Tag Archiv: Brandensteinsebene

Verkehrslandeplatz Coburg: Verlängerung der Anflugbefeuerung genehmigt

Das Luftamt Nordbayern genehmigte nun die Verlängerung der Anflugbefeuerung am Verkehrslandeplatz Coburg-Brandensteinsebene. „Damit können die bisherigen Instrumentenflugverfahren über den 31. Dezember 2019 hinaus unbefristet und ohne Einschränkungen genutzt werden“, hieß es aus dem Bayerischen Verkehrsministerium.

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© Polizei Coburg

Coburg: Kleinflugzeug verunglückt beim Start

Ein stark beschädigtes Ultraleichtflugzeug und ein daraus resultierender Sachschaden von 65.000 Euro waren die Bilanz eines Flugunfalles am Dienstagmittag (18. September) auf dem Coburger Verkehrslandeplatz Brandensteinsebene. Die beiden Passagiere blieben zum Glück unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon.

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Flugplatz Coburg: Zukunft für die Brandensteinsebene?

Coburg soll auch nach 2019 an den Flugverkehr angeschlossen bleiben. Dieses gemeinsame Ziel haben in einer Pressekonferenz am Montagnachmittag (04. September) Vertreter der Coburger Wirtschaft, der Stadt Coburg und des Freistaats Bayern formuliert. Demnach soll die Brandensteinsebene für den Instrumentenflug ertüchtigt werden. Im Zuge einer Kombilösung sollen die Coburger Unternehmen den Bamberger Flugplatz an der Breitenau nutzen. Auch dieser soll ausgebaut werden.

Wunschstandort Meeder-Neida nicht umsetzbar

Der Chef der bayerischen Staatskanzlei, Marcel Huber, sprach in den Räumen der IHK zu Coburg von einer "vernünftigen" Lösung. Da wegen verschiedener Bedenken (u.a. wegen des Umweltschutzes und der Sicherheit) ein schneller Neubau eines Verkehrslandeplatzes am Wunschstandort Meeder-Neida (Landkreis Coburg) nicht realisiert werden können, sei die Kombilösung das Mittel, um den Flugverkehr in Coburg zu erhalten. Möglich macht dies eine Änderung in den Vorschriften, die laut Huber sei Mai bekannt ist. Das Luftamt Nordbayern habe die Verantwortlichen in Coburg im August informiert.

Instrumentenflug auf Brandensteinsebene bleibt

Beim Pressegespräch im Anschluß an die Versammlung der Gesellschafter für einen neuen Verkehrslandeplatz zeigten sich die Teilnehmer unisono überrascht, dass der Flugverkehr an der Brandensteinsebene weiterhin möglich sei. Schließlich habe zuletzt nur eine Ausnahmegenehmigung für den Instrumentenflug bestanden, die 2019 auslaufen wird. Diese Genehmigung war immer an den Bau eines neuen Verkehrslandeplatzes geknüpft. Tatsächlich soll die Brandensteinsebene "ertüchtigt" werden, den genauen Umfang konnte am Montag noch niemand benennen. Klar ist dagegen, dass der Flugplatz in Bamberg als Ausweichlandebahn dienen wird - die wiederum um 300 Meter erweitert werden soll, Anflugbefeuerung inklusive. Ob man im Bamberger Rathaus von diesen Plänen bereits weiß, war am Montag noch unklar.

Die große Frage: Wer zahlt?

Ebenso unklar ist der finanzielle Aufwand für die Ertüchtigung. Marcel Huber stellte in Aussicht, dass von den 15 Millionen Euro, die der Freistaat für den Verkehrslandeplatz-Neubau zuschießen wollte, ein Teil in die Maßnahmen auf der Brandensteinsebene fließen wird. Strittig wird wohl der Punkt der Kostenerstattung sein. Michael Stoschek, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung des Automobilzulieferers Brose, machte deutlich, dass man das Geld, das man bisher in die Planung für einen Neubau gesteckt habe, zurückverlangen werde. "Schließlich haben wir ja unter der Vorgabe gehandelt, die Brandensteinsebene sei nicht mehr für unsere Zwecke nutzbar", so Stoschek. Ähnlich sahen dies auch Oberbürgermeister Norbert Tessmer und IHK-Präsdident Friedrich Herdan. Marcel Huber vermied ein klares Statement. Am TVO-Mikro ging er davon aus, dass Kosten, die vor 2014 angefallen sind, nicht erstattet werden können. Die Planungen am Standort Meeder-Neida laufen aber bereits seit etwa 2011. Insgesamt belaufen sie sich laut Willi Kuballa, dem Geschäftsführer der Gesellschaft, auf zwei Millionen Euro. (Anmerkung: In einer nachgereichten Pressemitteilung wurde diese Summe auf drei Millionen Euro korrigiert.)

Langfristiges Ziel: Flugplatzneubau!

Ebenso offen ist, wann die Ertüchtigung der Brandensteinsebene - von den Maßnahmen in Bamberg ganz zu schweigen - beginnen sollen. Norbert Tessmer verwies auf ein nötiges Votum des Stadtrats, Friedrich Herdan will die IHK-Vollversammlung befragen. Zwar begrüßten alle Beteiligte die Lösung sehr, doch die Coburger ließen keinen Zweifel daran: einen modernen Flugplatzneubau wollen sie als lamngfristiges Ziel weiterverfolgen. Deswegen soll das Planfeststellungsverfahren auch nicht geschlossen werden, sondern nur ruhen.

