Tag Archiv: Drama

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Tragödie bei Kasendorf: Zweiradfahrer verunglückt tödlich

UPDATE (09:45 Uhr)

Ein 45-jähriger Rollerfahrer erlag am heutigen Donnerstagmorgen (04. April) auf der Staatsstraße 2189 bei einem Verkehrsunfall seinen schweren Verletzungen. Gegen 6:00 Uhr fuhr ein VW von Kasendorf in Richtung Autobahn A70. Vor dem Ortsteil Welschenkahl scherte der 41-Jährige mit seinem Fahrzeug auf die linke Spur aus, um den vorausfahrenden Lastwagen zu überholen. Dabei übersah der 41-Jährige den entgegenkommenden 45-Jährigen auf seinem Zweirad. Bei dem Zusammenstoß erlitt der aus dem Landkreis Kulmbach stammende Rollerfahrer tödliche Verletzungen. Vor Ort machten sich Vertreter der Staatsanwaltschaft Bayreuth ein Bild von der Unfallstelle und ein Sachverständiger unterstützte die Polizisten aus Kulmbach bei der Unfallaufnahme. Der 41-jährige Autofahrer erlitt leichte Verletzungen. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von 10.000 Euro. Die Staatsstraße blieb für mehrere Stunden gesperrt.

Videos von der Unfallstelle
Tragödie bei Kasendorf: Rollerfahrer (45) stirbt an der Unfallstelle
(Unkommentiertes Video)
Tragödie bei Kasendorf: Rollerfahrer (45) verunglückt am Donnerstagmorgen tödlich
Statement von Alexander Horn, Polizei Kulmbach

ERSTMELDUNG (9:08 Uhr)

Ein tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang ereignete sich in den Morgenstunden des heutigen Donnerstags (04. April) auf der Staatsstraße 2189 in Richtung A70 bei Kasendorf im Landkreis Kulmbach. Ein Autofahrer wollte laut Angaben von News5 einen vorausfahrenden Lastwagen überholen, übersah jedoch den Gegenverkehr und kollidierte mit einem Roller. Der Zweiradfahrer schleuderte gegen die Frontscheibe des Wagens. Von dort prallte sein Körper durch die Wucht des Aufpralls ab und kam erst rund zehn Meter weiter auf einem etwa drei Meter tieferliegenden Feldweg zum Liegen. Dabei wurde der Mann so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Der Autofahrer wurde ebenfalls bei dem Unfall verletzt.

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Newsflash vom Donnerstag (04. April 2019)
A70 / Staatsstraße 2189: Tödliche Unfälle auf den Straßen im Landkreis Kulmbach

Tragödie in Kulmbach: 53-Jährige stirbt bei Zimmerbrand

Tragisch endete am frühen Sonntagmorgen (27. Januar) ein Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus im „Pörbitscher Weg“ in Kulmbach. Eine 53-Jährige verlor bei dem Feuer ihr Leben. Aufmerksamer Zeuge schlägt Alarm Gegen 6:00 Uhr bemerkte ein Zeuge die starke Rauchentwicklung aus der Wohnung und wählte den Notruf. Die alarmierten Feuerwehren konnten nur mit Atemschutzgeräten in das stark verqualmte Gebäude vordringen und hatten den Brand in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss des Gebäudes rasch gelöscht. Notarzt kann nichts mehr für 53-Jährige tun Beim Durchsuchen der Wohnung entdeckten die Einsatzkräfte in einem Zimmer die bereits leblose 53-Jährige. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Weitere Bewohner wurden durch den Brand nach aktuellem Stand nicht verletzt. Mindestens 50.000 Euro Sachschaden durch Brand Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden von mindestens 50.000 Euro. Die Feuerwehren aus Kulmbach und Umgebung, das Technische Hilfswerk sowie der Rettungsdienst waren mit zirka 110 Einsatzkräften vor Ort. Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen zur bislang noch unklaren Ursache des Feuers aufgenommen.
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Tragischer Unfall bei Selbitz: Autofahrer stirbt nach Kollision mit LKW

UPDATE (10:59 UHR):

Tödliche Verletzungen erlitt ein 18-Jähriger am Dienstagmorgen (24. Juli) bei einem schweren Verkehrsunfall bei Selbitz, als es auf der Bundesstraße 173 zu einem Frontalzusammenstoß zwischen seinem Kleinwagen und einem Lastwagen kam. Der Lastwagenfahrer erlitt einen schweren Schock.

18-Jähriger kommt offenbar einfach auf die Gegenfahrbahn

Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr der aus dem Landkreis Hof stammende junge Mann gegen 5:45 Uhr die Bundesstraße in Richtung Hof und kam zwischen der Anschlussstelle Selbitz-Nord und der A9 aus bislang unbekannten Gründen auf die Gegenfahrspur. Dort kollidierte er frontal mit einem Lastwagen, den ein 44-Jähriger aus dem Landkreis Bayreuth lenkte.

Autofahrer stirbt noch am Unfallort

Durch den massiven Zusammenstoß erlitt der Fahranfänger schwerste Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. Der Lastwagenfahrer erlitt einen schweren Schock und musste durch Rettungskräfte vor Ort betreut werden. Notfallseelsorger kümmerten sich um die Angehörigen des Verstorbenen und die eingesetzten Rettungskräfte.

Gutachter unterstützt die Polizei

Auf Anordnung eines, an der Unfallstelle anwesenden Staatsanwalts aus Hof, wurde ein Gutachter hinzugezogen, der die ermittelnde Polizei Naila bei der Klärung der Unfallursache unterstützt. Die beiden beschädigten Fahrzeuge stellte die Polizei sicher. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf einen fünfstelligen Euro-Betrag. Bis zum Abschluss der Unfallaufnahme und der Bergungsmaßnahmen bleibt die Bundesstraße gesperrt. Die Feuerwehr und die Straßenmeisterei haben Umleitungen eingerichtet.

B173/Selbitz: Unfalldrama kostet Fahranfänger das Leben
B173/Selbitz: 18-Jähriger stirbt bei tragischem Unfall

ERSTMELDUNG (8:55 UHR):

Auf der B173 zwischen der Abzweigung Rodesgrün und Wachholderbusch bei Selbitz im Landkreis Hof ereignete sich am Dienstagmorgen (24. Juli) ein tödlicher Verkehrsunfall. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei geriet der Fahrer eines Peugeots, welcher in Richtung Hof unterwegs war, aus noch ungeklärter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn. Ein dort in Richtung Naila fahrender Lastwagen versuchte noch auszuweichen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Dies gelang dem Fahrer jedoch nicht. Die beiden Fahrzeuge kollidierten frontal. Der Autofahrer erlitt tödliche Verletzungen und wurde eingeklemmt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter hinzugezogen, um die Polizeibeamten bei der Aufklärung des Sachverhalts und der Rekonstruktion des Unfallhergangs zu unterstützen.

