Tag Archiv: Betriebe

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Stadt & Landkreis Hof: Mitarbeiter der Lebensmittelversorgung dürfen sich impfen lassen

Ab sofort dürfen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebensmittelversorgung in Stadt und Landkreis Hof gegen das Coronavirus impfen lassen. Parallel dazu starten ab dieser Woche die Impfungen in den Betrieben. Wir berichteten. Weiterlesen

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Landkreis Wunsiedel / Hof: Neue Allgemeinverfügung für Grenzpendler erlassen

Ab dem morgigen Freitag (12. Februar) gelten für alle Grenzlandkreise entlang der Grenze zur Tschechischen Republik neue Corona-Auflagen. Diese umfasst neue Vorschriften für Betriebe, Grenzgänger- und pendler. Der Grund hierfür sind die Inzidenzen im Landkreis Wunsiedel und Hof, die sich weiterhin auf hohem Niveau bewegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (Stand: 0 Uhr) liegt am Donnerstag die Zahl der Neufinzierten im Landkreis Wunsiedel bei 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 224,3 und erreicht somit bayernweit den zweiten Platz mit der höchsten Inzidenz. Das Hofer Land erreicht am heutigen Donnerstag eine 7-Tage-Inzidenz von 162,4. Nicht nur die hohen Inzidenzwerte in den betroffenen Grenzlandkreisen, sondern auch die in den Nachbarregionen sind Auslöser für das Erlassen einer neuen Allgemeinverfügung. So beträgt unter anderem die heutige Zahl der Neuinfizierten in der Nachbarregion Eger 1.149,14. Erlassen wurde die neue Allgemeinverfügung unter anderem mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

Private Treffen im Landkreis sind für Grenzgänger nicht mehr erlaubt

Grenzgänger, die aus einem Hochinzidenzgebiet (Tschechische Republik) mehrmals die Woche täglich in den oben genannten beiden Landkreisen einpendeln, dürfen sich künftig nur noch auf direktem Weg zwischen dem Grenzübergang und ihrem Betrieb oder ihrer Studien- oder Ausbildungsstätte bewegen. Einzige Ausnahme ist der Weg zu einer der Teststationen. Der Stopp im Supermarkt oder beispielsweise auch private Treffen im Landkreis sind damit ab sofort nicht mehr erlaubt.

Menschen mit Arbeitsplatz im Hochinzidenzgebiet dürfen ihre Wohnungen nur noch aus triftigen Gründen verlassen

Personen, die ihren Wohnsitz im Landkreis Wunsiedel / Hof und ihren Arbeits-, Ausbildungs-, oder Studienplatz in einem Hochinzidenzgebiet haben, sind verpflichtet, sich nach jeder Einreise in den Landkreis auf direktem Weg in ihre Wohnung zu begeben. Diese dürfen sie danach nur noch aus triftigen Gründen (zum Beispiel: Einkauf, Arztbesuch, etc.) verlassen.

Betriebe mit Grenzgänger müssen Schutz- und Hygienekonzept vorlegen

Betriebe, die nicht schon bisher ein Schutz- und Hygienekonzept erstellen mussten (beispielsweise Kliniken oder Pflegeheime), und mehr als fünf Grenzgänger beschäftigen, sind nun verpflichtet, ein solches auszuarbeiten und auf Verlangen den Behörden vorzulegen. Diese gelten nicht nur für Grenzgänger, sondern für alle Arbeitnehmer im Unternehmen. In den Betrieben selbst gelten zudem die Bestimmungen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutz-Verordnung, die unter anderem die Abstände zwischen den Arbeitsplätzen oder auch das Tragen von FFP2-Masken unter bestimmten Voraussetzungen regelt.

Arbeitgeber müssen regelmäßige Testungen der Grenzgänger aufbewahren

Die regelmäßigen Testungen der Grenzgänger sind durch den Arbeitgeber zu kontrollieren und müssen vier Wochen zurück archiviert werden. Im Hofer Land müssen die Testnachweise mindestens 14 Tage aufbewahrt werden. Positive Befunde sind umgehend dem Landratsamt zu melden und die betroffene Person muss sich sofort in Quarantäne begeben. Die Testungen für die Mitarbeiter, die nicht unter Regelungen für Grenzgänger fallen, bleiben freiwillig, sind aber ausdrücklich erwünscht und sollten mindestens einmal pro Woche erfolgen. Besser noch in kürzeren Intervallen, so der Landkreis Wunsiedel.

