Tag Archiv: Brose

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Automobilzulieferer Brose: Massiver Stellenabbau bis Ende 2022!

Wie die Brose Gruppe jetzt bekannt gab, wird der Automobilzulieferer bis Ende 2022 deutschlandweit insgesamt 2.000 Stellen abbauen. Vor allem die Verwaltung soll es treffen sowie die oberfränkischen Standorte Coburg, Hallstadt und Bamberg. Allein in den Werken Coburg und Hallstadt, wie auch Würzburg und Berlin, werden 600 Arbeitsplätze wegfallen. Betriebsbedingte Kündigungen will Brose vermeiden. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 26.000 Personen.

Brose Gruppe möchte Hunderte Millionen einsparen

Gründe für den Stellenabbau seien laut Konzern der Wandel der Automobilindustrie, ein rückläufiger Markt in China und der globale Preisdruck. Auch interne Ursachen beeinträchtigen die Geschäftsentwicklung der Gruppe, so die Pressemitteilung. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und wieder mehr Wachstum zu generieren setzt der Konzern nun auf das Erneuerungsprogramm "Future Brose" setzen. Hierbei sollen Einsparungen im mittleren dreistelligen Millionenbereich getätigt werden. Damit soll ein finanzieller Spielraum, unter anderem für Investitionen in das Wachstum und die Erneuerung, geschaffen werden. Ziel soll es hierbei auch sein, weiterhin attraktive Arbeitsplätze anzubieten.

 

„Wir werden entschlossen handeln. Wir wollen die Qualität verbessern, zukunftsweisende Produktinnovationen entwickeln und Kosten im mittleren dreistelligen Millionenbereich senken, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Denn nur so können wir Aufträge erhalten, Wachstum erzielen und unsere Mitarbeiter weiter beschäftigen.“

(Kurt Sauerheimer, Vorsitzender der Geschäftsführung)

 

Ab 2020 wird die Anzahl der Auszubildenden um zehn Prozent reduziert

Zugleich gab aber Sauerheimer bekannt, dass der globale Wettbewerb die Brose Gruppe dazu zwinge, Arbeit und damit Stellen in Niedriglohnländer zu verlagern. Das Thema Ausbildung bleibt jedoch weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Familienunternehmens. Allerdings wird auch die Anzahl der Auszubildenden ab 2020 um zehn Prozent reduziert.

Bilanz gibt deutlich nach

Im Mai 2019 verkündete Brose bereits eine verhagelte Bilanz für das letzte Geschäftsjahr. Der Umsatz lag in 2018 mit 6,3 Milliarden Euro knapp unter dem 2017er Niveau mit 6,4 Milliarden Euro. Auch der Beginn des Geschäftsjahres 2019 fiel schlecht aus. Der Umsatz verringerte sich im ersten Quartal um fünf Prozent im Vergleich zu 2018. Zudem brach das Ergebnis erheblich ein. Genaue Zahlen veröffentlichte das Unternehmen nicht.

© Daniel Löb

Bamberg: Brose Arena heißt auch künftig so

Die Brose Arena in Bamberg ist zum einen eine Multifunktionshalle für Großveranstaltungen und zum anderen der Austragungsort für die Spiele der Basketballer von Brose Bamberg und somit aus dem kulturellen und sportlichen Leben in Bamberg nicht wegzudenken. Seit 2013 trägt die Halle den aktuellen Namen.

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Coburg: Brose-Boss Stoschek droht mit Abwanderung!

Diese Nachricht sorgt am Donnerstag (2. August) für ein mächtiges Beben in den Bereichen Wirtschaft und Politik in Oberfranken: Michael Stoschek, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung beim Automobilzulieferer, hat angedroht, den Firmen-Stammsitz in Coburg zu schließen und die Produktion ins Ausland zu verlagern. Grund dafür sollen die überdurchschnittlich hohe Zahl an Krankheitstagen in der Belegschaft sowie die hohen Produktionskosten sein.

