Tag Archiv: Busunglück

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Nach dem Busunglück mit 18 Toten bei Münchberg: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Wie die Staatsanwaltschaft Hof am heutigen Dienstag (21. November) mitteilte, stellt man nach Abschluss der umfangreichen Untersuchungen zum Hergang des tragischen Busunglücks nunmehr das Ermittlungsverfahren ein. Bei dem Unglück am 03. Juli 2017 starben auf der Autobahn A9 bei Münchberg (Landkreis Hof) 18 Personen. Wir berichteten!

Ermittler ohne neue Erkenntnisse

Auch die weiteren durchgeführten Ermittlungen, insbesondere die abschließenden Gutachten der beauftragten Sachverständigen, bestätigten die bereits im August getätigten Aussagen zum Hergang der Tragödie, der Unfallursache und der Brandentwicklung.

Verzögerte Reaktion des Busfahrers als Unfallursache

Demnach - so die Staatsanwaltschaft - war eine verzögerte Reaktion des verstorbenen Busfahrers auf das vor ihm befindliche Stauende die Ursache für den Unfall. Der Grund für diese Reaktionsverzögerung konnte nicht mehr festgestellt werden. Wegen der fatalen Anstoß-Konstellation zwischen Lkw und Bus kam es zu einer rasanten Ausbreitung des entstandenen Feuers. Hierdurch kamen letztlich 18 Personen - einschließlich des Fahrers - ums Leben.

Beteiligung weiterer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen

Für den Fahrer des betroffenen Lkw war der Unfall nicht vermeidbar. Eine Beteiligung weiterer Verkehrsteilnehmer wurde ebenso ausgeschlossen, wie auch technische Mängel an den Fahrzeugen.

News-Flash vom Dienstag (21. November 2017)
Schreckliches Busunglück auf der A9: Ermittlungen offiziell eingestellt
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Busunglück auf der A9 bei Münchberg: Polizei veröffentlicht Ermittlungsergebnisse

Polizei und Staatsanwaltschaft Hof haben nach dem tragischen Busunglück am 03. Juli auf der Autobahn A9 bei Stammbach (Landkreis Hof) am heutigen Vormittag (2. August) in Hof erste, umfassende Ermittlungsergebnisse vorgestellt. Polizei und Staatsanwaltschaft sprechen von einer "Unachtsamkeit des Busfahrers".

 

Informationen zu den Fahrzeugen und den Fahrern

Der beteiligte Lkw

Der Lastwagen mit Anhänger war unterwegs von der Ukraine nach Frankreich. Beladen waren die beiden Container mit insgesamt mit 5,25 Tonnen Schaumstoffkissen. Technische Mängel an dem Truck lagen nicht vor. Die Lenk- und Ruhezeiten wurden vom Fahrer eingehalten. Die letzte Pause von etwa einer Stunde fand 19 Kilometer vor der Unfallstelle statt.

Der Reisebus

Der Reisebus aus dem Baujahr 2013 war mit ABS und ESP ausgestattet und wies keine technischen Mängel auf. Ansonsten verfügte er über keine Assistenzsysteme. Er hatte zwei verbundene Kraftstofftanks. Diese befanden sich vorne rechts (500 Liter) und vorne links (300 Liter) - jeweils vor der Vorderachse. Ebenfalls vorn links befanden sich die beiden Autobatterien und die Drucklufttanks. Bei seiner Abfahrt war der Bus vollgetankt. Der Fahrer des Busses hatte das Wochenende vor dem Unfalltag frei. Er hat in Dresden gegen 4:50 Uhr das Steuer übernommen. Lenk- und Ruhezeiten wurden eingehalten. Zu beiden Fahrern liegen keinerlei sonstige polizeiliche Erkenntnisse vor.

A9 / Münchberg: Schreckliches Busunglück fordert 18 Todesopfer
(Aktuell-Bericht vom 3.7.17)

Zum Fahrtverlauf des Reisebusses

Bus war unterwegs nach Italien

Der Bus befand sich auf einer Fahrt von Dresden nach Italien. Abfahrt war gegen 0:30 Uhr ab dem Betriebsgelände des Busunternehmens im Landkreis Görlitz. Zunächst wurde eine „Sammelfahrt“ bis Dresden durchgeführt. Hierbei wurden weitere Fahrgäste aufgenommen. Abfahrt in Dresden - mit den letzten zugestiegenen Fahrgästen - war gegen 4:50 Uhr. An Bord befanden sich ab Dresden 46 Fahrgäste im Alter zwischen 41 und 81 Jahren und die beiden 55- und 43-jährigen Fahrer. Die erste Pause war nach etwa 2:30 Stunden Fahrtzeit geplant.