  • Mehr Informationen folgen später!
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+ Update + Kirchehrenbach: Mutter tötet ihre Kinder und sich selbst

3. UPDATE (Mittwoch - 08. Februar, 18:32 Uhr):

Die drei am Dienstagmittag (7. Dezember) in einem Einfamilienhaus tot aufgefundenen Personen sind identifiziert. Dies teilte das Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth am späten Mittwochnachmittag mit. Bei den Toten handelt es sich um die 39-jährige Bewohnerin des Hauses und ihre beiden Kinder im Alter von zwei und vier Jahren. Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass die Frau und ihre Kinder an einem Verbrennungsschock sowie einer Rauchgasvergiftung verstorben sind. Dies ergaben die Untersuchungen der Rechtsmedizin. Momentan gehen Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Frau ihre beiden Kinder und sich selbst unter Einsatz eines Brandbeschleunigers getötet hat. Ein Fremdverschulden schließt man derzeit aus.

39-Jähriger litt unter psychischer Erkrankung

Laut Polizei litt die 39-Jährige offenbar an einer psychischen Erkrankung. Sie hatte sich in der Vergangenheit in psychiatrischer Behandlung befunden. Ob die Krankheit im Zusammenhang mit der Tötung der beiden Kinder und dem Suizid der Frau steht, sollen weitere Untersuchungen an das Tageslicht bringen.

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2. UPDATE (Mittwoch - 08. Februar, 17:30 Uhr):

Drei leblose Personen fanden am Dienstagmittag (07. Februar) Polizeibeamte in einem Wohnhaus in Kirchehrenbach (Landkreis Forchheim). Die Hintergründe zu den drei Leichen, eine Frau und zwei Kinder, sind auch einen Tag nach dem Auffinden noch unklar. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln, so die Aussage aus dem Polizeipräsidium in Bayreuth. Dennoch fragen sich nicht nur die Bewohner von Kirchehrenbach: Was ist in dem Einfamilienhaus im Lärchenweg vorgefallen?

Drei Tote in Kirchehrenbach: Wie kam es zu der Tragödie?

1. UPDATE (Dienstag - 07. Februar, 15:04 Uhr):

Drei leblose Personen fanden am Dienstagmittag (07. Februar) Einsatzkräfte der Polizei in einem Wohnhaus in Kirchehrenbach (Landkreis Forchheim). Dies teilte das Polizeipräsidium Oberfranken in einer ersten Stellungnahme mit. Einzelheiten gab die Polizei nicht bekannt. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg haben vor Ort die Ermittlungen zu den Umständen und zur Identität der Toten aufgenommen.

Leblose Personen in einer verrauchten Wohnung entdeckt

Kurz nach 12:00 Uhr war eine Streifenbesatzung der Polizei Ebermannnstadt zu dem Einfamilienhaus im Lärchenweg in Kirchehrenbach gerufen worden. Die Polizisten erkannten in der offenbar verrauchten Wohnung leblose Personen. Ein weiteres Betreten durch die Beamten war auf Grund der Rauchentwicklung nicht möglich. Daraufhin verständigten sie die Feuerwehr.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Bei der späteren Begehung entdeckten die Einsatzkräfte dann eine tote Frau und zwei tote Kinder. Beamte der Kriminalpolizei Bamberg und ein Bamberger Staatsanwalt haben vor Ort die Ermittlungen zu den Umständen und zur Identität der Toten aufgenommen. Eine Nachbarin bestätigte gegenüber TVO, dass in dem Haus eine Frau und ihre beiden Kinder im Vorschulalter wohnen. Das gemeinsame Paar, so die Anwohnerin weiter, soll sich demnach vor kurzer Zeit getrennt haben, der Vater ausgezogen sein.

Polizisten mit Rauchgasvergiftung

Die beiden Polizeibeamten mussten mit Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht werden.

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Aktuell-Bericht vom Dienstag, 7. Februar 2017
Tragödie in Kirchehrenbach: Mutter & Kinder tot in einem Haus entdeckt!

ERSTMELDUNG (Dienstag - 07. Februar, 14:06 Uhr):

Am Dienstagmittag (7. Februar) wurden in einer Wohnung in Kirchehrenbach (Landkreis Forchheim) drei Leichen entdeckt. Bei diesen soll es sich nach ersten Medienberichten von vor Ort um eine Mutter und ihre zwei Kinder handeln. Das Polizeipräsidium Oberfranken wollte dies auf TVO-Nachfrage derzeit nicht bestätigen. Auch zu den möglichen Hintergründen herrscht aktuell von Seiten der Ermittler Stillschweigen. Die Untersuchungen zu dem Fund der leblosen Personen haben begonnen.

Feuerwehr wurde zu einem Wohnungsbrand gerufen

Die Polizei teilte bislang lediglich mit, dass die örtliche Feuerwehr am Mittag zu einem Wohnungsbrand in Kirchehrenbach gerufen wurde. Im Rahmen der Löscharbeiten wurden dann durch die Einsatzkräfte die drei Leichen in der Wohnung entdeckt.

Terror in Berlin: Reaktion der Kirchen

Nach dem Terror-Anschlag in Berlin mit zwölf Toten sind die Trauer und das Entsetzen in Deutschland groß. Vor allem die Kirchen sind in Gedanken bei den Verstorbenen, ihren Angehörigen und Freunden.

Die Katholische Kirche

Der Erzbischof von Bamberg Ludwig Schick spricht im Interview mit Dirk Feustel über den Anschlag von Berlin, bei welchem ein Lkw ungebremst in einen Weihnachtsmarkt raste und dabei zahlreiche Menschen tötete. Der Geistliche ist betroffen und in Gedanken bei den Verstorbenen und ihren Angehörigen. Jedoch ruft er auch dazu auf nicht den Mut zu verlieren und vor allem in der Weihnachtszeit respektvoll miteinander umzugehen.