Hohe Lohnkosten und hoher Krankheitsstand

So kritisierte Stoschek bei einer Betriebsversammlung im letzten Monat diese zwei Kernpunkte. Stoschek soll mit dem Blick auf die Zahlen gedroht haben, Arbeitsplätze nach Osteuropa zu verlagern, sofern diese Punkte nicht angegangen werden. Jeder Angestellte müsse jetzt dazu beitragen, die Werkschließung noch abzuwenden, hieß es von Brose-Seite. 

Konkurrenz produziert billiger

Das Coburger Werk verzeichnet einen Krankheitsstand von 26 Arbeitstagen. Dieser ist doppelt so hoch wie der bayerische Durchschnitt und der höchste Wert für ein Brose-Werk weltweit. Zudem stoßen dem milliardenschweren Unternehmer die Lohnkosten in Coburg auf. Bei dem Blick auf die Konkurrenz seien diese aus seiner Sicht deutlich zu hoch. So ist der Lohnzettel in Osteuropa nur 25 Prozent so "schwer" wie der in Coburg. Am Standort in der Vestestadt beschäftigt Brose rund 3.300 Mitarbeiter. Rund die Hälfte davon arbeitet in der Produktion.

Kostendruck zwingt zu Maßnahmen

Die Betriebsversammlung am 23. Juli in Coburg stand unter dem Zeichen der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Standorts. Bei der Versammlung schilderten die Geschäftsführer Kurt Sauernheimer, Sandro Scharlibbe und Jan Brauer erstmals in deutlicher Form die Situation im Vergleich zu den Wettbewerbern und anderen Brose-Standorten auf der Welt. Der extreme Kostendruck zwingt die Verantwortlichen laut der eigener Brose-Mitteilung nun zum Handeln. Der Betriebsrat wusste von der angespannten Situation schon länger. Das Gremium will nun um den Erhalt der Coburger Arbeitsplätze kämpfen.

Fertigung in Coburg nicht mehr wettbewerbsfähig

Laut den Geschäftsführern fressen die umgesetzten Lohnsteigerungen von 37 Prozent die Einsparungen bei Verwaltungs- und Projektkosten sowie im Materialeinkauf auf. Damit, so Brose, kann der Coburger Standort Investitionen und Entwicklungsleistungen nicht mehr selbst finanzieren. Demzufolge sei die Fertigung in Coburg nicht mehr wettbewerbsfähig.

Unternehmen sucht Möglichkeiten des Sparens

Die Brose Chefetage sucht nun nach Möglichkeiten des Sparens und setzt hier bei den Mitarbeitern an. So denkt man über die Reduzierung von Urlaubstagen, eine Verlängerung der Arbeitszeit, die Absenkung von Zulagen oder die Umstellung von Akkord- auf Prämienlohn nach. All diese Maßnahmen müssten allerdings erst mit dem Betriebsrat abgestimmt werden.

Brose vergleicht Coburger Standort gegenüber anderen Produktionsstätten

In der Aufstellung vergleicht Brose den Coburger Standort mit anderen Produktionsstätten in Europa und weltweit. Die Lohnkosten liegen in der Vestestadt pro Stunde bei 24,31 Euro. In der Slowakei sind es hingegen nur 6,28 Euro, inklusive der Lohnnebenkosten. Weiterhin gibt es für die Mitarbeiter in Coburg den meisten Urlaub (30 Tage). In den USA sind es hingegen nur 15 Tage. Die Fertigungsmitarbeiter in China arbeiten laut der Brose-Stellungnahme 40 Tage mehr im Jahr als die Coburger Kollegen, in Mexiko sind es sogar 52 Tage mehr.

Auffällig hoher Krankenstand

Werkleiter Jan Brauer nannte zudem ein weiteres Problem, der hohe Krankenstand in der Fertigung des Stammwerkes. Auch in allen anderen Abteilungen in Coburg liegt dieser nach dem Brose-Statement deutlich über dem Vorjahreswert. Brauer appellierte an das Pflichtbewusstsein der Mitarbeiter. So seien die Coburger Fertigungsmitarbeiter im Durchschnitt mehr als einen Monat im Jahr krank und weniger als jeden zweiten Tag des Jahres an ihrem Arbeitsplatz. Auch hier zieht man den Vergleich zu anderen Standorten. Während in Coburg 26 Krankheitstage anfielen, sind es in China im Durchschnitt rund neun Tage, im Werk in Tuscaloosa (USA) sechs Tage und in Querétaro (MEX) ebenfalls nur sechs Tage.