 

Zum Unfallgeschehen

Ort des Unglücks auf Höhe Stammbach

Der Unfall fand auf der Autobahn A9 - in Fahrtrichtung Süden - zwischen den Anschlussstellen Münchberg-Süd (Landkreis Hof) und Gefrees (Landkreis bayreuth) bei Kilometer 280 in Höhe Stammbach (Landkreis Hof) statt. Die Unfallstelle lag rund 2,5 Kilometer nach dem Beginn der baustellenbedingten Geschwindigkeitsbegrenzung für Pkw auf 120 km/h und etwa 900 Meter vor dem Baustellentrichter, in dem die drei Fahrspuren auf zwei Spuren zusammengeführt werden. Zum Unfallzeitpunkt (kurz nach 7:00 Uhr) kam es auf der rechten Spur zu einem stockenden Verkehr bis in den Bereich der Unfallstelle.

Unachtsamkeit des Busfahrers

Beide Fahrzeuge befanden sich bereits seit längerem auf der rechten der drei Fahrspuren. Der Fahrer des Lastwagens reduzierte seine Geschwindigkeit schrittweise von circa 80 km/h auf 28 km/h. Die Analyse des Fahrtenschhreibers erbrachte, dass es sich um einen normalen Bremsvorgang handelte. Daraufhin fuhr der Bus von hinten in Folge einer Unaufmerksamkeit des Fahrers mit einer Anstoßgeschwindigkeit von etwa 60 bis 70 km/h auf den Anhänger auf. Der Fahrer versuchte noch, nach rechts in Richtung Standstreifen auszuweichen und abzubremsen. Was die Ursache für diese Unaufmerksamkeit war, lässt sich laut den Ermittlern nicht mehr aufklären.

Zusammenfassung: Tragisches Busunglück auf der A9 fordert 18 Menschenleben
(Aktuell-Sendung vom 3.7.17)

Ursache des Vollbrandes

Die Fahrzeuge kollidierten dadurch mit einer geringen Überdeckung von nur rund 60 cm. Diese relativ geringe Anstoßfläche führte dazu, dass der eigentliche Frontabschluss des Busses im Bereich des Fahrersitzes etwa 1,50 bis 2,00 Meter nach hinten verschoben wurde. In diesem Bereich waren die Drucklufttanks, die Batterie samt Elektrik und der Zusatztank verbaut. Dies löste einerseits elektrische Kurzschlüsse und die Bildung extrem heißer Lichtbögen im Bereich der Elektrik aus. Andererseits kam es zu einer Aufstauchung des Zusatztanks, welche diesen zum Zerplatzen brachte. Der heraus-spritzende Kraftstoff entzündete sich unmittelbar beim Austreten durch die Lichtbogenbildungen, noch angefacht durch die entweichende Druckluft. Zudem war der Bus wegen der massiven Kollision im vorderen linken Bereich aufgerissen, wodurch sich Rauch und Feuer im Innenraum des Busses schlagartig ausbreiteten. Dadurch kam es in kürzester Zeit zum Vollbrand des Busses.

Insassen retteten sich durch hintere Tür und eingeschlagene Scheiben

Während der Busfahrer (55) auf dem Fahrersitz mit schweren Verletzungen eingeklemmt war, gelang es dem Beifahrer (43) zunächst die vordere Türe aufzudrücken. Im Zusammenwirken mit weiteren Fahrgästen konnte auch die hintere Türe geöffnet und nach dem Aufprall dort liegende Hindernisse beseitigt werden. Ein Verlassen des Busses über die vordere Tür war nur schwer möglich, weil der Mittelgang im vorderen Bereich wegen der Deformierungen blockiert war. Weitere Insassen retteten sich über eingeschlagene Seitenscheiben nach draußen.

Busunglück auf der A9: Am Tag nach der Tragödie - erste Ermittlungsergebnisse
(Aktuell-Bericht vom 4.7.17)

18 Tote, 30 teils schwer verletzte Insassen

Die aus dem Bus entkommenen 30 Insassen waren zum Teil schwer verletzt. Für 17 Insassen und den Fahrer kam allerdings jede Hilfe zu spät. Die Männer und Frauen im Alter von 55 bis 81 Jahren dürften bereits nach kurzer Zeit auf Grund der starken Rauchentwicklung das Bewusstsein verloren haben. Nach der Bergung der sterblichen Überreste erfolgten im Institut für Rechtsmedizin in Erlangen die Obduktion und Identifizierung.