Terror in Berlin: Ludwig Schick im Interview mit Dirk Feustel

Die evangelische Kirche

Zahlreiche Menschen wurden bei einem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin verletzt oder sogar getötet. Ein Lkw war ungebremst in eine Menschenmenge gerast. Besonders tragisch, der Anschlag wurde nur wenige Tage vor Heilig Abend, der Geburt Jesu Christi, verübt. Vor diesem Hintergrund spricht Regionalbischöfin Dorothea Greiner über die grausame Tat und ihre Folgen.

Terror in Berlin: Reaktionen der Kirche

Terror in Berlin: Reaktionen oberfränkischer Politiker

Nach dem Terror-Anschlag in Berlin mit zwölf Toten sind die Trauer und das Entsetzen in Deutschland groß. Auch oberfränkische Politiker fühlen mit den Opfern, ihren Familien und Freunden.

Interview mit Hans-Peter Friedrich

Nach dem Terror-Anschlag in Berlin sind das Entsetzen und die Angst in Deutschland groß. Doch was kann unser Staat tun, um solche Schreckenstaten in Zukunft zu verhindern? Sind wir überhaupt noch sicher in Deutschland? Wie wird es in der Flüchtlingspolitik weiter gehen? Über diese und weitere Fragen hat Achim Hager am Nachmittag im TVO-Studio mit dem CSU-Bezirksvorsitzenden Hans-Peter Friedrich gesprochen.

Terror in Berlin: Hans-Peter Friedrich im Studio-Talk mit Achim Hager

Reaktionen aus Forchheim

Am Tag nach dem Anschlag in Berlin stehen auch die Menschen in Oberfranken unter Schock. Doch wie sieht die richtige Reaktion aus? Andreas Heuberger mit Stimmen aus Forchheim.

Terror in Berlin: Reaktionen aus Forchheim

Weitere Politiker aus Oberfranken

Deutschland steht unter Schock. In einer solchen schweren Zeit ist die Politik besonders gefragt. Der Bundestagsabgeordnete der SPD Andreas Schwarz, die Bundestagsabgeordnete der Grünen/Bündnis 90 Elisabeth Scharfenberg, der Oberbürgermeister von Forchheim Uwe Kirschstein und die Bundestagsabgeordnete der CSU Silke Launert haben sich im Interview mit TVO zu der Schreckenstat geäußert.

Terror in Berlin: Politiker aus Oberfranken im Interview
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Oberfranken: Entsetzen nach dem Drama in Berlin

In Berlin hat sich gestern Abend (19. Dezember) ein Drama abgespielt. Ein Lkw fuhr über den Gehweg am Breitscheidplatz mitten in einen Weihnachtsmarkt. Zwölf Menschen verloren dabei ihr Leben. 48 weitere Personen werden zum Teil schwer verletzt und in Krankenhäusern behandelt.

Polizei spricht von einer vorsätzlichen Tat

Die Berliner Polizei geht davon aus, dass der LKW vorsätzlich in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt gesteuert wurde. In dem Lastwagen ist eine tote Person aufgefunden worden. Laut der Berliner Polizei handelt es sich hierbei um einen polnischen Staatsbürger. Er soll den Lkw jedoch nicht gefahren haben. Eine Person ist bereits am Abend verhaftet worden. Sie könnte nach den neuesten Aussagen der Berliner Behörden aber nicht der gesuchte Lasterfahrer sein. Weiter ist Vieles unklar. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen. Er spricht am Nachmittag definitiv von einem Terror-Anschlag. Sieben Berliner Staatsanwälte leiten und unterstützen die Ermittlungen.

Angela Merkel ist entsetzt, erschüttert und tief traurig

Bundeskanzlerin Angela Merkel denkt an die vielen Toten und Verletzten. Sie fühlt mit den Familien, Angehörigen und Freunden der Opfer der Schreckenstat. Sie ist entsetzt, erschüttert und tief traurig, sagte sie am Vormittag auf einer Pressekonferenz. Außerdem spricht sie davon, dass es sich wohl um einen terroristischen Anschlag gehandelt habe. Noch sind die Hintergründe und der Täter aber unbekannt.

Terror in Berlin: Der Weihnachtsmarkt am Tag nach dem Anschlag

Trauer auch bei uns in Oberfranken

Auch in Oberfranken herrscht Trauer über die Vorkommnisse in der Hauptstadt. Den ganzen Tag über trägt TV Oberfranken heute Reaktionen auf den mutmaßlichen terroristischen Akt zusammen. Unsere Reporter sind in ganz Oberfranken unterwegs. Sie besuchen Weihnachtsmärkte und sprechen mit Passanten, Händlern und Oberbürgermeistern. Außerdem holen sie Meinungen von Bundestagsabgeordneten, der Polizei und Geistlichen ein. 

Großkontrollen in der Nacht auf der A9

Nach den Anschlägen in Berlin kam es auf den Autobahnen, welche von Berlin wegführen zu kurzfristig angesetzten Großkontrollen. Auch in Oberfranken wurden Montag Abend kurz nach 23:00 Uhr auf dem Parkplatz Lipperts Kontrollstellen aufgebaut. Die A9 wurde voll gesperrt, alle Fahrzeuge wurden über den Parkplatz geleitet. Das THW Hof wurde zur Ausleuchtung angefordert. (Fotos: nordbayern-aktuell)

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Gedrückte Stimmung auf den Weihnachtsmärkten

TVO-Reporter waren heute auf den größeren Weihnachtsmärkten überall in Oberfranken unterwegs und haben Stimmen eingefangen. Von Menschen, die sich ihre Adventsstimmung nicht verderben lassen wollen. Aber auch von Menschen, die heute mit einem sehr mulmigen Gefühl in Richtung Weihnachtsmarkt aufgebrochen sind.

Oberfranken: Gedrückte Stimmung auf den Weihnachtsmärkten

Hans-Peter Friedrich im Studio-Talk

Nach dem Terror-Anschlag in Berlin sind das Entsetzen und die Angst in Deutschland groß. Doch was kann unser Staat tun, um solche Schreckenstaten in Zukunft zu verhindern? Sind wir überhaupt noch sicher in Deutschland? Wie wird es in der Flüchtlingspolitik weiter gehen? Über diese und weitere Fragen hat Achim Hager am Nachmittag im TVO-Studio mit dem CSU-Bezirksvorsitzenden Hans-Peter Friedrich gesprochen.

