Tag Archiv: Ernstfall

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Bayern / Oberfranken: Probealarm am morgigen Donnerstag!

Am morgigen Donnerstag (11. April) findet bayernweit um 11:00 Uhr ein Probealarm statt. Damit wird das Warnsystem getestet, ob es bei einem möglichen Ernstfall auch problemlos funktioniert. Hierzu werden in fast ganz Bayern die Notfallsirenen und über das Modulare Warnsystem (MoWaS) auch die entsprechenden Warn-Apps „NINA“ und „BIWAPP“ ausgelöst. Es handelt sich somit am morgigen Tag um 11:00 Uhr um keinen Ernstfall!

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Bayreuth: Übung für den Ernstfall – Messungen der Radioaktivität aus der Luft!

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und die Bundespolizei (BPOL) trainieren vom heutigen Dienstag (20. September) bis zum Donnerstag (22. September) in der Nähe von Bayreuth, die Radioaktivität am Boden von Hubschraubern aus zu messen. Dazu werden hoch empfindliche Messgeräte des Strahlenschutzamtes in Bundespolizei-Hubschrauber eingebaut und ausgewählte Gebiete systematisch überflogen.

Regelmäßige Übungsflüge um Einsatzbereitschaft sicherzustellen

Diese Übungsflüge werden regelmäßig durchgeführt, um im Ernstfall die gemeinsamen Messteams jederzeit einsatzbereit zu haben. Innerhalb von fünf Stunden kann jeder Ort in Deutschland mit einem einsatzfähigen Hubschrauber erreicht werden. Treten bei einer Havarie, zum Beispiel in einem Kernkraftwerk, radioaktive Stoffe aus, können vom Hubschrauber aus die betroffenen Gebiete schnell und großflächig untersucht werden. Hierbei lässt sich feststellen,

  • welche radioaktiven Stoffe am Boden abgelagert wurden
  • welche Gebiete besonders betroffen sind
  • welche Strahlenbelastung für die Bevölkerung entsteht
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Testflüge sind Grundlage für Entscheidungen der Behörden im Katastrophenfall

Dieses Wissen bildet eine relevante Grundlage für die Katastrophenschutzbehörden der einzelnen Bundesländer, um über die richtigen Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung zu entscheiden.

Warum Flüge in der Region um Bayreuth?

Das Bayreuther Gebiet bietet laut Bundespolizei besonders gute Bedingungen für Trainingsflüge, da es hier natürliche Uran- und Thorium-Vorkommen gibt, die die Messteams von der Luft aus nachweisen können. Auch Cäsium-Reste, die sich nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl (1986) in Bayern ablagerten, lassen sich hier noch nachweisen und messen. Das bergige Gelände bietet zudem für die Hubschrauberbesatzung eine weitere Herausforderung.

Ablauf der Messungen und Übungsflüge

Die Messflüge finden vom 20. bis 22. September in der nördlichen und östlichen Umgebung von Bayreuth statt. (siehe Karte / Anklicken für größere Darstellung). Insgesamt stehen acht Messgebiete zur Verfügung. Jedes Gebiet hat eine Fläche von etwa zehn mal zehn Kilometer. Im Verlauf der Übung werden voraussichtlich sechs Gebiete vollständig überflogen.

Einsatz von zwei Hubschraubern der Bundespolizei

Für die Messflüge werden zwei Hubschrauber der Bundespolizei eingesetzt. Die zu untersuchenden Messgebiete und die konkreten Flugrouten werden – als Teil der Übung – erst am jeweiligen Übungstag festgelegt. Die täglichen Flugzeiten liegen zwischen 9:00 Uhr und 17:00 Uhr. Die Flughöhe beträgt mindestens 90 Meter, die Fluggeschwindigkeit etwa 100 Kilometer pro Stunde.

Gemeinsame Arbeit zwischen BfS und Bundespolizei

Zur Radioaktivitätsmessung aus der Luft arbeiten die Behörden bereits seit Ende der 1980er Jahre zusammen: Das Bundesamt für Strahlenschutz stellt das wissenschaftlich-technische Personal sowie die Messtechnik. Die Bundespolizei stellt Hubschrauber und deren Besatzung zur Verfügung.