 

Ermittlungsergebnisse und Gutachten übereinstimmend

Letzte schriftliche Stellungnahmen stehen noch aus

Zwischenzeitlich wurden die wesentlichen Ermittlungen durchgeführt. Die allermeisten überlebenden Businsassen – soweit bereits vernehmungsfähig – sowie die unbeteiligten Zeugen wurden vernommen. Die beauftragten Sachverständigen gaben eine kurze, gutachterliche Stellungnahme ab. Diese beruht auch auf der Begutachtung eines baugleichen Vergleichsbusses. Zudem wurden zu sämtlichen Beteiligten und den Fahrzeugen alle verfügbaren Informationen zusammengetragen und ausgewertet. Die Ergebnisse lassen laut den Ermittlern derzeit keine vernünftigen Zweifel am dargestellten Ablauf des schrecklichen Busunglücks zu. Es stehen noch die abschließenden schriftlichen Gutachten der Sachverständigen aus. Aus momentaner Sicht ist nicht zu erwarten, dass sich noch wesentliche neue Erkenntnisse ergeben.

Aktuell-Bericht vom 2. August 2017
Nach dem Busunglück auf der A9: Ermittlungsergebnisse veröffentlicht
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Busunglück auf der A9: Schnelles Handeln des zweiten Busfahrers rettete Leben

Nach dem tragischen Busunglück am Montagmorgen (03.Juli) auf der A9 bei Münchberg (Landkreis Hof) sind mittlerweile alle 18 Todesopfer identifiziert. Von den 30 Verletzten befinden sich derzeit noch sechs Verletzte in Krankenhäusern. Indes dauern die Ermittlungen zur Unfallursache noch an.

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Busunglück auf der A9: Noch sind nicht alle Todesopfer identifiziert

Nach der Bustragödie mit 18 Toten auf der A9 bei Münchberg (Landkreis Hof) am Montagmorgen (03. Juli) ermittelt die Polizei weiter auf Hochtouren. Noch immer ist unklar, wie genau es zu dem Unfall gekommen ist. Auch die Identifizierung der Todesopfer ist noch nicht abgeschlossen.

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Busunglück auf der A9: Drei Menschen weiterhin in Lebensgefahr

Nach dem tragischen Busunglück am Montagmorgen (03. Juli) auf der A9 auf Höhe Stammbach (Landkreis Hof), bei dem 18 Menschen ums Leben kamen, werden die Ermittlungen zur Klärung der Ursache und Umstände seitens der beteiligten Polizeidienststellen und der Staatsanwaltschaft Hof weiter intensiv fortgeführt. Ein Großteil der betroffenen Angehörigen der Verstorbenen konnte zwischenzeitlich verständigt werden. nach wie vor schweben drei Businsassen in Lebensgefahr. Erste Ermittlungsergebnisse deuten daraufhin, dass der Brand tatsächlich durch die Kollision ausgelöst wurde.

Reisebus prallt gegen Lkw

Am Montagmorgen, kurz nach 7:00 Uhr fuhr der Reisebus bei sich stauendem Verkehr auf einen vorausfahrenden Sattelzug mit Anhänger auf. Bereits kurz darauf stand der mit 46 Fahrgästen und zwei Fahrern besetzte Bus in Flammen. Auch der Anhänger ging in Flammen auf. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Technischem Hilfswerk war schnell am Unfallort. Die Gesamtanzahl belief sich auf zeitweise auf über 200 Einsatzkräfte.

30 Businsassen verletzt

30 Fahrgäste hatten den Bus, der rasch in Vollbrand geriet, noch rechtzeitig verlassen können. Sie mussten mit zum Teil schweren Verletzungen notärztlich versorgt und mit Rettungshubschraubern und dem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.

 18 Menschen starben in den Flammen

Suchmaßnahmen nach den vermissten, weiteren Fahrgästen, auch mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers mit Wärmebildkamera, im näheren Umfeld der Unfallstelle verliefen zunächst ohne Ergebnis. Nach weiteren Untersuchungen in dem ausgebrannten Fahrzeugwracks bewahrheiteten sich die Befürchtungen, dass die verbleibenden 18 Personen in dem brennenden Reisebus ums Leben gekommen waren.

