Tag Archiv: Chemikalien

© News5 / Fricke

Rehau: Brennendes Fass mit Gerberei-Abfällen löst Großalarm aus

Ein Großalarm sorgte am Mittwochnachmittag (25. April) in Rehau (Landkreis Hof) für Aufregung. Wie die Feuerwehr mitteilte, geriet in einer Firma in der Gerberstraße aus bislang ungeklärter Ursache ein Fass mit Gerbereiabfällen in Brand. Da sich in diesem Behälter auch Chemikalien befanden, wurde ein Großalarm für die Rettungskräfte ausgelöst. 

© News5 / Fricke© News5 / Fricke© News5 / Fricke© News5 / Fricke© News5 / Fricke

Sechs Mitarbeiter leicht verletzt

Die Mitarbeiter der Firma konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Laut News5 hatten sechs Angestellte Gase eingeatmet und wurden leicht verletzt. Nach einer ambulanten Versorgung durch den Notarzt musste jedoch niemand in das Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehr schaffte das brennende Fass unter Atemschutz ins Freie und löschte es.

Brandursache noch unklar

Die genaue Brandursache ist noch unklar. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit bestanden, so die Informationen von vor Ort.

  • Eine offizielle Polizeimeldung steht noch aus.
© TVO

Hollfeld: Chemischer Stoff Brom an Schule freigesetzt: 1.000 Schüler evakuiert

Zu einem Zwischenfall mit einem chemischen Stoff kam es am Mittwochmorgen (15. März) in der Gesamtschule von Hollfeld (Landkreis Bayreuth). Ein Lehrer kam mit Verletzungen in ein Krankenhaus. Rund 1.000 Schüler wurden aus dem Gebäude evakuiert, der Schulbetrieb am heutigen Tag eingestellt. Gerüchte, dass es sich bei dem chemischen Stoff um Brom handelte, bestätigte die Polizei gegenüber TVO am Mittwochmittag!

Aktuell-Bericht vom Mittwoch, 15.03.17
Hollfeld: 1.000 Schüler nach Chemieunfall evakuiert

Unfall bei der Unterrichtsvorbereitung

Laut Polizei befand sich gegen 8:00 Uhr ein erfahrener Lehrer zur Unterrichtsvorbereitung in einem besonders geschützten Raum zum Umgang mit Chemikalien. Hierbei fiel ein Behältnis mit einem chemischen Stoff zu Boden. Durch die entstehenden Dämpfe zog sich der Lehrer Verletzungen zu. Durch den Rettungsdienst wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert.

© TVO
© TVO

Notfallpläne der Schule greifen

Schülerinnen und Schüler hielten sich zum Zeitpunkt des Vorfalles nicht im unmittelbaren Gefahrenbereich auf. In Absprache mit der Feuerwehr entschied sich die Schulleitung dazu, den Schulbetrieb am heutigen Mittwoch einzustellen. Die rund 1.000 Schüler wurden evakuiert. Sie verließen das Schulgebäude und begaben sich gemäß den Notfallplänen auf das benachbarte Sportgelände. Von dort stehen Busse für den Heimtransport bereit. Zudem wird in der nahegelegenen Stadthalle eine Betreuung durch die Schule und Polizeibeamte angeboten. Am Donnerstag soll der Unterricht wieder nach Plan stattfinden.

Spezialisten der Feuerwehr im Einsatz

Spezialisten der Feuerwehr kümmern sich derzeit in der Schule um den ausgetretenen chemischen Stoff. Gefahrgutspezialisten der Verkehrspolizei Bayreuth unterstützen die Feuerwehrkräfte am Einsatzort. Rund 260 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Technischem Hilfswerk und der Polizei waren zur Bewältigung der Einsatzlage im Bereich der Schule eingesetzt. Mehr am Abend ab 18:00 Uhr in Oberfranken aktuell!

