesen. Die bisherigen Maßnahmen brachten keine weiteren Kenntnisse zur Identität und Herkunft der Kinder. Die Ermittlungen dauern an. Mehr ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“.

 

 

Update, Donnerstag, 24. Oktober 2013, 18:57 Uhr: Unser Bericht aus Bad Alexandersbad

Die Meldung schockiert am Donnerstag (24. Oktober 2013) ganz Deutschland. In Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel) werden zwei tote Säuglinge entdeckt. Offenbar handelt es sich bei den Leichen um neugeborene Zwillinge. Am Donnerstagnachmittag informierte Oberstaatsanwalt Reiner Laib aus Hof vor Ort über die Sachlage in diesem Fall.

 

 

Update, Donnerstag, 24. Oktober 2013, 15:45 Uhr: Staatsanwaltschaft Hof bestätigt zwei Babyleichen

Die Hofer Staatsanwaltschaft äußerte sich am Donnerstagnachmittag (24. Oktober 2013) vor Ort in Bad Alexandersbad (Landkreises Wunsiedel) zu dem Fund der toten Babys. Oberstaatsanwalt Reiner Laib bestätigte den Fund zweier toter Säuglinge. Es handelt sich dabei um Neugeborene. Die Polizei wurde zudem bereits am Mittwochnachmittag (23. Oktober 2013) zu dem Grundstück gerufen. Laib traf keine weiteren Aussagen zu den Leichen, den Eltern, zu den Hintergründen und zum Fundort.

Der „Nordbayerische Kurier“ hatte zuvor vermeldet, dass es zwei verschiedene Leichenfundorte gibt. Ein toter Säugling wurde demnach im Vorgarten eines Mehrfamilienhauses in Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel) gefunden. Der zweite tote Säugling soll au einem Acker, neben einer Scheune, außerhalb des Ortes, unweit der Bundesstraße B303 zwischen Marktredwitz und Bad Alexandersbad gefunden worden sein.

Die Markgrafenstraße in Bad Alexandersbad (Landkreises Wunsiedel) ist gesperrt. Die Polizei untersucht das Grundstück des Mehrfamilienhauses weiträumig. Eine neue Stellungnahme der Staatsanwaltschaft soll es am Freitag bzw. am Montag geben. Wir sind in Bad Alexandersbad vor Ort und berichten ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“ darüber.

 

 

Update, Donnerstag, 24. Oktober 2013, 12:50 Uhr: Babyleichen angeblich Zwillinge

Laut ersten Erkenntnissen handelt es sich bei den beiden toten Babys um Zwillinge. Die Säuglinge sollen nach der Geburt im Garten vergraben worden sein.

 

 

+ Eilmeldung, Donnerstag, 24. Oktober 2013, 10:54 Uhr: Tote Babys gefunden

In Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel) wurden auf dem Grundstück eines Mehrfamilienhauses am Mittwochabend (23. Oktober 2013) zwei Babyleichen entdeckt. Den ersten Aussagen der Ermittler zufolge soll es sich bei den Leichen um Neugeborene handeln. Die Leichen wurden im Garten des dazugehörigen Hauses bei Bauarbeiten gefunden. Sie werden nun in der Rechtsmedizin von Erlangen obduziert. Ergebnisse sollen am kommenden Montag (28. Oktober) vorliegen.

 

 

Staatsanwaltschaft Hof ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Hof hat die Ermittlungen aufgenommen. Einzelheiten und Hintergründe zu dem Fall sind derzeit noch nicht bekannt. Die Hofer Staatsanwaltschaft will aus Ermittlungsgründen derzeit keine weiteren Angaben machen, so Oberstaatsanwalt Reiner Laib im Telefongespräch zu TVO am Donnerstagvormittag (24. Oktober 2013). Das Grundstück in Bad Alexandersbad (Landkreis Wunsiedel) ist von den Ermittlern abgesperrt wurden.

TV Oberfranken berichtet

Wir sind in Bad Alexandersbad vor Ort und berichten ab 18:00 Uhr in „Oberfranken Aktuell“ darüber.

Bei Neuigkeiten in diesem Fall informieren wir Sie im Laufe des Tages auf www.tvo.de, über Twitter (@tv_oberfranken) und Facebook (www.fb.com/fb.tvo).

 


 

 

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