Busunglück auf der A9: Am Tag nach der Tragödie - erste Ermittlungsergebnisse

Drei Verletzte weiter in Lebensgefahr

Inzwischen konnten sieben leicht verletzte Businsassen die Krankenhäuser wieder verlassen, 23 weitere Personen befinden sich mit schweren Verletzungen noch in stationärer Behandlung. Bei drei von ihnen besteht Lebensgefahr.

Bergung der sterblichen Überreste

Nach weiteren umfangreichen kriminalpolizeilichen Maßnahmen erfolgten am Montagnachmittag die Bergung und der Abtransport der sterblichen Überreste. Die Opfer unter den Reisegästen waren im Alter von 66 bis 81 Jahren. Spezialisten der Rechtsmedizin Erlangen übernehmen mit Unterstützung von Beamten des Bundeskriminalamts die Identifizierung der Toten, unter denen auch der 55-jährige Fahrer des Busses ist. Der Fahrer des Lastwagens blieb körperlich unverletzt, erlitt jedoch einen Schock.

Keine Anzeichen für einen Brand vor der Kollision

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft kamen zudem sowohl ein Verkehrsunfallsachverständiger als auch ein Brandsachverständiger an die Unfallstelle und unterstützten die aufnehmenden Beamten der Verkehrspolizei Hof bei der Klärung der Unfallursache. Nach vorläufiger Einschätzung beider Sachverständiger liegen bisher keine Hinweise darauf vor, dass der Reisebus bereits vor dem Aufprall auf den Anhänger gebrannt hat. Vieles spricht dafür, dass bei dem Bus erst aufgrund der Kollision mit dem Anhänger Feuer ausgebrochen ist.

 

Zusammenfassung: Tragisches Busunglück auf der A9 fordert 18 Menschenleben

Busfahrer soll Unfallverursacher gewsen sein

Die Staatsanwaltschaft Hof führt wegen des Verkehrsunfalls ein Ermittlungsverfahren. In diesem Zusammenhang richtet sich der Verdacht bezüglich des Unfallverursachers zum momentanen Stand allein gegen den verstorbenen Fahrer. Im Zuge der Ermittlungen erfolgten am Firmensitz des Busunternehmens in Sachsen Durchsuchungsmaßnahmen sowie Sicherstellungen in Bezug auf den Reisebus und die beiden Busfahrer. Deren Auswertung wird mit Nachdruck betrieben.

Kriseninterventionsteam im Einsatz

Zwei Staatsanwältinnen aus Hof führten vor Ort in Abstimmung mit den drei Sachverständigen und den Einsatzkräften die Ermittlungen. Mitarbeiter eines Kriseninterventionsteams kümmerten sich um Verletzte, Angehörige und Einsatzkräfte.

A9 bis 20.45 Uhr komplett gesperrt

In den frühen Abendstunden erfolgte die aufwändige Bergung der beiden Fahrzeugwracks, bei der unter anderem ein Kran zum Einsatz kam. Die Fahrzeuge sind auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hof für weitere Begutachtungen sichergestellt. Nach umfangreichen Reinigungsarbeiten der Fahrspuren durch eine Spezialfirma sowie der Autobahnmeisterei Münchberg, die zudem für weitere Verkehrsmaßnahmen im Einsatz war, konnte die Fahrbahn in Richtung Süden gegen 20:45 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. 

Mögliche Ermittlungen gegen Gaffer

Inwieweit es durch das Verhalten von Verkehrsteilnehmern im Zusammenhang mit der Anfahrt von Einsatz- und Rettungskräften zu erheblichen Behinderungen oder zu strafbarem Verhalten gekommen ist, wird derzeit mit den Einsatzkräften abgeklärt. Sollte sich ein Anfangsverdacht hierfür ergeben, wird auch in diese Richtung mit Nachdruck ermittelt werden.

 

  • Neue Details zu dem tragischen Busunglück heute ab 18:00 Uhr in Oberfranken Aktuell!

 

  • Alle Informationen, Bilder und Eindrücke zu der Tragödie heute ab 18.30 Uhr in einem TVO-Spezial!
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Wirsberg: Folge der A9-Sperrung – Lkw fährt sich fest

Das tragische Busunglück am Montagmorgen (3. Juli) auf der A9 bei Münchberg (Landkreis Hof) und die daraus folgende Vollsperrung der A9, hat nicht nur Auswirkungen auf den Verkehr auf der Autobahn. Ein Trucker blieb mit seinem Lkw in Wirsberg (landkreis Kulmbach) stecken, als er die Unfallstelle auf der A9 umfahren wollte.