© TVO
Stichwort: Das chemische Element Brom

1826 entdeckt, seit 1860 industriell hergestellt

Brom kommt in der Natur nicht elementar, sondern in anorganischen Substanzen vor. Die wichtigsten Verbindungen sind Bromide. Zusammen mit Fluor, Chlor, Iod, Astat und Tennessine gehört Brom zu den Halogenen. Brom ist neben Quecksilber das einzige bei Raumtemperaturen und Normaldrücken flüssige Element. 1826 wurde es durch den französischen Chemiker Balard aus Meeresalgen isoliert. Die industrielle Herstellung von organischem Brom erfolgte 34 Jahre später. Brom dient als Ausgangsstoff für Bromverbindungen und wird zur Herstellung von Farbstoffen, Treibstoffzusätzen und Beruhigungsmitteln genommen.

Brom ist sehr giftig

Brom ist sehr giftig und stark ätzend. Ein Hautkontakt führt zu schwer heilenden Verätzungen. Inhalierte Bromdämpfe führen zu Atemnot und Lungenentzündung. Zudem kann ein Lungenödem hervorrufen werden.

A9/Konradsreuth: Unfall und Feuerwehr-Großalarm

Zu einem Unfall, bei dem die Feuerwehren aus Hof, Münchberg, Berg, Helmbrechts und Lipperts, mehrere Rettungswagen sowie Spezialisten des Katastrophenschutzes mit insgesamt ca. 150 Einsatzkräften ausrücken mussten, ereignete sich am Freitagabend auf der A 9 in Richtung Berlin. Im zweispurigen Baustellenbereich kurz vor der Anschlussstelle Hof West herrschte starkes Verkehrsaufkommen mit immer wieder stockendem Verkehr. Ein 23-jähriger Mercedes-Sprinter-Fahrer musste sein Fahrzeug auf der linken Spur verkehrsbedingt bis zum Stillstand abbremsen. Seitlich versetzt hinter dem Mercedes fuhr ein Sattelzug auf der rechten Spur, der von einem 27-jährigen aus Polen gelenkt wurde. Ein 28-jähriger Fahrer eines Ford Focus aus Bretnig-Hauswalde, der ebenfalls die linke Spur befuhr, erkannte zu spät dass der Mercedes Sprinter stand. Einen Auffahrunfall konnte er nur dadurch vermeiden, in dem er auf die rechte Spur wechselte. Hier wurde der Ford Focus allerdings vom Sattelzug des 27-jährigen erfasst und gegen das Heck des Mercedes Sprinter gedrückt. Der 28-jährige wurde bei dem Unfall schwer verletzt und vom Rettungsdienst zur stationären Behandlung ins Sana-Klinikum Hof verbracht. Die beiden anderen unfallbeteiligten Fahrer blieben glücklicherweise unverletzt. Der Sattelauflieger war mit flüssigen, ätzenden Chemikalien beladen. Mehrere der insgesamt 48 Chemikalienfässer wurden bei dem Unfall beschädigt. Nachdem der Verdacht bestand, Chemikalien könnten an der Unfallstelle auslaufen, wurde Großalarm für die Feuerwehr ausgelöst. Mit schwerem Atemschutz verhinderten die Einsatzkräfte der Feuerwehren ein Auslaufen der Chemikalien. Der Sattelzug sowie die beiden anderen beteiligten Unfallfahrzeuge konnte dann zum nahegelegenen Pendlerparkplatz an der Anschlussstelle Hof West verbracht werden. Zwei beschädigte Fässer mussten durch eine Spezialfirma aus Rehau geborgen und entsorgt werden. Gegen 01.00 Uhr war die Lage unter Kontrolle und ein Entladen sowie die genaue Kontrolle aller Fässer konnte beginnen. Die 46 verbliebenen Chemikalienfässer sind für einen weiteren Transport noch geeignet und werden am Samstag  wieder aufgeladen. Am Ford Focus entstand Sachschaden in Höhe von ca. 7.000 Euro. Der Heckschaden am Mercedes Sprinter wurde auf ca. 1.500 Euro geschätzt. Der Schaden an der Sattelzugmaschine beläuft sich auf ca. 5.000 Euro. Bis zum Verbringen der Unfallfahrzeuge zum Pendlerparkplatz der Anschlussstelle Hof West hatte sich ein kilometerlanger Stau in Richtung Berlin gebildet.