Terror in Berlin: Hans-Peter Friedrich im Studio-Talk mit Achim Hager

Statement vom Polizeipräsidium Oberfranken

Überall in Deutschland ist die Polizei jetzt in erhöhter Alarmbereitschaft. Auch bei uns in Oberfranken herrscht eine erhöhte abstrakte Gefährdungslage, sagt Alexander Czech vom Polizeipräsidium Oberfranken. Hinweise auf eine bevorstehende konkrete Gefahr zum Beispiel auf einem unserer Weihnachtsmärkte gibt es aber trotzdem nicht.

Terror in Berlin: Alexander Czech im Interview mit Christoph Röder

Oberfränkische Politiker

Deutschland steht unter Schock. In einer solchen schweren Zeit ist die Politik besonders gefragt. Der Bundestagsabgeordnete der SPD Andreas Schwarz, die Bundestagsabgeordnete der Grünen/Bündnis 90 Elisabeth Scharfenberg, der Oberbürgermeister von Forchheim Uwe Kirschstein und die Bundestagsabgeordnete der CSU Silke Launert haben sich im Interview mit TVO zu der Schreckenstat geäußert.

Terror in Berlin: Politiker aus Oberfranken im Interview

Pathopsychologe aus Bamberg

Bei dem Anschlag in Berlin wurden mehrere Menschen auf einem Weihnachtsmarkt von einem Lkw überfahren. Zahlreiche Unschuldige wurden verletzt oder sogar getötet. Was lösen dieser oder ähnliche Vorfälle in uns Menschen aus? Und wie können wir mit der anschließenden Angst und dem Hass umgehen? Darüber spricht TVO-Reporter Dirk Feustel mit dem Pathopsychologen der Universität Bamberg, Prof. Dr. Jörg Wolstein.

Terror in Berlin: Jörg Wolstein im Interview mit Dirk Feustel

Reaktionen der Kirchen

Zahlreiche Menschen wurden bei einem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin verletzt oder sogar getötet. Ein Lkw war ungebremst in eine Menschenmenge gerast. Besonders tragisch, der Anschlag wurde nur wenige Tage vor Heilig Abend, der Geburt Jesu Christi, verübt. Vor diesem Hintergrund sprechen Regionalbischöfin Dorothea Greiner und der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick über die grausame Tat und ihre Folgen.

Terror in Berlin: Reaktionen der Kirche

CSU fordert Überarbeitung der Flüchtlingspolitik

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat nach dem Anschlag in Berlin eine außerordentliche Kabinettssitzung einberufen, in der einige weitreichende Beschlüsse gefasst wurden. Zum Beispiel eine deutlich erhöhte Polizeipräsenz inklusive verstärkter Grenzkontrollen. In dieser Sitzung fielen allerdings auch Sätze, die einiges an Sprengstoff bieten, vor allem im Bezug auf die Flüchtlingspolitik. Unsere Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml aus Bamberg war Teil der Kabinettssitzung und hat sich bei uns zu den Details des Treffens geäußert.

Nach dem Terror in Berlin: CSU fordert Überarbeitung der Flüchtlingspolitik

Breitengüßbach: Streit unter Senioren endete tödlich

Nach einer handfesten Auseinandersetzung unter zwei Senioren am zweiten Adventswochenende, erlag ein 90-Jähriger wenige Tage später seinen Verletzungen. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg haben die Ermittlungen übernommen.

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Weidenberg: Tödlicher Unfall mit Sattelzug

Eine 40 Jahre alte Autofahrerin kam am Montagmorgen (31.10.) bei einem Frontalzusammenstoß auf der Staatsstraße 2181 zwischen Weidenberg und Görschnitz ums Leben. Der 57-jährige Fahrer des entgegenkommenden Sattelzuges erlitt einen Schock.

Wagen kommt von der Fahrbahn ab

Die 40-Jährige aus dem Landkreis Bayreuth war gegen 5:30 Uhr mit ihrem Opel Astra auf der Staatsstraße in Richtung Görschnitz unterwegs. Im Bereich einer langgezogenen Rechtskurve geriet ihr Wagen aus bislang nicht geklärter Ursache nach links auf die Gegenfahrbahn und prallt frontal in den Sattelzug eines 57 Jahre alten Mannes aus Bayreuth.

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Fahrerin stirbt noch am Unglücksort

Durch den heftigen Anstoß wurde die 40-Jährige in ihrem Auto eingeklemmt und musste von der alarmierten Feuerwehr aus dem komplett demolierten Fahrzeugwrack befreit werden. Trotz aller Bemühungen eines Notarztes erlag die Autofahrerin noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.

Sachverständiger hilft bei Aufklärung

Auf Anordnung der Bayreuther Staatsanwaltschaft kam ein Sachverständiger an den Unfallort. Während der Unfallaufnahme ist die Staatsstraße komplett gesperrt. Der Opel Astra hat nur noch Schrottwert. Insgesamt entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.

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Tierdrama in Himmelkron: 500 Schweine ersticken qualvoll im Stall

Tierdrama in Himmelkron (Landkreis Kulmbach): In der Nacht zum Mittwoch (26. Oktober) kam es nach ersten Informationen zu einem technischen Defekt der Belüftungsanlage eines Schweinestalls in dem Ort. Die tragische Folge: 500 Schweine erstickten unbemerkt. Das Veterinäramt will den Fall genauer untersuchen. Ein Gutachter ist für den morgigen Freitag (28. Oktober) bestellt worden.

Landwirte entdecketen am Morgen 500 tote Schweine

Wie nordbayern-aktuell berichtet, war es für die Betreiber des landwirtschaftlichen Betriebes ein unfassbarer Schock, als sie am Mittwochmorgen den Stall betraten. Rund 500 Schweine lagen leblos in dem Unterstand. Eine erste Ursachenforschung ergab, dass wohl ein technischer Defekt in der Belüftungsanlage ursächlich für das Unglück war. Die Stallbelüftung wurde nach Aussage des Betreibers mehrfach abgesichert. Bei der geringsten Abweichung der Temperatur wird in der Regel durch das elektronische System telefonisch ein Alarm abgegeben. Allerdings versagte diese Sicherheitsmaßnahme in der Nacht auf Mittwoch.

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Tiere waren nicht krank

Die Tiere starben somit durch Ersticken. Das Veterinäramt wurde von den Betreibern nach dem Unglück sofort informiert. Laut Aussage des Amtes geht man auch hier von einem technischen Defekt aus. Es wurde hier ausdrücklich mitgeteilt, dass es sich weder um Seuchen oder Krankheiten bei den Tieren handelte.