Die neue Allgemeinverfügung ist im Hofer Land zunächst bis einschließlich zum 7. März und im Landkreis Wunsiedel bis zum 28. Februar gültig.

Landkreis Wunsiedel: Testungen im Grenzgebiet werden ausgeweitet
Wunsiedel im Fichtelgebirge: Testungen im Grenzgebiet werden ausgeweitet
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Corona-Pandemie: Hofer Land erreicht bundesweit höchsten Inzidenzwert!

Trauriger Negativ-Rekordwert aus Oberfranken: Der Landkreis Hof erreicht mit einer 7-Tage-Inzidenz von 378,7 (Stand: 04. Februar, 0 Uhr) deutschlandweit den höchsten Wert. Auf Platz 3 folgt bundesweit die Stadt mit 277,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das zuständige Landratsamt nennt als Erklärung für den Anstieg der Corona-Fälle insbesondere die Nähe zur Nachbarregion Tschechien, die als Hochinzidenzgebiet gilt.

Anstieg der Neuinfektionen hängen mit der Nachbarregion Tschechien zusammen

Die Nachbarregion Tschechien gilt mit einem heutigen Inzidenzwert von 443,6 als Hochinzidenzgebiet. Während sich die Zahlen der Corona-Infizierten zuletzt in Deutschland nach unten bewegt haben, kamen im Hofer Land, ebenso wie in anderen grenznahen Regionen, wie zum Beispiel in den Landkreisen Wunsiedel (Platz 5) und Tirschenreuth (Platz 2) stetig zu neuen Fällen, so das Landratsamt.

„Die Zusammenhänge zu unserer Nachbarregion Tschechien sind klar erkennbar. Die hohen Inzidenzwerte, beispielsweise in Eger mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 1000, haben sich insbesondere auch auf den Eintrag nach Deutschland bemerkbar gemacht“

(Oliver Bär, Hofer Landrat)

In 36 Betrieben in Stadt und Landkreis Hof sind Pendler positiv getestet worden

Die Zahl der Fälle, die Veränderungen aufweisen ist gestiegen. Nach Angaben des Landratsamtes geben rund 30 Prozent der Neuinfektionen aus der vergangenen Woche Anhaltspunkte, dass es sich hierbei um eine Virus-Variante handeln könnte. Dies wird derzeit weiter untersucht. Diese Fälle lassen sich insbesondere auch in Unternehmen verorten, in denen tschechische Pendler beschäftigt sind. In 36 Betrieben in Stadt und Landkreis Hof wurden in den vergangenen Tagen Mitarbeiter aus Tschechien positiv getestet. In 21 Betrieben gibt es aktuell drei Corona-Fälle oder mehr.

Folgende Maßnahmen sind ergriffen worden, um die Pandemie einzudämmen:

  • Allen Unternehmen im Hofer Land wurden kostenlose Schnelltests sowie entsprechende Schulungen angeboten, damit in den Betrieben so viel wie möglich getestet werden kann. Dieses Angebot wird derzeit von 200 Betrieben in Anspruch genommen.
  • Das Testangebot an der Zentralen Teststation von Stadt und Landkreis Hof an der Freiheitshalle wurde ausgedehnt. Zusätzlich zu den täglichen Öffnungszeiten werden auch PCR-Tests am Wochenende angeboten.
  • Seit dem heutigen Donnerstag (04. Februar) werden in vier weiteren Stationen im Hofer Land zusätzliche Schnelltest-Stationen für alle Bürgerinnen und Bürger angeboten. Wir berichteten.
  • An den Teststationen werden FFP2-Masken ausgegeben, für Betreuungseinrichtungen werden Masken zur Verfügung gestellt und in den Gemeinden für pflegende Angehörige.
  • Zur Einreise von Pendler ist das Vorweisen eines negativen Corona-Tests Pflicht. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein und muss alle zwei Tage durchgeführt werden. Wir berichteten.