Lkw kommt weder vor noch zurück

Ein Lkw-Fahrer fuhr am frühen Montagabend aufgrund der Vollsperrung der A9 auf dem Weg nach Himmelkron durch Wirsberg. Da die Brücke, welche er überqueren wollte für seinen Sattelzug jedoch zu klein war, setzte er zurück und blieb letztendlich zwischen Hauswand und Brückengeländer stecke. Der Fahrer wurde nicht verletzt. Jedoch ist die Ortsdurchfahrt momentan (Stand: 17:30 Uhr) gesperrt.

 

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Busunglück bei Münchberg / A9: 18 Menschen sterben in den Flammen

Ein schreckliches Busunglück erschüttert Oberfranken seit den Morgenstunden des 03. Juli. Ein mit 48 Personen besetzter Reisebus prallte auf der A9 bei Münchberg (Landkreis Hof) in einer Baustelle auf einen Sattelzug auf. Der Bus und Teile des Lkw gingen in Flammen auf. Der Reisebus brannte komplett aus. Die tragische Bilanz: 18 Tote und 30 schwer Verletzte. Die A9 war stundenlang in dem Bereich komplett gesperrt. Erst in den Abendstunden wurde der Autobahnabschnitt wieder für den Verkher freigegeben.

UPDATE (10. Juli)

Nach dem tragischen Busunglück auf der A9 sind mittlerweile alle 18 Todesopfer identifiziert. Von den 30 Verletzten befinden sich derzeit noch sechs Verletzte in Krankenhäusern. Indes dauern die Ermittlungen zur Unfallursache noch an. Erste Untersuchungsergebnisse ergaben jedoch, dass wohl der zweite Busfahrer mehreren Menschen durch sein schnelles Handeln das Leben gerettet hat. Der 43-jährige Mann öffnete nach dem Unglück geistesgegenwärtig manuell die Türen und half zudem etlichen Fahrgästen aus dem Bus und brachte sie in Sicherheit.

TVO Spezial: Bustragödie auf der A9 - die Sicht der Helfer

UPDATE (05. Juli)

Nach der Bustragödie auf der A9 am Montagmorgen ermittelt die Polizei weiter auf Hochtouren. Auch am heutigen Mittwoch (05. Juli) ist immer noch unklar, wie genau es zu dem Unfall gekommen ist. Die Ermittlungen bezüglich des Unfallverursachers laufen im Moment ausschließlich in Richtung des Busfahrers. Zudem wird die Arbeit der Brandsachverständigen nach Angaben der Polizei noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die aufwendigen Gutachten sollen klären, wie der Bus so schnell in Brand geraten und für 18 Menschen zur Todesfalle werden konnte. Auch die Identifizierung der Todesopfer ist noch nicht abgeschlossen. Erfreulich ist jedoch, dass die meisten Verletzten die Krankenhäuser inzwischen verlassen konnten.

UPDATE (04. Juli)

Nach dem tragischen Busunglück am Montagmorgen (03. Juli) auf der A9 auf Höhe Stammbach (Landkreis Hof), bei dem 18 Menschen ums Leben kamen, werden die Ermittlungen zur Klärung der Ursache des Busunglücks weiter intensiv fortgeführt. Bislang steht allein der 55-jährige Busfahrer, welcher bei dem Unglück ums Leben kam, im Verdacht den Unfall verursacht zu haben. Im Zuge dessen erfolgten am Firmensitz des Busunternehmens in Sachsen Durchsuchungsmaßnahmen sowie Sicherstellungen in Bezug auf den Reisebus und die beiden Busfahrer, deren Auswertung wird mit Nachdruck betrieben. Ein Großteil der Angehörigen der 18 Todesopfer konnte zwischenzeitlich verständigt werden. Nach wie vor schweben drei Businsassen in Lebensgefahr. Sieben der verletzten Personen konnten die Krankenhäuser bereits wieder verlassen.