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A9/Pegnitz: 75-Jährige stirbt bei tragischem Unfall

Tödliche Verletzungen erlitt am frühen Dienstagmorgen (04.10.) eine 75-jährige Beifahrerin bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A9 nahe Pegnitz. Zwei weitere Autoinsassen erlitten schwere Verletzungen.

Renault kommt von Autobahn ab

Aus noch ungeklärter Ursache kam am Dienstag gegen 2:00 Uhr ein 33-jähriger Autofahrer mit seinem Renault Kangoo zwischen der Rastanlage Pegnitz und der Ausfahrt Pegnitz nach rechts von der Autobahn ab. Der Renault riss hier etwa 40 Meter Schutzplanke aus der Verankerung, driftete dann nach links, prallte in die Betonleitwand und kam auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen.

Mazda prallt ungebremst auf Unfallauto

Nur kurze Zeit später fuhr ein 63-jähriger Sachse mit seinem Mazda nahezu ungebremst in das quer auf der Fahrbahn stehende Wrack. Hierdurch wurde der Renault nach rechts gegen einen vorbeifahrenden Sattelzug geschleudert und kam schließlich nach etwa 50 Metern komplett beschädigt zum Liegen.

75-Jährige stirbt nach Crash

Die 75-jährige Beifahrerin im Renault wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass sie kurz nach ihrer Einlieferung ins Krankenhaus starb. Die Fahrer beider Fahrzeuge erlitten schwere Verletzungen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft kam ein Sachverständiger an die Unfallstelle, der die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth bei der Unfallaufnahme unterstützte.

20.000 Euro Sachschaden

An Fahrzeugen und Verkehrseinrichtungen entstand ein Gesamtschaden von rund 20.000 Euro. Die Autobahn in Richtung Nürnberg war bis gegen 7 Uhr komplett gesperrt, es bildete sich ein Rückstau von über elf Kilometern.

 

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Älteres Paar auf Gleisen unterwegs: Lokführer verhindert Drama bei Wildenau

Ein Triebwagenführer der Oberpfalzbahn verhinderte am Sonntagmittag (25. September) ein mögliches Zugdrama auf der Strecke zwischen Asch (Tschechien) und Selb/Plößberg (Landkreis Wunsiedel). Bei Wildenau war gegen 12:10 Uhr ein älteres Paar im Bereich der Gleise unterwegs und begab sich dadurch in unmittelbare Lebensgefahr.

Lokführer mit Schnellbremsung

Der aufmerksame Lokführer bemerkte die ältere Frau sowie den älteren Mann und gab ein Warnsignal ab. Zudem vollzog er eine sofortige Schnellbremsung, um den Zug zum Stehen zu bringen.

Frau zieht Mann in letzter Sekunde von den Gleisen

Die neben dem Gleis stehende Frau zog den Mann in letzter Sekunde durch einen beherzten Griff aus dem Gleisbereich. Als der Zug zum Stehen kam, stieg der Lokführer aus und wollte sich vergewissern, dass die Personen nicht verletzt wurden. Die beiden Unbekannten hatten aber inzwischen den Bereich der Gleise verlassen und waren auch durch die verständigte Bundespolizei nicht mehr aufzufinden.

Bundespolizei ermittelt und sucht Zeugen

Die Bundespolizeiinspektion Selb hat die Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Bei den beiden Unbekannten handelte es sich um zwei älteren Personen. Der Mann trug bei dem Vorfall eine beige Jacke. Zeugenhinweise nimmt die Bundespolizei unter der Telefonnummer 09287 / 9651-0 entgegen.

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B173/Schwarzenbach a. W.: 27-Jähriger verunglückt tödlich

Tödliche Verletzungen erlitt am Donnerstagmorgen (22.09.) ein 27-jähriger Fahrzeugführer nachdem er mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. Die Bundesstraße war im Bereich der Unfallstelle längere Zeit komplett gesperrt.

Wagen kommt links von der Straße ab

Gegen 8:45 Uhr war der Mann mit seinem Audi A4 von Naila kommend in Richtung Schwarzenbach a. Wald unterwegs. Die Bundesstraße ist in diesem Bereich baustellenbedingt lediglich in Fahrtrichtung Kronach befahrbar. Kurz nach Culmitz kam der Fahrer mit seinem Fahrzeug am sogenannten Schlagberg aus bislang ungeklärter Ursache zunächst nach links von der Fahrbahn ab.

Audi wird gegen Baum katapultiert

Im weiteren Verlauf fuhr der Wagen auf eine Schutzplanke auf und wurde über diese gegen einen Baum katapultiert. Für den 27-jährigen aus dem Landkreis Hof kam jede Hilfe zu spät. Er starb noch an der Unfallstelle an seinen schweren Verletzungen.

Sachverständiger wurde hinzugezogen

Auf Anordnung eines vor Ort gewesenen Hofer Staatsanwalts kam ein Sachverständiger an die Unfallstelle und unterstützte die Polizei Naila bei der Klärung der Unfallursache. Die Bundesstraße war während der Unfallaufnahme und der Bergungsarbeiten komplett gesperrt.

B173/Schwarzenbach a. W.: 27-Jähriger stirbt bei Horror-Unfall

Ein tragischer Verkehrsunfall hat heute Vormittag (22.09.) auf der B173 für Aufsehen gesorgt. Ein junger Mann war dort von Naila kommend in Richtung Schwarzenbach am Wald unterwegs. Kurz nach Culmitz kam das Fahrzeug nach links von der Fahrbahn ab und fuhr auf die Leitplanke auf. Die katapultierte den Wagen regelrecht gegen einen mehrere Meter entfernt stehenden Baum. Für den 27-Jährigen aus dem Landkreis Hof kam jede Hilfe zu spät. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

© Tierheim Erlalohe

Hof: Polizei mit „Helden für Tiere“-Urkunde von PETA ausgezeichnet

Die Tierschutzorganisation PETA hat die Polizeiinspektion Hof jetzt mit einer „Helden für Tiere“-Urkunde ausgezeichnet. Geehrt worden sind die zwei Beamten, die erst kürzlich einen Doggen-Mischling vor dem Hitzetod im Auto gerettet haben. Wir berichteten! Die Urkunde wurde den vorbildlichen Tierrettern postalisch zugestellt.