Deadline bis Ende des Jahres

Stoschek forderte die Geschäftsführung und Betriebsrat auf, die Probleme zu besprechen und gemeinsam zu lösen. So sollen verbindliche Vereinbarungen bis Ende des Jahres mit dem Betriebsrat getroffen werden, um Kosten zu senken. "Der Standort Coburg muss zumindest seine Entwicklungskosten und die Investitionen finanzieren können. Wenn dies durch eine Halbierung des Krankenstands und durch andere kostensenkende Maßnahmen erreicht wird, geben wir die notwendigen Investitionen frei. Andernfalls beginnen wir mit der Verlagerung der Coburger Produktion voraussichtlich in unser Werk in Prievidza", so Stoschek.

Aktuell-Bericht vom Donnerstag (02. August 2018)
Coburg: Verlagert Brose sein Werk nach Osteuropa?

Basketball: Andrea Trinchieri nicht mehr Head Coach von Brose Bamberg

Wie Brose Bamberg soeben mitteilte, ist Andrea Trinchieri nicht länger Cheftrainer der BBL-Basketballer. Geschäftsführer Rolf Beyer bedankt sich am heutigen Montag (19. Februar) für die jahrelange Zusammenarbeit. Der amtierende Deutsche Basketball-Meister hat zuletzt mehrere zum Teil deutliche Niederlagen kassiert. Auf Nachfrage von TVO gab die Pressestelle von Brose Bamberg bekannt, dass es vorerst keine weiteren Statements geben wird. Ilias Kantzouris übernimmt das Training bis auf weiteres.

Statement von Rolf Beyer:

© Brose

Coburg: Geschäftsführung bei Brose wechselt zum 1. Januar 2018

Die Geschäftsführung der Brose Gruppe mit Hauptsitz in Coburg bekommt einen neuen Vorsitzenden: Jürgen Otto, der in den letzten zwölf Jahren den Vorsitz hatte, scheidet auf eigenen Wunsch zum Jahresende aus. Er wolle sich neuen Herausforderungen stellen, heißt es offiziell. Dies teilte das Unternehmen am Mittwochmorgen (22. November) mit.

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© Andreas Heuberger / TVO

Kennzeichen-Affäre in Coburg: Michael Stoschek vor Gericht

Am heutigen Mittwoch (25. November) stand Brose-Chef Michael Stoschek in Coburg vor dem Amtsgericht. Dem Unternehmer wurde von der Staatsanwaltschaft Urkundenfälschung und Kennzeichenmissbrauch vorgeworfen. Hierbei ging es um die Klebekennzeichen, die der Milliardär mehrmals an seinem Porsche 911 anbrachte. Wir berichteten.

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Rehabilitierung von Max Brose: Zulieferer Brose sieht „Genugtuung“

Gesellschafter, Geschäftsführung und Mitarbeiter des internationalen Automobilzulieferers Brose haben mit Genugtuung den mit großer Mehrheit gefassten Beschluss zur Wiederherstellung des Rufs von Max Brose zur Kenntnis genommen. Der Coburger Stadtrat rehabilitierte Max Brose in der Sitzung am Donnerstagabend (26. März).

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Coburg: Stadtrat und Brose-Chef Stoschek sprechen sich aus

Offen, aufklärend und nachdrücklich – so haben sich Brose-Chef Michael Stoschek und der Vorsitzende des Coburger Stadtrats, Oberbürgermeister Norbert Tessmer jetzt auseinandergesetzt. Hintergrund war ein Treffen, zu Tessmer geladen hatte. Er wollte Stoschek die Möglichkeit geben, die momentane Situation aus seiner Sicht darzustellen. Weiterlesen
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