Die aktuellen Zahlen für Stadt und Landkreis Hof:

  • Derzeit Infizierte: 720 (+163)
  • Gesamtzahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie: 5.310 (+176)
  • Genesene Personen: 4.426 (+12)
  • Todesfälle: 164 (+1)
  • 7-Tage-Inzidenz (Kreis): 378,7
  • 7-Tage-Inzidenz (Stadt): 277,1

(Stand: 04. Februar 2021)

Interview mit dem Hofer Landrat Oliver Bär
Corona-Pandemie: Landkreis Hof hat höchsten Inzidenzwert Deutschlands!

IHK zu Coburg: Konjunktur-Plus – Zuversicht für 2014

Die regionale Wirtschaft im Bereich der IHK zu Coburg geht mit großer Zuversicht in das neue Jahr. 93 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit einer positiven oder gleichbleibenden Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten. Als Ergebnis stieg der IHK-Konjunkturklimaindikator im letzten Quartal 2013 auf 128 Zähler. Neben der Entwicklung verbesserte sich auch die Ertragslage in den letzten Monaten des Jahres. Über 20 Prozent der befragten Betrieben hoben den Daumen. Zudem sind 87 Prozent der Betriebe voll oder befriedigend ausgelastet. Neben der Binnennachfrage zog auch das Auslandsgeschäft an. Insbesondere die Geschäfte mit den USA entwickelten sich positiv.

Risiken für die Unternehmen

Größte Risikofaktoren für die regionalen Arbeitgeber steigende Energie- und Rohstoffpreise (56 Prozent), gefolgt von der Inlandsnachfrage (55 Prozent) sowie die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (44 Prozent). Trotz positiver Geschäftsaussichten sind auf dem Arbeitsmarkt der IHK zu Coburg in den kommenden Monaten nur wenige Veränderungen zu erwarten. Laut der Kammer planen wenige Unternehmen (12 Prozent) ihr Personal aufzustocken.Derzeit liegt die Arbeitslosenquote im IHK-Bezirk bei 4,4 Prozent (Dezember 2013).

„Wettbewerbsfähigkeit muss erhalten bleiben“

„Die Wirtschaft braucht Rahmenbedingungen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und  auszubauen. … Im Wirtschaftsraum Coburg sind Politik und IHK angehalten, Vorrausetzungen zu schaffen, um den wirtschaftlichen Erfolg unserer Unternehmen sicherzustellen.“ so IHK-Präsident Friedrich Herdan.

Weiterführende Informationen in den Schaubildern der IHK zu Coburg (pdf-Dokumente)

Grafik – Konjunkturklimaindikator

Grafiken – Alle Unternehmen

Grafiken – Industrie

Grafik – Erwartete Beschäftigte – Investitionen

 

 


 

 

Oberfranken: Konjunktur im Handwerk weiter stabil

Nach 75 % im letzten Quartal beurteilen zur Jahresmitte ca. 85,5 % der Betriebe die Geschäftslage im zweiten Quartal als gut oder befriedigend (43,5 % gut und 42 % befriedigend). „Dieser Wert liegt damit zwar unter dem hohen Niveau des Vorjahres (90 %), insgesamt kann aber festgehalten werden, dass sich die Handwerkskonjunktur weiterhin als stabil und durchaus robust erweist“, so HWK-Präsident Thomas Zimmer. Im Baugewerbe sorgen vor allem Nachholeffekte für zusätzliche Impulse. Auch die Nach­frage der privaten Verbraucher bleibt eine wichtige Stütze der Handwerkskonjunktur. Thomas Zimmer weiter, „erfreulich ist vor allem, dass unsere Betriebe auch für das nächste Quartal mit einem zufriedenstellenden bis guten Geschäftsverlauf rechnen“.