Tiere im Sommer nicht im Auto lassen

PETA warnt Tierhalter eindringlich davor ihre vierbeinigen Freunde bei sommerlichen Temperaturen im Auto zurück zu lassen. Denn das Innere des Fahrzeugs kann sich in nur wenigen Minuten auf bis zu 70 Grad Celsius aufheizen. Auch ein Schattenparkplatz oder leicht geöffnete Fenster sind kein ausreichender Schutz für die Tiere. Schlimmstenfalls droht dem Vierbeiner ein qualvoller Tod durch Überhitzen.

Hof: Polizei rettet Doggen-Mischling vor Hitzetod
Nur knapp ist der schwarze Doggen-Mischling mit den großen Kulleraugen dem Tod entgangen. An einem der vergangenen fast 30 Grad Hitzetage lässt sein Frauchen ihn am Hofer Jaspisstein einfach im Auto zurück. Stundenlang in der prallen Sonne. Der Vierbeiner leidet Höllenqualen. Kommt einfach nicht alleine aus der lebensbedrohlichen Hitzefalle raus. Gerade noch rechtzeitig entdeckt dann zum Glück die Polizei den Hund und rettet ihm das Leben.
© TVO / Andreas Heuberger

Babyleichen von Wallenfels: Mutter muss 14 Jahre in Haft

Am Landgericht Coburg hat am Dienstagmorgen (12. Juli) ein mit Spannung erwarteter Prozess begonnen. Eine 45-jährige Mutter aus Wallenfels (Lkr. Kronach) muss sich wegen des Todes von vier Säuglingen verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Mord vor. Am fünften Prozesstag fällt das Urteil. Die Mutter wird zum Totschlag in vier Fällen verurteilt. Sie muss 14 Jahre in Haft. Der Vater wird freigesprochen.

Update (20.07.2016 / 19:30 Uhr): REAKTION AUS WALLENFELS ZUM URTEIL
Urteil im Babyleichen-Prozess am Landgericht: die Richter verurteilen die Mutter zu einer Strafe von 14 Jahren wegen Totschlags in vier Fällen. Der Vater (beide kommen aus Wallenfels im Landkreis Kronach) wird freigesprochen.In Wallenfels wird das Urteil besonders aufmerksam verfolgt. Andreas Heuberger im Interview mit Bürgermeister Jens Korn.Stimmen zum Urteil und mehr Infos zu dem Prozess auf unserer Themenseite
Update (20.07.2016 / 18:12 Uhr): BERICHT & STATEMENTS ZUM URTEIL
14 Jahre wegen Tortschlags in vier Fällen und ein Freispruch. Die Urteile im Fall der Babyleichenfunde von Wallenfels sind gefallen. Und sie sorgen für Gesprächsstoff – weicht der Richterspruch doch deutlich von den Forderungen der Staatsanwaltschaft ab. Und auch von dem, was Teile der Öffentlichkeit vielleicht für „richtig“ erachtet hätten.Denn der Fund im November letzten Jahres hatte für Aufsehen, Entsetzen und Empörung gesorgt. Andreas Heuberger fasst die Reaktionen aus dem Landgericht Coburg zusammen.

Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 1
Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 2
Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 3
Coburg: Statements zum Babyleichen-Prozess Teil 4
Update (20.07.2016 / 09:10 Uhr): DAS URTEIL

Am Landgericht Coburg ist das Urteil im Fall des Babyleichen-Prozesses gefallen. Die Mutter wird zum Totschlag in vier Fällen verurteilt. Sie muss 14 Jahre in Haft. Der Vater wird freigesprochen. Das Urteil und die Reaktionen darauf auch aus Wallenfels sind ab 18:00 Uhr unser Thema in "Oberfranken Aktuell".

© TVO / Andreas Heuberger
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Update (20.07.2016 / 08:45 Uhr):

Am Landgericht Coburg steht heute das Urteil im Babyleichen-Prozess an. Geht es nach der Staatsanwaltschaft soll die 45-jährige Angeklagte lebenslänglich wegen Mordes in Haft. Der Vater soll wegen psychischer Beihilfe zu vier Jahren verurteilt werden.

Update (15.07.2016 / 17:29 Uhr):

„Einen solchen Fall hat es in der Justizgeschichte von Coburg noch nicht gegeben.“ Mit diesen Worten beendet Staatsanwalt Martin Dippold sein Plädoyer im so genannten Babyleichen-Prozess am Landgericht Coburg. Es ist eine der wenigen Punkte, in denen die Anklage mit der Verteidigung übereinstimmt. Denn bei der juristischen Einordnung des Falls gehen die Ansichten auseinander.

Zur Erinnerung: Im November letzten Jahres werden in einem Haus in Wallenfels acht Babyleichen gefunden. Dafür müssen sich die Mutter und der Vater verantworten: Wegen Mordes in vier Fällen bzw. wegen Beihilfe zum Mord

Coburg: Plädoyers im Babyleichen-Prozess
Update (15.07.2016 / 15:25 Uhr):
Landgericht Coburg: Andreas Heuberger zu den Plädoyers

Im Fall der Babyleichen von Wallenfels sind heute die Plädoyers am Landgericht in Coburg gehalten worden.Die Staatsanwaltschaft bleibt bei Mord und fordert eine lebenslange Haftstrafe für die Angeklagte. Die Verteidigung plädiert auf Totschlag. TVO-Reporter Andreas Heuberger fasst die Forderungen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung zusammen.

Update (15.07.2016 / 09:50 Uhr):
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Staatsanwaltschaft bleibt beim Mordvorwurf

Die Staatsanwaltschaft Coburg plädiert auf vierfachen Mord. Andrea G soll in den Jahren 2003 bis 2013 vier lebensfähige Neugeborene erstickt haben. Auf Mord steht zwingend eine lebenslange Freiheitsstrafe. Staatsanwalt Martin Dippold wirft der Angeklagten planmäßiges Handeln, getrieben von Egoismus vor. Zuletzt hatte ein Sachverständiger zudem die Schuldfähigkeit von Andrea G. „außer Frage“ gestellt. In einer Stellungnahme zu Beginn des Prozesses hatte sie die Kindstötungen gestanden, aber offen gelassen, ob es zwei, drei oder vier Fälle waren.

Verteidigung plädiert auf Totschlag

Verteidiger Till Wagler sieht drei Fälle von Totschlag. Er spricht sich dafür aus, dass das Gericht ein Urteil festlegen soll, dass der Schuld angemessen ist. Schließlich müsse seine Mandantin für immer mit ihrer Schuld leben. Während des Prozesses war die Verteidigung immer bemüht, die Handlungsweise seiner Mandantin mit ihren Lebensumständen zu erklären: Ein Umfeld, in dem Andrea G. keinen emotionalen Halt fand und sich niemanden anvertrauen konnte.