Flugzeugabsturz bei Coburg: Ursache nach drei Jahren endgültig geklärt

Beim Absturz eines zweimotorigen Kleinflugzeugs der Marke Piper Seneca bei Coburg starben am 2. November 2013 drei Menschen. An dem besagten Samstag stürzte das Flugzeug, welches aus Hamburg kam, am Mittag in ein Waldstück am Bausenberg bei Coburg, kurz hinter der Landebahn des Flugplatzes auf der Brandensteinsebene. Dabei kamen eine 31-jährige Frau aus dem Landkreis Coburg, ein 46-jähriger Mann aus Coburg und ein 58-Jähriger aus dem Landkreis Fürth ums Leben. Jetzt, rund drei Jahre nach dem Absturz, wurde die Ursache des Absturzes endgültig geklärt.

Flugzeug driftete bei schlechter Sicht nach rechts ab

Laut der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) war ein Pilotenfehler der Grund für das tragische Unglück nahe Coburg. Wie im über 20-seitigen Ergebnisbericht im Internet nachzulesen ist, kollidierte die Piper nördlich der Piste mit einem Baum und stürzte zu Boden. Zuvor driftete der 58-jährige Pilot, der seit acht Jahren eine Lizenz als Berufspilot besaß, bei Nebel und widrigen Wetterbedingungen beim Landeanflug auf den Flugplatz nach rechts ab. Anschließend zerschellte die Maschine am Bausenberg.

Coburg: Drei Tote bei Flugzeugabsturz am Samstagmittag
Coburg: Ermittlungen laufen nach Flugzeugabsturz auf Hochtouren

Zwischenbericht von Anfang 2014 legte bereits einen möglichen Pilotenfehler dar

Bereits im Februar 2014 lag ein Zwischenbericht zu dem Unglück vor. In diesem war zu lesen, dass der Pilot offenbar mehrfach Gefahrenhinweise, die ihn per Funk erreichten, missachtet hatte. Laut Gutachter habe der Flugleiter auf der Brandensteinsebene mehrere Male darauf hingewiesen, dass die Piper im Landeanflug zu niedrig und vom Kurs abgekommen sei. Zum Zeitpunkt des Absturzes lag die Sicht bei unter 250 Metern.

Großeinsatz der Rettungskräfte vor gut drei Jahren

Der Absturz des Flugzeuges löste vor gut drei Jahren einen Großeinsatz der örtlichen Einsatzkräfte im Coburger Land aus. Dutzende Retter von Feuerwehr, dem Bayerischen Roten Kreuz, dem Technischen Hilfswerk und der Polizei waren in dem unwegsamen Gelände am Bausenberg über Stunden an diesem Samstag (2. November 2013) im Einsatz.

Coburg: Unglücksursache nach Flugzeugabsturz weiter unklar
(Aktuell-Bericht vom 04.11.13)
© TVO

Coburg: Klage für Bürgerbegehren gegen Flugplatz-Neubau abgelehnt

Schlappe für die Gegner des neuen Verkehrslandeplatzes in Coburg. Wie der Coburger Oberbürgermeister Norbert Tessmer informierte, hat das Verwaltungsgericht Bayreuth die Klage für ein Bürgerbegehren gegen den Flugplatz abgewiesen.
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Flugplatzneubau Coburg: Verwirrung um Gutachten

Ein Gutachen aus dem Jahr 2002 sorgt derzeit für Verwirrung in Coburg. Vorgestellt hat es kürzlich der Bund Naturschutz. Der Inhalt: die Brandensteinsebene, Standort des jetzigen Flugplatzes Coburg, kann ausgebaut werden. Demnach sei es durch Erdaufschüttungen möglich die Landebahn zu verlängern. Als Kostenpunkt werden 7,5 Millionen Euro angegeben. Beim Bund Naturschutz rechnet man vor, dass selbst bei einer Kostensteigerung seit 2002 ein Ausbau der Brandensteinsebene billiger käme als ein Neubau. Für dieses Großprojekt in der Nähe von Meeder stehen 30 Millionen Euro im Raum.


Auf Nachfrage konnte man bei der Stadt Coburg, besser gesagt bei der Projektgesellschaft Verkehrslandeplatz, zunächst nichts mit dem Gutachten anfangen – man sei auf der Suche. Später am Nachmittag gab der Chef der Projektgesellschaft, Willi Kuballa, zur Auskunft, dass die Inhalte bekannt seien und die Planungen seit 2004 bestätigen würden. Zudem müsse man davon ausgehen, dass ein Gutachten von 2002 u.U. von veralteten Voraussetzungen ausgeht.

In den Jahren 2009 bzw. 2010 hatten sich der Coburger Stadtrat und später der Kreistag für den Flugplatzneubau entschieden. Als Standort wählte man eine Fläche bei Neida, einem Ortsteil von Meeder. Derzeit laufen die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren. Mit den Planungen gehen massive Proteste einher, erst am vergangenen Sonntag hatten Flugplatzgegner vor dem Landratsamt demonstriert. Gleichzeitig besteht für den alten Flugplatz auf der Brandensteinsebene nur eine Ausnahmegenehmigung für den Instrumentenflug. Diese läuft 2019 aus.