Busunglück auf der A9: Der Tag nach der Tragödie

Erste Ermittlungsergebnisse deuten daraufhin, dass der Brand tatsächlich durch die Kollision ausgelöst wurde. Inwieweit es durch das Verhalten von Verkehrsteilnehmern im Zusammenhang mit der Anfahrt von Einsatz- und Rettungskräften zu erheblichen Behinderungen oder zu strafbarem Verhalten gekommen ist, wird derzeit mit den Einsatzkräften abgeklärt. Sollte sich ein Anfangsverdacht hierfür ergeben, wird auch in diese Richtung mit Nachdruck ermittelt werden.

UPDATE (15:30)

Die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem schweren Busunglück auf der A9 bei Münchberg am Montagmorgen (03. Juli) werden von den Beteiligten Behörden und Institutionen weiter intensiv betrieben. 30 Männer und Frauen sind zum Teil schwer verletzt. Inzwischen hat die Polizei bestätigt, dass alle 18 vermissten Businsassen bei dem Unglück ums Leben gekommen sind. Es handelt sich um Frauen und Männer im Alter von 66 bis 81 Jahren. Spezialisten der Rechtsmedizin und des Bundeskriminalamts übernehmen die Identifizierung der Toten, unter denen auch der Fahrer des Busses ist. Der Fahrer des Lastwagens blieb körperlich unverletzt. Die A9 ist in Richtung Süden weiterhin komplett gesperrt.

Zusammenfassung: Tragisches Busunglück auf der A9 fordert 18 Menschenleben
A9 / Münchberg: Schreckliches Busunglück fordert 18 Todesopfer

UPDATE (11:45)

Busunglück fordert mehrere Todesopfer

Ein Reisebus mit einer Seniorengruppe aus Sachsen prallte am Montagmorgen (03. Juli) in einer Baustelle auf der A9 bei Münchberg auf einen Sattelzug und ging in Flammen auf. Mehrere Businsassen sind bei dem Unglück ums Leben gekommen. 30 Männer und Frauen sind zum Teil schwerverletzt und wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Zur Bergung und Identifizierung der Leichen sind Spezialisten der Rechtsmedizin und des Bundeskriminalamts angefordert. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hof ist auch ein Sachverständiger vor Ort und unterstützt die Beamten der Verkehrspolizei Hof bei der Klärung zur Unfallursache.

Für Angehörige ist die Telefonnummer 0800/7766350 geschaltet.

A9 bleibt den ganzen Tag gesperrt

Etwa 200 Einsatzkräfte der Rettungsdienste, Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und der Polizei Oberfranken sind vor Ort. Es waren auch mehrere Rettungshubschrauber im Einsatz. Die A9 wird in Fahrtrichtung Süden über den ganzen Tag komplett gesperrt bleiben. Die Fahrbahn in Richtung Norden ist für den Verkehr wieder freigegeben.

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Busunglück auf der A9: Erste Bilder von der Unfallstelle

ERSTMELDUNG (09:45)

Zu einem schweren Verkehrsunfall kam es am Montagmorgen (03. Juli) auf der A9 bei Stammbach (Landkreis Hof) zwischen der Ausfahrt Münchberg-Süd und Gefrees. Ein Reisebus fuhr auf einen Sattelzug auf und ging in Flammen auf. Derzeit ist bekannt, dass mehrere Personen verletzt sind. Die A9 ist in beiden Richtungen komplett gesperrt.

17 Businsassen werden noch vermisst

Kurz nach 7:00 Uhr fuhr der Reisebus bei sich stauendem Verkehr auf einen vorausfahrenden Sattelzug auf. Kurz darauf stand der mit 46 Fahrgästen und zwei Fahrern besetzte Bus in Flammen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sind 31 Fahrgäste zum Teil schwerverletzt. Der Verbleib der anderen Insassen ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Maßnahmen vor Ort.

A9 komplett gesperrt

Zahlreiche Einsatzkräfte der Rettungsdienste, Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und der Polizei Oberfranken sind vor Ort. Es waren auch mehrere Rettungshubschrauber im Einsatz. Die A9 ist derzeit (08:40 Uhr) in beiden Richtungen komplett gesperrt. Laut ersten Informationen der Polizei werden die Bergungsarbeiten bis in die Nachmittagsstunden

Schreckliches Busunglück bei Münchberg / A9: Reisebus prallt auf Sattelzug
Busunglück auf der A9 bei Münchberg: Rettungsgasse macht erneut Probleme

Anteilnahme aus der Politik

Ministerpräsident Horst Seehofer: "Dieser katastrophale Unfall erschüttert die Menschen in Bayern, in Sachsen und im ganzen Land. Unser aller Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen und Freunden der Opfer, die in diesen Stunden vom Tod eines geliebten Menschen erfahren müssen. Ich bete für die Opfer und die vielen Verletzten und wünsche ihnen eine rasche und vollständige Genesung. Auch bei den vielen Helferinnen und Helfern, die einen so wichtigen und schweren Dienst bei der Bergung und Versorgung der Opfer tun, sind in diesen Stunden unsere Gedanken. Wir sind ihnen zu großem Dank verpflichtet."