Die Rolle des Vaters

Laut Staatsanwaltschaft soll Johann G. Beihilfe zum Mord geleistet haben. Sie fordert deswegen 4 Jahre Haft. Die Verteidigung des Angeklagten fordert einen Freispruch. Johann G. glaubt ab etwa 2003, dass seine Ehefrau sterilisiert sei. Etwas anderes könne das Gericht nicht beweisen. Der Angeklagte selbst hatte behauptet, ledglich von der ersten der acht eine Rolle spielenden Schwangerschaften im Jahr 2003 erfahren zu haben. Damals wollte er seine Frau in eine Klinik an Erlangen bringen, zu einer Abtreibung inklusive Sterilisation. Allerdings hatte sich Andrea G. laut einer Stellungnahme ihres Verteidigers Till Wagler damals in einer Pension eingemietet und den Eingriff nicht vornehmen lassen. Johann G. holte sie am Tag danach ab. Zu der Zeit danach schwieg er sich aus.

 

Am Landgericht Coburg hat am Morgen der vierte Verhandlungstag im Fall der toten Babys von Wallenfels begonnen. Es stehen die Plädoyers der Staatsanwaltschaft Coburg und der Verteidigung auf dem Plan.

Update (14.07.2016 / 14:22 Uhr):

Am dritten Verhandlungstag im Babyleichenprozess vor dem Landgericht Coburg haben heute drei Sachverständige ausgesagt. Zunächst beschrieb der Erlanger Rechtsmediziner Stephan Seidl den Zustand der acht aufgefundenen Babyleichen - drei Jungen und fünf Mädchen. Vier davon waren sicher lebensfähig.

Elternschaft der Angeklagten bestätigt

Diese wurden durch ein Handtuch erstickt, so der Rechtsmedizner. Er bestätigte auch die Elternschaft der beiden Angeklagten. Die Münchner Diplom-Psychologin Karoline Pöhlmann, die die Angeklagte kurz nach ihrer Verhaftung befragte, zeichnete ein differenziertes, aber psychologisch nicht auffälliges Bild der Angeklagten. Das bestätigte der Münchner Facharzt für Psychologie, Cornelis Stadtland.

Keine psychische Erkrankung

Die Angeklagte weise keine Anzeichen einer körperlichen, neurologischen oder psychischen Erkrankung auf. Auch eine Persönlichkeitsstörung sei nicht diagnostizierbar. Die Angeklagte sei voll schuldfähig, so der Gutachter. Mit dem Ende des heutigen Prozesstages ist die Beweisaufnahme abgeschlossen, morgen folgen vermutlich die Abschlussplädoyers. Das Urteil fällt vermutlich nächste Woche.

© TVO / Dirk Feustel
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Update (13.07.2016 / 18:54 Uhr):
Coburg: Zeugen im Babyleichen-Prozess sagen aus
Am zweiten Tag des Babyleichenprozesses am Landgericht Coburg sagten heute neben Vernehmungsbeamten mehrere Zeugen aus dem direkten Umfeld der Angeklagten aus. So zum Beispiel der Bruder und eine ehemalige Partnerin des Angeklagten. TVO fasst den Prozesstag zusammen.
Update (13.07.2016 / 12:45 Uhr):

Am Vormittag des zweiten Prozesstags werden etliche Zeugen gehört.

  • eine frühere Partnerin des angeklagten Vaters, die gleichzeitig die Mutter von zwei seiner Kinder ist
  • der Bruder des Angeklagten
  • die 81-jährige Mutter des Angeklagten, die sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht berief
  • zwei frühere bekannte Frauen des Ehepaares aus Wallenfels
  • der Inhaber eines Lokales in Wallenfels, in dem sich das Paar öfter mit Freunden traf
  • der Partner, mit dem die Angeklagte zu dem Zeitpunkt zusammen war, als die Babyleichen gefunden wurden

Bis auf Letzteren kannten alle Zeugen die Angeklagte und den Angeklagten seit vielen Jahren. Alle (bis auf die Mutter, die nicht aussagte) schilderten, dass sie von den Schwangerschaften nichts merkten. Außerdem schilderten sie die beiden als im Prinzip normal, nicht auffällig oder extrem, teils sogar freundlich (sie), zurückhaltend (er), aber eben nicht als jemandwn, der mehrere Säuglinge tötet. Am Nachmittag werden dann Beamte in den Zeugenstand gerufen, die das Paar nach dem Fund der Leichen vernommen haben.

Coburg: Prozess um Babyleichen beginnt
Babyleichen von Wallenfels: Andreas Heuberger über den Prozessauftakt
Babyleichen-Prozess: Statement von Till Wagler (Teil 1)
Babyleichen-Prozess: Statement von Till Wagler (Teil 2)
Babyleichen-Prozess: Statement von Till Wagler (Teil 3)
Update (12.07.2016 / 16:00 Uhr):

Am Landgericht Coburg wird der Fall der Babyleichenfunde von Wallenfels im Landkreis Kronach verhandelt. Die Mutter muss sich in vier der insgesamt acht Fälle wegen Mordes verantworten. Zum Prozessauftakt legt sie ein Geständnis ab und gibt zu mehrere Babys nach der Geburt mit einem Handtuch erstickt zu haben. Ein Zwischenstand von TVO-Reporter Andreas Heuberger.

Update (12.07.2016 / 13:38 Uhr):
Andrea G äußert sich nicht selbst

Die Angeklagte Andrea G wollte zu Beginn der Verhandlung persönlich keine Angaben machen. Sie überließ dies ihren Verteidigern Julia Gremmelmaier und Till Wagler.

Erste Schwangerschaft mit 18 Jahren

Julia Gremmelmaier schilderte den Lebensweg von Andrea G, die in Wallenfels zunächst bei den Großeltern aufwuchs und zu ihren Eltern eher ein kühles Verhältnis hatte. Mit 18 sei sie das erste Mal schwanger gewesen und habe bereits diese Schwangerschaft sehr spät bemerkt. Am Tag, als sie von einem Arzt davon erfuhr, kam es zur Geburt des ersten Kindes.