Die Nachfrage steigt

Die Auslastung der Betriebe ist gegenüber dem Winterquartal um 9 Prozentpunkte deutlich angestiegen. Deutlich positiver als noch im letzten Quartal wird auch die Entwicklung der Nachfrage und der Auftragseingänge beurteilt. 35,5 % der Betriebe berichten von gestiegenen und 48 % von konstanten Umsätzen. Diese positive Entwicklung spiegelt sich auch in den Beschäftigungs­verhältnissen wieder. Im ersten Quartal dieses Jahres berichteten noch 20 % der Betriebe von zurückgehenden Beschäftigungsverhältnissen. Dieser Wert ist aktuell auf 10,5 % gesunken. 18 % der Betriebe haben jetzt wieder neue Beschäftigte eingestellt. Die Handwerksbetriebe in Oberfranken rechnen für das nächste Quartal weiterhin mit einer positiven Geschäftsentwicklung. 88 % gehen von guten und befriedigenden Geschäften aus. Die Entwicklung der Beschäftigten sowie die Nachfrage nach Handwerksprodukten und Handwerksdienstleistungen bleiben in den kommenden Monaten stabil.

Bau- und Ausbau läuft gut

HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller stellt fest, „ dass die Konjunktur-Lokomotive weiterhin die private Nachfrage im Bestandsbau ist. Besonders im Bau- und Ausbauhandwerk wird deshalb die Geschäftslage sehr positiv eingeschätzt. Außerdem sorgen Nachholeffekte aus den ersten Monaten des Jahres für zusätzliche Impulse“. Den von der Industrie und dem Export besonders abhängigen Handwerken des gewerblichen Bedarfs, machen nach wie vor die schwächere gesamtwirtschaftliche Konjunkturentwicklung zu schaffen. Im Branchenvergleich schneidet das Kfz-Handwerk mit am besten ab. 90 % der Kfz-Betriebe sind mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Obwohl sich die Umsätze der Nahrungsmittelbetriebe im letzten Quartal gut entwickelt haben, liegen die Einschätzungen der konjunkturellen Entwicklung deutlich unter dem Vorjahreswert und die Betriebe gehen mit gedämpften Erwartungen in die kommenden Monate. Bei den Gesundheitshandwerken schätzen noch 57,5 % und bei den Friseuren und Kosmetikern nur noch 70,5 % der Betriebe ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend ein. Damit verlief in beiden Branchen die Geschäftsentwicklung schwächer als zu Beginn des Jahres und auch gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem halten die Betriebe an ihren Beschäftigten fest.

Entwicklung ist kein Selbstläufer

„Die robuste Entwicklung im Handwerk, verbunden mit einer stabilen Beschäftigung, ist aber kein Selbstläufer“, so HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller. „Wir dürfen und können uns nicht auf der aktuell robusten konjunkturellen Lage ausruhen. Vor allem die Stärkung unserer Binnenwirtschaft muss ständig im Mittelpunkt unseres Handelns stehen. Und dazu brauchen wir eine Politik, die Wachs­tum fördert und gleichzeitig konsequente Sparanstrengungen unternimmt“.

 


 

 

Oberfranken: IG Metall mit weiteren Warnstreiks

Nach den Warnstreiks der IG Metall am gestrigen Tag (Bild: Pegnitz) mit bayernweit 32.000 Streikenden bis zum Montagnachmittag wird es auch am Dienstag im Freistaat und dementsprechend auch in Oberfranken zu weiteren Arbeitskämpfen der Gewerkschaft kommen. Im Vorfeld der am Dienstagabend stattfindenden vierten Verhandlungsrunde wird es laut IG Metall bei über 70 Betrieben zu Warnstreiks kommen. Zehntausende IG Metaller sollen dabei im Einsatz sein. Schwerpunkt in Oberfranken wird Bamberg sein. Bei Bosch sowie vier weiteren Betrieben in der Domstadt wird es zu Warnstreiks kommen.

Vierte Verhandlungsrunde am Dienstagabend

Für Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, „entscheidet sich von Dienstag auf Mittwoch, ob es ein Tarifergebnis oder eine Entscheidung für einen Streik gibt. Nur die zehntausenden von Warnstreikenden können jetzt noch die Arbeitgeber zu einem besseren Angebot bewegen.“ Die nächste Verhandlung findet heute, am 14. Mai, um 18.00 Uhr im Sheraton Arabellapark Hotel in München statt.