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml: „Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer. Ich hoffe, dass die Verletzten rasch wieder genesen." Huml dankte zugleich den Ersthelfern sowie den Ärzten, Schwestern und Pflegern in den Krankenhäusern, in die Verletzte gebracht wurden.

Natascha Kohnen, Landesvorsitzende der BayernSPD: „Ich bin sehr traurig über den schrecklichen Verkehrsunfall, das geht mir sehr nahe. Das ist ein schlimmer Tag. Den Toten und ihren Angehörigen gelten heute meine Gedanken. Den Verletzten und allen Angehörigen der Opfer wünsche ich im Namen der BayernSPD von ganzem Herzen Kraft.“

Markus Rinderspacher, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion: „Ich bin schwer betroffen, das ist ein tragischer Unfall. Ich möchte meine tiefe Anteilnahme gegenüber den Familien der Opfer ausdrücken. Meine Genesungswünsche richten sich an die Verletzten, von Herzen alles Gute! Allen Rettungskräften der Sanitätsienste, Feuerwehren, dem Technischem Hilfswerk und der Polizei Oberfranken möchte ich ganz herzlich für ihren schwierigen Einsatz danken.“

Klaus Adelt, MdL:"Dieses Busunglück auf der A9 zwischen Münchberg und Gefrees ist eine unfassbare schreckliche Katastrophe, die kaum in Worte zu fassen ist.  Meine Gedanken sind bei den Opfern, die urplötzlich und auf tragische Weise  aus dem Leben gerissen wurden, bei den Verletzten sowie den Angehörigen,  denen heute unvorstellbares Leid widerfahren ist. Ich wünsche Ihnen die  notwendige Kraft, die sie brauchen. Den Einsatz- und Rettungskräften vor Ort gilt mein ausgesprochener Dank. Ich  muss mich nicht vor Ort davon vergewissern – ich weiß, dass sie trotz der  traumatischen Ereignisse gewissenhaft ihrer Pflicht nachgehen und eine sehr gute Arbeit machen. Das hat unser aller Respekt verdient.  Mich macht dieser Unfall einfach nur fassungslos. Das ist ein tiefschwarzer
Tag."

Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freie Wähler Landtagsfraktion: „Diese Katastrophe und der tragische Verlust so vieler Menschenleben machen uns zutiefst betroffen. In Gedanken sind wir bei den Angehörigen und Freunden der Opfer und wünschen ihnen viel Kraft in diesen schweren Stunden. Den Verletzten wünschen wir möglichst rasche und vollständige Genesung. Gleichzeitig danken wir der Polizei, den Rettungskräften und Notfallseelsorgern für ihren heute besonders schweren Dienst. Auch ihnen müssen wir zur Bewältigung des Erlebten jede denkbare Unterstützung zukommen lassen.“

Martin Burkert, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur: "Das Busunglück auf der A9 ist eine unfassbare Tragödie. Ich bin zu tiefst erschüttert, dass so etwas auf unseren Autobahnen immer wieder passiert. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und deren Angehörigen. Unser Dank gilt allen Helfern. Noch ist unklar, wieso es zu der Kollision und warum es zum Flammen-Inferno kam. Die ganze Republik ist bestürzt und Kritik an Autobahn-Baustellen und Zeitverzögerung für die Bildung von Rettungsgassen wird bereits laut. Vorerst halten wir inne – Aufklärung muss und wird folgen."
 

Massenkarambolage in der Münchberger-Senke 1990

Das schreckliche Busunglück vom Montagmorgen (03. Juli) erinnert leider an die Horror-Massenkarambolage aus dem Jahr 1990. Nur wenige Meter von dem heutigen Busunglück entfernt ereignete sich vor knapp 27 Jahren ein schwerer Verkehrsunfall. Damals wurden rund 200 Menschen verletzt. 10 Personen wurden durch den Unfall sogar getötet.