Schwangerschaften angeblich immer spät bemerkt

Auch die späteren Schwangerschaften – eine mit ihrem ersten Mann, die anderen mit dem Mitangeklagten Johann G – will sie kaum bzw. spät bemerkt haben und keine Erscheinungen wie Heißhunger verspürt haben. Nur bei der Geburt von Zwillingen im Jahr 2001 sei es einmal anders gewesen, wenn auch erst ab dem ca. 5. Monat. Insgesamt hat Andrea G 5 Kinder mit zwei Männern, zwei Töchter mit ihrem Exmann und drei Töchter mit ihrem zweiten Ehemann Johann G, mit dem sie ab 2002 zusammenlebte.

Angeklagte hatte nie Vertrauenspersonen

Zur Sache meinte Verteidiger Till Wagler, seine Mandantin sei mehr nach innen gekehrt und habe Dinge immer mit sich selbst geregelt. Vertrauenspersonen gab es nicht – auch zum Ehemann war das Verhältnis nicht so eng. Zu den Schwangerschaften ab dem Jahr 2003, die zu den im Prozess behandelten Fällen führten, meinte Wagler, sie habe auf die Natur vertraut und sich nicht darum gekümmert.

Alle Geburten wie in Trance hinter sich gebracht

Bei den Geburten zu Hause habe sie wie in Trance funktioniert und erst mit dem Denken angefangen, als die Babyleichen in Plastiktüten verpackt waren. Dieser Vorgang habe sich 7 Mal wiederholt, wobei sich die Hilflosigkeit gesteigert habe. Beachtenswert: durch ihren Anwalt gibt Andrea G zu, die Kinder in einen Handtuch eingewickelt zu haben ihnen damit die Nase zugedrückt zu haben, „wenn es ein Lebenszeichen gab“. Wie oft, das wisse sie nicht mehr, „2x, 3x, vielleicht 4x“.

Angeklagte hofft auf Hilfe

Das Auffinden der Leichen im November 2015 habe sie durch die Medien erfahren. Laut Wagler waren es Schock und Erleichterung zugleich. Jetzt hoffe seine Mandantin auf „fachmännisch Hilfe“, auch bei einem Aufenthalt in einer JVA.

 

Johann G wettert gegen seine Noch-Ehefrau

Johann G wollte sich zur Sache nicht äußern. Bei Fragen zur sexuellen Beziehung der Eheleute und wie viel er von den Schwangerschaften wusste, blockte er auf Anraten seines Verteidigers ab.

Problematische Ehe der beiden

Die Ehe schildert der 56-jährige als problematisch: schon mit der Geburt der Tochter im Jahr 2002 und dem Zusammenziehen habe es Spannungen gegeben. Seien Frau sei eine „notorische Lügnerin“, die Rechnungen versteckt habe und sich zu Kaufräuschen hinreißen ließ. Deswegen habe er heute 12.000 Euro Schulden.

Andrea G wollte sich angeblich sterilisieren lassen

Angaben machte er zu einer Fahrt nach Erlangen vor mehreren Jahren: dort sollte sich Andrea G nicht nur sterilisieren lassen, sondern auch eine Abtreibung vornehmen. Zuvor hatten die Verteidiger der Frau geschildert, Johann G habe seine Frau dort nur abgeliefert – diese sei aber in eine Pension, und nicht in eine Klinik gegangen.

Update (12.07.2016 / 11:15 Uhr):

Die Mutter der toten Säuglinge hat bisher keine Angaben zu der Sache gemacht. Die Verteidigung hat die Taten jedoch zum teil eingeräumt. Der ebenfalls angeklagte Vater schweigt zu den Vorwürfen und macht vor dem Landgericht nur Angaben zu seiner Person.

Prozess mit über 20 Zeugen

Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Die Sitzung leiten wird Richter Christoph Gillot, die Strafkammer besteht weiterhin aus zwei Beisitzern und zwei Schöffen. Die Verteidigung des Ehepaares haben im Fall der Frau Till Wagler aus Kronach und im Fall des Mannes Hilmar Lampert aus Bayreuth übernommen. Über 20 Zeugen sollen gehört werden, außerdem drei Sachverständige, u.a. ein Rechtsmediziner.

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Vorwurf des Mordes in vier Fällen
Auch Ehemann angeklagt
Fund am 12. November 2015

Im Zeitraum von 2003 bis 2013 soll die Frau insgesamt acht Babys zu Hause zur Welt gebracht haben. Mindestens vier hat sie laut den Ermittlern nach der Geburt getötet. Vorrangig, um ein sorgenfreies Leben an der Seite ihres Ehemannes zu führen. Bei den anderen Säuglingen kann die Rechtsmedizin in drei Fällen nicht sicher sagen, ob die Kinder zum Zeitpunkt der Geburt lebensfähig waren. Das im Jahr 2013 geborene Kind war demnach sicher eine Totgeburt. Deswegen die Anklage auf Mord in vier Fällen.

Neben der Frau ist auch ihr 56-jähriger Noch-Ehemann angeklagt. Er soll Beihilfe zum Mord geleistet haben – dadurch, dass er die Hausgeburten akzeptierte und nicht eingriff. Beide erwartet im Falle einer Verurteilung eine empfindliche Strafe. Auf Mord steht ein Urteil zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe, das bedeutet mindestens 15 Jahre Haft. Die Verurteilung der Beihilfe richtet sich nach diesem Strafmaß und kann zwischen drei und 15 Jahren betragen.

Den Stein ins Rollen brachten die Ereignisse vom 12. November 2015. Eine Untermieterin findet im Haus der Familie in Wallenfels eine Babyleiche und verständigt die Polizei. Die Beamten entdecken in der Folge sieben weitere tote Säuglinge, verpackt in Plastiktüten. Kurz darauf wird die Mutter, Andrea G., festgenommen. Sie lebt zu diesem Zeitpunkt von ihrem Mann Johann getrennt.

Entsetzen in Wallenfels
Wallenfels (Lkr. Kronach): Prozess um Babyleichenfunde steht an

In Wallenfels herrscht bis heute Ungläubigkeit vor. Die Eheleute waren gut integriert. Johann G. I ist bis heute nur als „der Hans“ im Ort bekannt. Beide hatten Kinder aus vorigen Beziehungen mit in die Ehe gebracht und zusammen drei weitere Kinder bekommen. Insgesamt bestand die Patchworkfamilie aus neun Personen. Im Sommer letzten Jahres trennte sich das Paar dem Vernehmen nach.

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