Tag Archiv: Corona-Krise

Corona-Krise in Bayern: „Verzögern wird nicht helfen, Verschleppen verschlimmert“

Am Dienstag (27. Oktober) fand in München eine Sitzung des Bayerischen Kabinetts statt. Das zentrale Thema war die Corona-Pandemie. Im Anschluss gab es eine Pressekonferenz mit Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Kultusminister Michael Piazolo. In dieser wurden die Ergebnisse der Sitzung vorgestellt.

Markus Söder will Trendumkehr

Am morgigen Mittwoch (28. Oktober) beraten sich die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dort wird es um Corona und die möglichen Maßnahmen gehen. Bereits am Tag zuvor fordert Markus Söder ein entschiedenes Vorgehen in der Corona-Krise. Es solle keine Placebo-Maßnahmen geben, die in zwei Wochen bereits überholt sind. Er fordert ein schnelles und strengeres Vorgehen, um die zweite Welle so kurz wie möglich zu halten. "Lieber gleich und richtig als spät und halbherzig," so Söder bei der Pressekonferenz. Konkrete Maßnahmen nennt er nicht. Söder hofft auf eine schnelle Einigung in der morgigen Minister-Konferenz.

Zudem betont Markus Söder: "Wir wollen keinen kompletten zweiten Lockdown wie im Frühjahr."

Coronakrise: Söders Plan vor Treffen mit Kanzlerin

Schulen sollen geöffnet bleiben 

Markus Söder erklärt in der Pressekonferenz, dass die Schulen und Kindertagesstätten so lange wie möglich geöffnet bleiben sollen. Schulen und Kitas werden zuletzt geschlossen und zuerst wieder geöffnet werden, sollten strengere Maßnahmen kommen. Die Bildung der Kinder und Jugendlichen sei sehr wichtig und die Schüler sollen die Pandemie nicht ausbaden müssen. Der Ministerpräsident forderte die Schulen auf, gegenüber den Schülern "größtmögliche Flexibilität" zu zeigen. Des Weiteren werden Schulleiter und einige Lehrer eine Corona-Prämie erhalten. Die Kulturszene soll ebenso finanziell unterstützt werden. 370 Millionen Euro sollen in die Kunst- und Kulturszene fließen. Zudem soll die Wirtschaft weiter unterstützt werden.

Wer wird zuerst geimpft?

Aktuell gibt es zwar noch keinen Impfstoff, jedoch hat das Bayerische Kabinett bereits eine Impfstrategie entwickelt. Risikogruppen sollen zuerst geimpft werden. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betont, dass die Impfung gegen das Coronavirus freiwillig sein wird. Außerdem werden derzeit Antigene-Schnelltests an die bayerischen Landkreise verteilt. 125.000 Schnelltests wurden bereits an 18 Landkreise vergeben.

"Es geht um den Schutz der Menschen"

Mit den steigenden Infektionszahlen gibt es auch wieder mehr Corona-Patienten in den Krankenhäusern, dies bestätigte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml in der Pressekonferenz. Aktuell sind in Bayerns Krankenhäusern 926 infizierte Patienten. Davon befinden sich 114 auf der Intensivstation. Laut der Huml seien noch rund 675 Intensivbetten in Bayern frei.

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Amateurfußball in Bayern: Der Ball kann wieder rollen…

Der Ball im bayerischen Amateurfußball kann wieder rollen. Nach der Sitzung des Ministerrates in München verkündeten Ministerpräsident Söder und Innenminister Herrmann, dass der Re-Start der Saison 19/20 zum geplanten Datum ab dem 19. September erfolgen kann. Dies gilt für Männer, Frauen und den Juniorenbereich. Wie vom Bayerischen Fußballverband gefordert, können die Spiele mit einer begrenzten Zahl an Zuschauern - analog zum Kulturbetrieb in Bayern - ausgerichtet werden.

 

Das ist eine gute Nachricht für den gesamten bayerischen Breitensport und ein großer Erfolg unserer Fußballvereine, die sich in den vergangenen Tagen nochmals sehr, sehr klar positioniert und den Kurs des Verbandes mit überragender Zustimmung unterstützt haben.

(Rainer Koch, BFV-Präsident)

Im Amateurfußball rollt wieder der Ball: "Wir haben für unsere Position gekämpft"

Zuschauer-Obergrenze bei 400 Personen

Wie der BFV auf seiner Homepage schreibt, liegt die Zuschauer-Obergrenze bei maximal 400 Personen (ohne direkt am Spielbetrieb beteiligte Personen). Sie orientiert sich an den örtlichen Gegebenheiten der Klubs. Grundvoraussetzung für die Zulassung der Zuschauer ist die Einhaltung entsprechender Abstandsregeln und Hygienekonzepte. Der BFV hatte bereits am 13. August ein Muster-Hygienekonzept für den Spielbetrieb mit Zuschauern vorgelegt. Wir berichteten! Laut BFV ist dieses Hygienekonzept noch nicht von behördlicher Seite genehmigt, der Prozess hierfür aber angestoßen. Am Donnerstag soll es im Innenministerium zu einem weiteren Abstimmungstermin mit dem Verband kommen.

Spielpläne sukzessive online abrufbar

Laut BFV beginnen die Spielleiter der jeweiligen Klassen ab sofort, sukzessive die Spielpläne für den Re-Start auf der Internetseite des Bayerischen Fußballverbandes zu veröffentlichen.

Nutzung von schulischen Sportanlagen geregelt

Neu wird ab dem 19. September auch die Nutzung von schulischen Sportanlagen und Schulsporthallen geregelt: Demnach dürfen diese wieder von Vereinen genutzt werden, hieß es aus dem Kultusministerium.

Reaktion des FC Eintracht Bamberg zum Re-Start

Wir sind froh über diese Entscheidung. Den Re-Start werden wir mit viel Verantwortungsbewusstsein angehen. Das Team ist seit 1. August im Training, befindet sich in guter Form und brennt auf das erste Pflichtspiel. Unser Hygienekonzept steht, wir sind also bereit."

(Jörg Schmalfuß, Vorstandsvorsitzender des FC Eintracht Bamberg)

 

Für den FCE bedeutet der Re-Start, dass bei Heimspielen maximal 400 Zuschauern der Zugang in das Stadion gewährt wird. Welche Hygieneregeln zu beachten sind, wird laut Verein stets vor dem Heimspiel bekanntgegeben. Die genauen Spieltermine stehen noch nicht fest und werden. Sobald diese fix sind, werden sie vom Verein zeitnah kommuniziert.

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Corona-Test-Panne in Bayern: Großteil der Reiserückkehrer jetzt ermittelt

Bei der Übermittlung von bayerischen Corona-Testergebnissen an Reise-Rückkehrer wurde bis zum heutigen Sonntagmittag (16. August) der Großteil der positiv Getesteten erreicht worden. Dies teilte das Bayerische Gesundheitsministerium mit. Weiterlesen
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Coronakrise: Autozulieferer MOLL aus Bad Staffelstein beantragt Insolvenz

Die Akkumulatorenfabrik MOLL GmbH + Co. KG aus Bad Staffelstein (LIF) ist durch die aktuellen Entwicklungen gezwungen, nach 75 Betriebsjahren die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen. Dies teilte das Unternehmen am Montag (30. März) mit. Das Unternehmen begründet dies mit dem durch die Corona-Krise verursachten plötzlichen und massiven Absatzrückgang, der auch dauerhaft bestehen bleibt. Weiterlesen